Der Flugverkehr und die darin handelnden Personen – eine einzige wunderliche Welt.
Hängt wohl mit der Geschichte zusammen, dieser Mischung aus Menschheitstraum – “Fliegen wie ein Vogel!” – und dessen Erfüllung durch tollkühne Abenteuertypen, Verrückte, Irre. Wie können die sich nur in diese Apparate setzen und vom Boden abheben! Ein Heidenrespekt entstand, ein Korpsgeist innerhalb der Branche, eine spezielle Sprache gleich dazu, um die neue Technik zu beschreiben. Teilweise in Anlehnung an die maritime Welt, handelte es sich doch um Luftschifffahrt. Dann kam die Zeit, als die Bezwinger der Schwerkraft zu Helden des Fortschritts wurden. Kommunisten, Nazis, Demokraten – alle haben sie die Flieger auf den Schild gehoben.
Aus, Ende, fast vorbei. Heute leben wir in den unheroischen Zeiten der Massenfliegerei, der Billigheimer. Jeder darf rein. Alles muss mit. Der Kommerz tut ein übriges. Fliegeruhren, Pilotenkoffer, Bomberjacke – der Hauch des Heldentums ist käuflich zu erwerben. Jedoch ein Resträtsel ist geblieben, die Bewunderung ist noch da für diese Tausendsassa, die so ein 150-Tonnen-Ding mit ihren Fingerspitzen dirigieren. Die werden das schon beherrschen, denkt man sich, sitzen ja selber mit drin. Zwangsvertrauen zwecks Nervenschonung.
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