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	<title>Twitkrit &#187; mspro</title>
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	<description>Das Fachblog für Twitteraturkritik.</description>
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		<title>Max Joseph: #babelfail &#8211; Walter Benjamins Memmaschine</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 15:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mspro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Metatwit]]></category>
		<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[/*** Dieser Text ist im Magazin Max Joseph erschienen.***/ „Die Zeit schwingt sich wie eine Brezel durch die Natur. Die Feder malt die Landschaft, und entsteht eine Pause, so wird sie mit Regen ausgefüllt. Man hört keine Klage, denn es gibt keinen Firlefanz.“ Dies ist das Ergebnis eines Kinderspiels, wie Walter Benjamin es in einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>/*** <em>Dieser Text ist im Magazin <a href="http://www.bayerische.staatsoper.de/514--~kosmosoper~takt.html">Max Joseph</a> erschienen.</em>***/</p>
<blockquote><p>„Die Zeit schwingt sich wie eine Brezel durch die Natur. Die Feder malt die Landschaft, und entsteht eine Pause, so wird sie mit Regen ausgefüllt. Man hört keine Klage, denn es gibt keinen Firlefanz.“</p></blockquote>
<p>Dies ist das Ergebnis eines Kinderspiels, wie Walter Benjamin es in einer Passage seiner Denkbilder erzählt. Die Worte &#8220;<em>Brezel</em>&#8220;, &#8220;<em>Feder</em>&#8220;, &#8220;<em>Pause</em>&#8220;, &#8220;<em>Klage</em>&#8221; und &#8220;<em>Firlefanz</em>&#8221; sollten in dieser Reihenfolge in einem sinnvollen, möglichst kurzen Text münden. Benjamin ist voller Bewunderung für diese Zeilen, vergleicht sie mit den Texten der heiligen Schriften, bei denen ebenfalls „<em>der Sinn nur Hintergrund</em> [ist], <em>auf dem der Schatten ruht, den [die Worte] wie Relieffiguren werfen.</em>&#8221; Regeln, Vorgaben, ein Kind, ein Spiel; schreiben kann so einfach sein.</p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p>überhaupt twitter! so langsam komme ich benutzt zu es. <a href="https://twitter.com/search/%23babelfail">#babelfail</a></p>
<p>&mdash; Michael Seemann (@mspro) <a href="https://twitter.com/mspro/status/242330282261348353">September 2, 2012</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Dies ist ein Tweet, also eine Statusnachricht aus dem Internetdienst Twitter. Auf Twitter (zu deutsch „Zwitschern“) unterhalten sich Menschen in Textform in „Echtzeit“ miteinander. Jeder hat ein eigenes Profil und man kann die Nachrichten des jeweils anderen abonnieren. Wenn ich Abonnent von den Statusnachrichten eines anderen bin, heißt das aber nicht umbedingt, dass er meine Nachrichten ebenfalls abonniert hat. Es entstehen dadurch eigensinnige Formen von vernetzter Öffentlichkeit, bei denen manche Leute viele, andere weniger Leser erreichen. Ein Tweet hat wenig Regeln, eigentlich nur eine: fasse dich kurz, verwende weniger als 140 Zeichen.</p>
<p>* * *</p>
<p>In dem Text „<em>Die Aufgabe des Übersetzers</em>&#8221; bezeichnet Benjamin den heiligen Text als „<em>übersetzbar schlechthin.</em>&#8221; Die Frage der Übersetzbarkeit eines Textes stellt er so: &#8220;[…] <em>ob es seinem Wesen nach Übersetzung zulasse und demnach &#8211; der Bedeutung dieser Form gemäß &#8211; auch verlange.</em>&#8221; Ein Text ist eine Aufforderung zur Übersetzung, sagt Benjamin. Imperativ! Übersetze!</p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p>@<a href="https://twitter.com/mspro">mspro</a> Verloren in Übersetzung? Handle mit es. <a href="https://twitter.com/search/%23babelfail">#babelfail</a></p>
