Twitkrit

Wiener Sprachschule

Unser fleißigster Gastautor Dirk Baranek hat uns einen echt feuilletonisitschen Text zu einem großen Künstler auf Twitter geschrieben:

Fremdsprachen zu lernen ist eine langwierige Sache. Grammatik, Vokabeln, Aussprache – so richtig kriegt man es nie hin. Es sei denn, man hat das Glück, eine längere Zeit in dem jeweiligen Land unter Muttersprachlern zu leben. Dann kann es klappen.

Ich gehe davon aus, dass Hermes Phettberg dazu leider keine Gelegenheit mehr finden wird. Bekannt wurde der Österreicher, dessen Körperumfang inzwischen laut Wikipedia-Eintrag nicht mehr seinem Künstlernamen entspricht, durch schonungslos tabubrechende Fernsehsendungen und Kunstaktionen. Heute scheint er in seiner Wiener Wohnung auf Sozialhilfeniveau vor sich hin zu leben und veröffentlichte bis zuletzt seine “Gestion” genannten Texte im Web. Dabei handelt es sich um in Stakkato vorgetragene Assoziationsketten über Gott und die Welt. Wie es scheint, hackte er diese Texte übrigens bisher mit der Schreibmaschine in die Welt.

Phettberg twittert. ( ) Zumindest hat er das bis vor Kurzem. So richtig gut schien es ihm zuletzt nicht zu gehen, wenn man den Tweets glauben schenkt, denn, man darf es wohl so sagen, er jammert viel. In den vergangenen zwei Wochen hat sich sein Status sogar zugespitzt, wie sein Adlatus McGoohan vor wenigen Tagen bekannt gab. Nach wiederholtem Hirnschlag am 19. März hat Phettberg vorübergehend mindestens seine Schriftsprache verloren. Seitdem schweigt er.

Bisher handelte es bei seiner Twitterei durchweg nicht, und das muss man ihm hoch anrechnen, um Tiraden über das Versagen anderer, sondern eher hadert er mit sich selbst. Über seine Einsamkeit, seine Faulheit, sein Unvermögen, das Leben in den Griff zu kriegen. Es gibt kaum jemanden in Twitterland, der so selbstkritisch und schonungslos öffentlich mit sich verfährt und gleichzeitig mit so viel Sprachwitz vorgeht. Hier zum Beispiel wieder so eine Aussage, die tief blicken lässt und einiges an Implikationen heraufbeschwört.

phettberg
[Link]

Die Sprache Englisch mit der Handhabung von Windowsprogrammen gleichzusetzen, ist einfach nur genial. Man fragt sich unwillkürlich: Wo ist das Lexikon, das mir Microsoft auf Deutsch übersetzt? Wo liegt Microsoftanien, damit ich mir unter den Eingeborenen lebend diesen Kode zur Perfektion beibringen kann? Ist Microsoft die eigentliche lingua franca der Moderne? Wie hermetisch ist diese Computerwelt inzwischen geworden, dass selbst des Denkens mächtige Leute wie Phettberg in eine Sprachschule müssen, um diese Welt zu verstehen? Deshalb hat Phettberg auch einen McGoohan, der ihm als Übersetzer/Helfer wohl die Kiste anschmeißt. Eine Hoffnung bleibt allerdings: Selbst ohne Mikrosoft konnte bis jetzt Phettberg Twitter bedienen.
Obwohl, so richtig geht es auch nicht. Replies durfte man schon bisher von ihm nicht erwarten. Und nun schweigt er leider und wir wissen nicht, wann und ob er nochmal zwitschert.

Es gibt wichtigeres als Twitter. Genesung bei schwerer Krankheit zum Beispiel. Gute Besserung, Hermes Phettberg!

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Warum bin ich so fröhlich?

