Wir haben es auch nicht leicht. Als wir auf die Idee zu Twitkrit kamen, dachten wir lange, den Gipfel der Beklopptheit erklommen zu haben. Von uns selbst als solche definierte 140-Zeichen-Literatur in nicht enden wollenden pseudointellektuellen Texten zu besprechen, wie bekloppt kann man sein? Zu unser aller Überraschung funktioniert das Konzept aber dennoch. Wir finden sogar: gut.
Nur, was dann? Was kann da noch kommen?
Da steht man also, am Rande des Wahnsinns und denkt darüber nach, wie man diesen noch weiter ausfransen kann. Hilflos liest man also in psychiatrischen Gutachten, geht Wahnvorstellung für Wahnvorstellung durch, um sich inspirieren zu lassen. Allein: es half alles nichts.
Gott sei Dank kommt in solchen Momenten ein roter Iro geflogen, der uns vom rechten Weg abbringt: Ja, es war Sascha Lobos Idee, eine Lesung zu veranstalten. Verdammt nochmal: Eine Twitterlesung!
Um es unumwunden zuzugeben: wir waren schockiert. Sascha aber bekniete uns und versicherte, er habe ein “Konzept“. Nach stundenlangem Kopfgeschüttel und etlichen Bieren brachten wir schließlich die schrillenden Alarmglocken gewaltsam zum Verstummen. Wir waren überzeugt.
Und so schuften wir bereits seit ein paar Wochen still und leise im Hintergrund und sehen bereits jetzt am Horizont einen Silberstreifen der Samstagabendunterhaltung vor sich hinglitzern. Ja, es wird funktionieren.
Und:
Hurra! Es gibt eine Twitterlesung!