<p>&mdash; die ennomane (@ennomane) <a href="https://twitter.com/ennomane/status/242330977219776512">September 2, 2012</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Wenn man auf einen Tweet stößt, den man lustig findet, kann man versuchen, auf den Witz einzugehen, ihn zu variieren, vielleicht in die eine oder andere Richtung weiterzuspinnen. Manche Tweets tragen ihre eigene Konstruktionsanleitung in sich, die die Leser zum Spiel auffordert. Wenn dies gelingt und viele mitmachen, nennt man das ein &#8220;Mem&#8221;. Auf Twitter „ereignen sich“ des öfteren solche Meme.</p>
<p>* * *</p>
<p>Doch was ist denn nun die &#8220;<em>Aufgabe des Übersetzers</em>“? Benjamin verwehrt sich dagegen, dass es irgendwie darum ginge, einen eventuellen Sinn aus dem Original in die Zielsprache zu transferieren. Vielmehr gehe es um den Dienst am Werk. &#8220;<em>Denn in seinem Fortleben, das so nicht heißen dürfte, wenn es nicht Wandlung und Erneuerung des Lebendigen wäre, ändert sich das Original.</em>&#8221; In den Übersetzungen lebt das Werk weiter, entwickelt sich gar: &#8220;<em>In ihnen erreicht das Leben des Originals seine stets erneute und umfassendste Entfaltung.</em>&#8221;</p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p>Ich rate, dieses Mem tut nicht arbeiten. <a href="https://twitter.com/search/%23babelfail">#babelfail</a></p>
<p>&mdash; Anatol Stefanowitsch (@astefanowitsch) <a href="https://twitter.com/astefanowitsch/status/242336562615046144">September 2, 2012</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Das Wort &#8220;<em>Mem</em>&#8221; brachte der Evolutionsbiologe Richard Dawkins auf. In seinem Buch „<em>Das Egoistische Gen</em>&#8221; stellt er gegen Ende fest, dass es kulturelle Artefakte gibt, die sich ähnlich der Gene verhalten. Wie sich die DNA vermittels der RNA immer wieder selbst repliziert, erschaffen, kopieren und verwandeln sich die Meme mittels unserer Gehirne. Demokratie wäre so ein Mem oder der Monotheismus, aber auch Jeanshosen oder Ohrwürmer, Philosophien, Malstile und Vorurteile. Was Dawkins nicht vorhersah: er schuf die Grundlagen zur wichtigsten Kulturtheorie des Internets.</p>
<p>* * *</p>
<p>&#8220;<em>Denn kein Gedicht gilt dem Leser, kein Bild dem Beschauer, keine Symphonie der Hörerschaft.</em>“, stellt  Benjamin klar. Die Intention hat zurückzutreten, das Übersetzersubjekt hat in der Übersetzung keine Rolle zu spielen. &#8220;<em>Die wahre Übersetzung ist durchscheinend, sie verdeckt nicht das Original, steht ihm nicht im Licht, sondern läßt die reine Sprache, wie verstärkt durch ihr eigenes Medium, nur um so voller aufs Original fallen.</em>&#8221; Der Übersetzer als schöpferisches Subjekt verunreinigt diesen Vorgang nur.</p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p>Tu nicht lasse mich sein missverstanden: Es ist alles oben zu dir. <a href="https://twitter.com/search/%23babelfail">#babelfail</a></p>
<p>&mdash; Detlef Guertler (@DetlefGuertler) <a href="https://twitter.com/DetlefGuertler/status/242346446400143361">September 2, 2012</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Das Wort mit dem vorangestellten Rautezeichen, &#8220;<em>#babelfail</em>&#8220;, ist die Konstante in diesem Twittermem. Es versammelt alle Tweets dieses Mems, wie Scherben eines zerbrochenen Gefäßes. Das Wort „<em>Fail</em>“ ist von „<em>Failure</em>“ (Versagen) abgeleitet und selbst ein Internet-Mem. In dem Forum 4chan wurde das Fail-Mem geboren und hat bis heute eine beachtliche Karriere gemacht. Niemand weiß, wer es erfand,  aber darauf kommt es auch nicht an. Meme ereignen sich und sie schreiben sich selbst immer weiter fort. Sein Autor ist das Konstruktionsprinzip, seine Identität das Schlagwort, Gehirnmasse ist nur das Trägermedium.</p>
<p>* * * </p>
<p>Die Übersetzung hat nach Benjamin nur ein Ziel: &#8220;<em>Wie nämlich Scherben eines Gefäßes, um sich zusammenfügen zu lassen, in den kleinsten Einzelheiten einander zu folgen, doch nicht so zu gleichen haben, so muß, anstatt dem Sinn des Originals sich ähnlich zu machen, die Übersetzung liebend vielmehr und bis ins Einzelne hinein dessen Art des Meinens in der eigenen Sprache sich anbinden, um so beide wie Scherben als Bruchstück eines Gefäßes, als Bruchstück einer größeren Sprache erkennbar zu machen.</em>&#8221;</p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p>This <a href="https://twitter.com/search/%23babelfail">#babelfail</a> match might eventually be maintaining, but I am now too ready.</p>