Ich mag @meinekleinefarm. Sehr sogar. Einfach schön, dass in dieser der Natur so entfremdeten Welt der Virtualität jemand ist (und sei es ein Bot), der mich hin und wieder an die wunderbare Welt der Tiere und die Ferien auf dem Bauernhof erinnert. Ist zwar auch nicht Natur pur, sondern mehr so eine domestizierte Version davon, aber. Auch ist @meinekleinefarm nicht nur ein blöder Provinzbauernhof mit ein bisserl Muh und Mäh und Grunz. Das gibt es dort natürlich(!) alles auch, doch darüber hinaus schnattert’s und blökt’s und es gibt exotische Viecher:

tö-rööö
[Link]

@meinekleinefarm ist ein Tierpark voller Überraschungen. Fast könnte man meinen, sie sei ein Zoo, aber da spricht die offensichliche Schwerpunktlegung auf „nutztiere“ bei der lautmalerischen Umschreibung des Animalischen gegen.
Vor einigen Tagen machte mich @meinekleinefarm mal wieder besonders glücklich. Denn sie machte deutlich, dass Tiere auch Fremdsprachen können:

kwak
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Und was für welche!

Wir warten auf texanische Mustangs, tibetische Yaks und tamilische Wollschweine. Besonders freuen würde mich auch ein Tweet von einer Zuchtforelle.
Über das Schicksal von den allermeisten Tieren, die auf dem Bauernhof leben, denken wir bei auch bei @meinekleinefarm besser nicht nach.

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Lyrik in 140 Zeichen – kann das reichen?

@literaturcafe und BoD haben eine gute Idee gehabt und diese in Form eines Wettbewerbs umgesetzt: Auf Twitter-Lyrik darf gereimt und gedichtet werden, bis zum Tag der Poesie, dem 21. März (den gibt’s wirklich, das haben die sich nicht erfunden). Der oder die Gewinner/in bekommt ‘nen iPod touch. So weit so gut. Oder so schlecht, ob der teilweise miesen Qualität der lyrischen Ergüsse, die dort bisher eingeschickt wurden.

Doch Twitkrit wäre nicht das Rezensionsorgan Eurer Wahl, würden wir nicht für Euch die Perlen aus den vor die Säue geworfenen Dichtversuchen rauspicken. Twitkrit spricht – ohne dass wir hier zur Jury berufen worden wären, noch diese beeinflussen wollten – eine lobende Erwähnung für folgende drei Beiträge aus:
(Entgegen unserer sonstigen Gepflogenheiten werden die Tweets ausnahmsweise nicht nur im Screenshot dargestellt, sondern zusätzlich aus dem Twittereingabefeld befreit, um sie in ihrer lyrischen Form erscheinen zu lassen. Mit den von den Autoren vorgesehen Zeilenumbrüchen).

Lotree:

lotree

[LINK]

Name gesucht
unvorstellbar geflucht
Klingelknöpfe gedrückt
Ein Ruf & ein Hund
spielt verrückt Schreie aus
der Sprechanlage
andere Etage

@Lotree zeichnet mit seiner getwitterten Poesie eine dichtes Stimmungsbild einer Alltagssituation. Formal beeindruckend, in seiner Schlichtheit berührend.

King_Haggard:

king_haggard

[LINK]

Uns’re Dichter ham’s nicht leicht.
Oft schon weil der Raum nicht reicht.
Sie müh’n sich um den besten Satz.
Und ist er da, dann fehlt der Pl

Die Krux, mit der Beschränkung auf 140 Zeichen auszukommen, wenn der lyrische Schreibfluss einmal losgebrochen ist, bringt niemand besser auf den Punkt als @King_Haggard.

Sabbeljan:

sabbeljan

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Schmelze
Er schmolz vor Liebe dahin
Sie schmolz vor Liebe dahin
So schmolzen sie auseinander
Er dahin
Sie dahin

Ein Liebesgedicht, das seines gleichen sucht und nicht findet, ist der Tastatur Herrn @Sabbeljans entsprungen. Mit Titel und Hashtag (#twly). Die Form perfekt gewahrt, den Liebeskitsch zugleich humorvoll enttarnt.

Diese kleine Auswahl aus den eingereichten Vorschlägen ist selbstverständlich eine sehr subjektive. Daher postet Eure persönlichen Favoriten (zur Not auch die eigenen, *grummel*) gerne in den Kommentaren. Außerdem kann es ja noch bessere Einreichungen geben, der Lyrik-Wettbewerb läuft schließlich noch über drei Wochen (auch hier freuen wir uns über noch eingehende Hinweise auf Lyrik-Preisverdächtiges aus Eurer Sicht). Wir sind jedenfalls gespannt, was da noch kommt. Vielleicht fühlen sich noch einige Twitkrit-Leser berufen, das Niveau der Einreichungen weiter in die Höhe zu treiben?! ;-)

Wer sich für den Hintergrund des Wettbewerbs interessiert, findet übrigens ein von der @writingwoman geführtes Interview mit Literatur-Café-Herausgeber Wolfgang Tischer auf Treffpunkt Twitter.

Zum Abschluss noch ein astreiner 140-er zum Thema Dichtkunst in Zeiten des Microbloggings aus der Feder von Twitkrit:

Lyrik in 140 Zeichen? Kann das reichen?
Der Platz ist knapp, die Not ist groß.
Wir finden die Idee famos.
Der eine kann’s, die andere nicht.

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ÄÖÄ-Schützen: Es ist nie zu früh für Twitter

tristessedeluxe

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Was haben wir uns alle schon den Mund fusselig geredet, um Freunden und Bekannten Twitter zu erklären. Ok, manche versuchen es erst gar nicht, aber wer es schon mal probiert hat, weiß was ich meine: Die mühsamen Versuche zu erläutern, worin der Nutzen und der Reiz des Twitterns liegen, enden meistens – ob der ungläubigen, am Verstand des Vortragenden zweifelnden Blicke des Zuhörers – in einem Schlusssatz, der mehr oder weniger so aussieht: «Musst’e halt selbst ausprobieren, sonst verstehst’e das nicht!».

@tristessedeluxe geht den direkten Weg: Töchterchen darf einfach mal lostwittern. Herausgekommen ist der wunderbare erste Tweet seiner Tochter, vom Vater mit ordnender Hand als solcher mit den Worten

(erster tweet meiner tochter)

ausgezeichnet. Und was schreibt die Tochter? Sehen wir uns doch ihren Text einmal an (Achtung: im Screenshot ist er nicht zur Gänze abgebildet, über das sichtbare Zeilenende hinaus verstecken sich noch geheime Zeichen):

ÄÖÄÖÖÖÖÖÖÖÖÄ”ÄÄÄ´´´´´´ß.-ööööäwwwww=00. -,,,mä++++++++++++3++++++++++ü<ü<ü<<<<<& lt;<<<<<<<<<ääääü jb>>üä

Eins fällt gleich ins Auge: Es ist eine starkes Faible für Sonderzeichen zu erkennen. Und für Großbuchstaben. Statt mit einem ABC-Schützen haben wir es mit einer ÄÖÄ-Schützin zu tun. Und wenn schon Majuskeln, denkt sich Töchterchen Tristessedeluxe, dann sollen es auch bitteschön dicke fette Umlaute sein. Schöne große Äs und Ös. Später noch ein paar kleine äs und üs hinterher, damit man erstmal sieht, wie groß die Großen sind. Und viele Plusse, ganz wichtig. Frühes Anzeichen für eine positive Lebenseinstellung? Wir wissen es nicht und sollten uns hier aus Respekt vor den ersten Vertweetlautbarungen einer jungen Twitterin mit vorschnellen Interpretationen zurückhalten. Vielleicht wurde hier auch einfach nur erstmal die Tastatur haptisch erfasst und dem Zufall freien Tastaturlauf gelassen. Egal, denn für Twitter gilt: Alles ist möglich, nur mehr als 140 Zeichen geht nicht!