<p>&mdash; Carsten Orthbandt (@ptCaos) <a href="https://twitter.com/ptCaos/status/242342435357880321">September 2, 2012</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Der Reiz eines Mems macht dessen Variationsbreite aus. Es braucht neben einem wiedererkennbaren Kern immer auch alternierende Elemente. Das geht so: Jeder neue Tweet muss zu den bisherigen Tweets seine Anschlussfähigkeit behalten und gleichzeitig so originell rüberkommen, dass er erneut eine Irritation auslöst. Denn es geht nicht um den einzelnen Tweet, sondern um das Ganze, das Mem, das versucht, sich immer wieder zu replizieren. Jeder Wendung, jede Neuerung ist eine Hypothese, die einen neuen evolutionären Sprung verspricht, oder in einer Sackgasse endet. Die Vielheit durch Einheit, Einheit durch Vielheit und der umbedingte Wille zu überleben, das zeichnet das Mem aus.</p>
<p>* * * </p>
<p>Doch wie kann der Aufgabe des Übersetzers überhaupt entsprochen werden? Wie kann das Fortleben des Werkes einerseits und das übergeordnete Ziel &#8211; das Fügen der Bruchstücke dieser größere Sprache &#8211; von statten gehen? Benjamin überrascht: „<em>Das vermag vor allem Wörtlichkeit in der Übertragung der Syntax und gerade sie erweist das Wort, nicht den Satz als das Urelement des Übersetzers. Denn der Satz ist die Mauer vor der Sprache des Originals, Wörtlichkeit die Arkade.</em>“</p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p>.@<a href="https://twitter.com/astefanowitsch">astefanowitsch</a> <a href="https://twitter.com/search/%23babelfail">#babelfail</a> arbeit aus. beweise mich falsch!</p>
<p>&mdash; Michael Seemann (@mspro) <a href="https://twitter.com/mspro/status/242337807098576896">September 2, 2012</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Wörtlichkeit in der Übersetzung kann zu lustigen Tweets führen. In unserem, extra für diesen Text gestarteten Twittermem &#8220;<em>#babelfail</em>&#8221; entspringt aus der Interlinearübersetzung geflügelter englischer Worte ein eigenwilliger Dialog der Sprachen. Dem des Englischen mächtigen Leser kommt die Syntax und Grammatik zwar bekannt vor, doch wirkt dies in der Kombination mit den deutschen Begriffen irritierend. Das Konstruktionsprinzip ist leicht zu verstehen und lädt unterbeschäftigte Gehirne ein, nach ähnlichen Beispielen zu fahnden. </p>
<p>* * *</p>
<p>In dem frühen Aufsatz „<em>Über Sprache überhaupt und über die Sprache des Menschen</em>“ beschreibt Benjamin seine Vorstellung vom Ursprung der Sprachen. Seiner Ansicht nach drücken die Dinge in der Welt ihr Wesen in ihrer jeweils eigenen Sprache aus. Der Mensch ist nun das Geschöpf, das diese Sprache zu vernehmen vermag und sogleich übersetzt. Die Übersetzung dieses &#8220;<em>Sich-mitteilen-der-Dinge</em>&#8221; ergibt eine universellere, höhere Sprache: die Menschliche. Die Menschensprache abstrahiere quasi die Sprache der Dinge in eine Sprache höherer Ordnung. „<em>Alle höhere Sprache ist Übersetzung der niederen, bis in der letzten Klarheit sich das Wort Gottes entfaltet, das die Einheit dieser Sprachbewegung ist.</em>“</p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p>Ein Keinhirner! <a href="https://twitter.com/search/%23babelfail">#babelfail</a></p>
<p>&mdash; Max Winde (@343max) <a href="https://twitter.com/343max/status/242334706614546434">September 2, 2012</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Im Gegensatz zur Sprache findet die Übersetzungsleistung bei Memen nicht auf der wörtlichen Ebene statt. Statt Worten wird ein Formungsprinzip, eine Handlungsanleitung übersetzt. In unserem Beispiel: „<em>Nimm englische Phrase, übersetze sie wörtlich, prüfe ihre humoristische Qualität, twittere sie mit dem Schlagwort &#8220;#babelfail</em>&#8220;. Eine Art Algorithmus ist es, der übersetzt, jedes Mem ist eine Maschine. Und gleichzeitig können Internet-Meme als eigene Form von Sprache aufgefasst werden. Eine Metasprache, die sich statt aus Worten aus abstrakten Strukturelementen zusammensetzt, die eine ungekannte Komplexität erreicht, aber im Endeffekt ähnlichen Regeln gehorcht.</p>