Dieser bezaubernde Vater-Tochter-Tweet weist jedenfalls auf ein Phänomen hin, dass uns in Zukunft sicher noch stärker beschäftigen wird: Wie wird die Twittertradition von den Eltern an die Kinder weitergegeben? Und schreiben die Kleinen im Frühstadium erstmal wie ihre Eltern, solange sie diese noch bewundern und imitieren möchten? Oder grenzen sie sich ganz bewusst ab und wollen gar nicht erst so schreiben wie die Alten? Wie wird etwa @saschalobo seinen Nachwuchs einmal an Pappas liebsten Microbloggingdienst – wenn es diesen dann noch gibt – heranführen? Falls er die Fortpflanzung nicht gänzlich prokrastiniert (der Titel seines ersten co-geschriebenen Buches «Wir nennen es Arbeit» erhält im Kontext der Familienplanung plötzlich eine ganz andere Konnotation). Wir wissen es nicht. So lange erfreuen wir uns erstmal an obigem Tweet (Danke, @tristessedeluxe und Töchterchen Tristessedeluxe!) und warten auf weitere ÄÖÄ-Schützen.

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Adoleszenztwittern

Wird das Erwachsenwerden junger Männer in Reclamheftchen thematisiert, dann immer eher problemorientiert. Der junge Werther hatte nicht nur bescheuerte Klamotten in einer unglaublich fdp-esken Farbkombi an, nein, er litt auch so dermaßen an der Welt, der Liebe und seinem Narzissmus, dass er geliehene Pistolen derart gegen sich richtete, dass es lethal wirkte. Holden Caulfield quengelt und flucht sich durch New York und die Vorweihnachtszeit, weil er ein dämlicher Schulversager ist und die anderen Jungs mit den Mädchen pennen, die er gern hätte.
Pubertät ist schwierig, das sei unbestritten, aber muss sie immer tragisch sein? Nun, es geht auch anders.

Die neue literarische Form des Tweets hat uns einen neuen Adoleszenz-Fortsetzungsroman beschert: frankamato.
Dröselt man den Namen des Titelhelden auseinader zeigt sich schon, dass hier ein neuer Typ jugendlicher Held installiert wird. Frank, was soviel bedeutet wie der Freie hat das wunderschöne italienische Partizip II Amato zum Nachnamen, der Geliebte. Derart positiv markiert verwundert auch der Untertitel, der sich als Figurenrede des Titelhelden verstehen lässt, kaum noch: I’m freaking awesome.

Und so zeigen sich in frankamatos Tweets die Freuden, die das Jungmann-Leben so bietet. Er steht auf gute Musik:

frankmaiden
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Natürlich auch darauf:

franksex
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Aber selbst das bei anderen Altersgenossen so verhasste Thema Bildung ruft bei ihm nur positive Gefühle hervor:

frankgermanclass
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Diese Bezugnahme auf das Deutsche in der amerikanischen Jünglings-Geschichte ist eine Art Running-Gag und lohnt sicher noch eingehendere Betrachtungen, wie auch folgender Tweet beweist:

frankbuddy
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Es ist sofort eingängig, dass hier das englische Wort “Buddy” (Kumpel) ortographisch verballhornt wurde, doch ebenso fällt auf, dass es somit in die Nähe des Titels des großen deutschen Familiendramas von Thomas Mann gebracht wird, der während der Nazi-Zeit im amerikanischen Exil lebte. Hier tut sich ein Bezugsfeld mitten im Pubertätsroman auf, das auf weit Höheres zu verweisen scheint.

Natürlich ist die Geschichte des frankamato nicht so platt, als dass eine perfekte Welt vorgegaukelt würde. Bei aller positiven Grundeinstellung zum Leben bleiben die Höhen und Tiefen der Pubertät im Blick und werden auch hier wieder intertextuell eingeleitet:

frankshake
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Spontane Gefühlswallungen werden ins fremde Idiom übersetzt, um damit auch die Verwirrung des Helden zu zeigen:

frankhang
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Allerdings verbirgt sich selbst in dieser extremen Ablehnung eine für Jungmänner der Weltliteratur eher unbekannte Konstante. frankamato ist liiert:

franklover
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Und wir erfahren viel über seine Beziehung:

franklang
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frankfang
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Diese Geschichte ist so erfolgreich, dass sie zu einem Spin-Off geführt hat. Angelas Leben wird ebenfalls in 140 Zeichen literarisiert.

Besonders modern zeigt sich die Geschichte des frankamato trotz dieser heterosexuellen Beziehung in der Frage der eigenen Identitätsfindung auf dem Gebiet der sexuellen Orientierung. Der Leser wird mit plötzlichen Volten konfrontiert:

frankgay
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Um dann in der Offenheit des Textes zurückgelassen zu werden. Denn er muss sich fragen, ob die verspielte Rücknahme dieser Behauptung durch den Helden nun die Angst vor der eigenen Courage war oder den Tatsachen der erzählten Welt entspricht:

frankgayang
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War es wirklich Ang oder kommt bald ein Coming Out? Warum lernt frankamato deutsch? Bleibt er ein so gefestigter grundpositiver Mensch oder beginnt er mit Bowling? Vor allem aber: Bekommt er sein iPhone?
Ich bin gespannt, wie es mit frankamatos Erwachsenwerden weitergeht!

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fu weam bisch Du

Mein lieber @Holadiho, ich habe mich schon immer gefragt, wieso Du diesen Namen gewählt hast. Ist es der erstaunte Ausruf eines Allgäuer Jungen, der mit ehrfürchtig aufgerissenen Augen die Großstadt erblickt?

Holadiho Bub

Nun gut, ich hab mal nachgesehen, was “Holadiho” alles bedeuten kann, und habe Interessantes herausgefunden. Den wahrscheinlichsten Ursprung stellt wohl dieses Lied dar, welches sowohl die positive Einfachheit eines Allgäuer Burschen spiegelt als auch die geheime Firmenhymne von nugg.ad sein könnte.

Möglicherweise geht meine Interpretation aber in eine völlig falsche Richtung und die Wahrheit liegt in den, sicherlich angegeben, Nebeneinkünften durch Wandaufkleber. Ja, man wünscht sich ein “s” in den Namen des Designers, und schon wäre der Web 2.0 Skandal perfekt. @Holadio und @Kosmar verkaufen Allgäuer Wandtapeten.

Wie auch immer. Begreifen wir also Holadiho als einen Bub, dessen Wege aus den Bergen über Köln und Bielefeld schließlich nach Berlin führten.
Holadiho wohin

Holadiho Card

Trotz dieser vielen Stationen hat er noch immer das Herz eines “midlife Geisenpeters”, dessen sympatisch emotionalen und naiv ehrlichen Blick auf die Grossstadt man gerne folgt. Holadiho möchte den warmen Asphalt unter seinen Füssen spüren, wie einst die Kuhpisse.

Holadiho Fuss

Und wenn die Welt jährlich am 11. September um Anschlagsopfer und amerikanische Politik trauert, erinnert sich Holadiho wehmütig an den Viehscheid in seinem Heimatdorf und schmückt das derzeitige Rindvieh seiner Wahl um es durch Berlin zu treiben.

Holadiho Zone30

Holadiho Jogginghose

Aber man darf sich nicht täuschen lassen von diversen naiven Tweets, die einen glauben lassen, man habe es möglicherweise mit jemanden zu tun, der Abend für Abend gewissenhaft seine Spams durchliest

Holadiho Fat

oder selbst bei den kleinsten Fragen des Lebensmittelverzehrs Unsicherheiten zeigt.

Holadiho Bär

Holadiho ist ein knallharter Businessmann, der konsequent vorbereitet in Verhandlungen geht,

Holadiho Verhandlungen

sich kein X für ein U vormachen lässt, und uns diese Erkenntnis bezüglich des Xbergs auch mitteilt:

Holadiho Ende

Nein, lieber @Holadiho, das ist nicht das Ende. Das Ende ist erst in Sicht, wenn dieses eintritt:

Holadiho Enthüllung

Abgesehen davon nutzt Holadiho Twitter so vielfältig wie kaum jemand anderes. Er findet dort Mitarbeiter für sein Unternehmen, erteilt Urlaub und gibt Ratschläge zu allgemeinen Lebensfragen der selbigen, findet Wohnungen und korrespondiert liebevoll mit dem Mitbewerber.

All das macht ihn so lesens- und liebenswert.

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