<p>* * *</p>
<p>Der übersetzbare Text nach Benjamin ist &#8211; wie der heilige Text &#8211; ein Text jenseits des Sinns. &#8220;<em>Wo der Text unmittelbar, ohne vermittelnden Sinn, in seiner Wörtlichkeit der wahren Sprache, der Wahrheit oder der Lehre angehört, ist er übersetzbar schlechthin.</em>&#8221; Wie das Kinderspiel am Anfang des Textes aus den Elementarteilchen der Wortwahl, so erschafft die treue Wort-für-Wort-Übersetzung ein quasi-algorithmisches Satzformungsschema, das den Sinn „<em>von Abgrund zu Abgrund</em>&#8221; stürzen lässt. Ich habe mir erlaubt, dieses Satzformungsschema in ein Twittermem zu übersetzen. Warum? Walter Benjamins Memmaschine verlangte es von mir.</p>
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		<title>Twitterlesung auf der Mobile Tech Conference</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2012/08/22/twitterlesung-auf-der-mobile-tech-conference/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Aug 2012 13:42:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mspro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wieder so weit. Die nächste Twitterlesung naht. Diesmal am 4. September auf Einladung der Mobile Tech Conference in Frankfurt am Main. Wir werden wieder Tweets lesen, die thematisch passen, was uns nicht schwer fällt, denn der mobile Lebensstil ist immerhin der Gründungsmythos der hiesigen Twitteria. Das Ganze findet im Rahmen der Abendverstanstaltung &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wieder so weit. Die nächste Twitterlesung naht. Diesmal am <strong>4. September</strong> auf Einladung der <a href="http://mobiletechcon.de/2012">Mobile Tech Conference</a> in Frankfurt am Main. Wir werden wieder Tweets lesen, die thematisch passen, was uns nicht schwer fällt, denn der mobile Lebensstil ist immerhin der Gründungsmythos der hiesigen Twitteria. </p>
<p>Das Ganze findet im Rahmen der Abendverstanstaltung &#8211; der <a href="http://mobiletechcon.de/2012/mobilecommunitynight/">Mobile Community Night</a> &#8211; statt. Und das beste ist: Obwohl die Konferenz Geld kostet, ist die Abendveranstaltung und damit die Twitterlesung <strong>frei</strong>! Man muss sich nur <a href="http://www.amiando.com/TIFDCKR">anmelden</a>. </p>
<p>Also kommt alle vorbei und nehmt Eure Freunde und deren Brüder und ihre Freundin und deren Mütter mit! </p>
<p>Hier die Daten: </p>
<p><em>Ort</em>: Interkontinental Frankfurt am Main<br />
Wilhelm-Leuschner-Strasse 43<br />
60329 Frankfurt am Main</p>
<p><em>Zeit</em>: 4. September 2012, 20:45 &#8211; 22:00 Uhr.</p>
<p><em>Es lesen</em>:</p>
<p>@<a href="http://twitter.com/PickiHH">PickiHH</a><br />
@<a href="http://twitter.com/branek">branek</a><br />
@<a href="http://twitter.com/mspro">mspro</a></p>
<p>Eintritt frei!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ein Mac für @hoch21</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/11/09/ein-mac-fur-hoch21/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 19:31:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mspro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>
		<category><![CDATA[hoch21]]></category>

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		<description><![CDATA[@hoch21 ist kein Unbekannter. Vor allem nicht hier. Und er hat ein Problem. Sein Rechner ist kaputt und er kann sich keinen neuen leisten. [Link] Ich bin der Meinung, dass wir unser Geld kaum besser anlegen können, als in die Zukunft unserer Timelines. Also in @hoch21. Und deswegen habe ich eine Spendenseite auf Betterplace.org eingerichtet, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@<a href="https://twitter.com/#!/hoch21">hoch21</a> ist kein Unbekannter. Vor allem nicht <a href="http://www.twitkrit.de/tag/hoch21/">hier</a>. Und er hat ein Problem. Sein Rechner ist kaputt und er kann sich keinen neuen leisten.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/6329828682/" title="Bildschirmfoto 2011-11-09 um 20.09.42 by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6033/6329828682_25e17b77ba_b.jpg" width="727" height="452" alt="Bildschirmfoto 2011-11-09 um 20.09.42"></a><br />
[<a href="https://twitter.com/#!/hoch21/status/132481766219972608">Link</a>]</p>
<p>Ich bin der Meinung, dass wir unser Geld kaum besser anlegen können, als in die Zukunft unserer Timelines. Also in @hoch21. Und deswegen habe ich <a href="http://www.betterplace.org/de/groups/hoch21-mac?">eine Spendenseite auf Betterplace.org eingerichtet</a>, um ihm seinen Mac zu bezahlen. Aus dem Text:</p>
<blockquote><p>Und weil ich finde, dass @hoch21 immer von überall her twittern soll, will ich dass er ein Macbook haben soll. Pro. Oder Air. Was immer er haben will. Und vielleicht sogar Software dazu. Deswegen setze ich die Summe mal auf 2500 Euro an.</p></blockquote>
<p>Bitte geht also <a href="http://www.betterplace.org/de/groups/hoch21-mac?">rüber</a> und BEZAHLT IHM SEINEN VERDAMMTEN MAC!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Perfektion und Geschmack</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 12:58:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mspro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>
		<category><![CDATA[euphoriefetzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Dinge, die sind gut. Es gibt Dinge, die sind schlecht. Dann gibt es Dinge, die sind im Prinzip gut, sind aber schlecht gemacht. Und dann gibt es Dinge, bei denen es egal ist, ob sie schlecht gemacht sind, weil sie trotzdem gut sind. Und vica versa. Und dann gibt es noch Dinge, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Dinge, die sind gut. Es gibt Dinge, die sind schlecht. </p>
<p>Dann gibt es Dinge, die sind im Prinzip gut, sind aber schlecht gemacht. </p>
<p>Und dann gibt es Dinge, bei denen es egal ist, ob sie schlecht gemacht sind, weil sie trotzdem gut sind. Und vica versa.</p>
<p>Und dann gibt es noch Dinge, die nur perfekt gut genug sind, um nicht schlecht zu sein. </p>
<p>Wie Modetwitterer @<a href="https://twitter.com/#!/Euphoriefetzen/">Euphoriefetzen</a> weiß:</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/6123288291/" title="Bildschirmfoto 2011-09-07 um 14.52.11 by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6200/6123288291_49310a0e11_z.jpg" width="640" height="256" alt="Bildschirmfoto 2011-09-07 um 14.52.11"></a><br />
[<a href="https://twitter.com/#!/Euphoriefetzen/status/110812980249231360">Link</a>]</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Witze über den Tod auf Twitter</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/08/24/witze-uber-den-tod-auf-twitter/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 10:36:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mspro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>
		<category><![CDATA[dikator]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war eine Lawine, nein, zwei, nein, drei. Erst die Newsmeldungen, die einer, zwei, alle retweteten. Dann die Trauerbekundungen. &#8220;Danke&#8221;, &#8220;wird fehlen&#8221;, &#8220;eine großer&#8221; bekam man überall zu lesen. Dazu kamen die Zitate. Alle, wirklich alle zitierwürdigen Passagen aus seinem Werk wurden in Tweets verpackt, &#8220;Ente in Badewanne&#8221;, &#8220;Sitzkreis&#8221;, &#8220;Lametta&#8221;, immer wieder, überall, alles mehrfach. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war eine Lawine, nein, zwei, nein, drei. Erst die Newsmeldungen, die einer, zwei, alle retweteten. Dann die Trauerbekundungen. &#8220;Danke&#8221;, &#8220;wird fehlen&#8221;, &#8220;eine großer&#8221; bekam man überall zu lesen. Dazu kamen die Zitate. Alle, wirklich alle zitierwürdigen Passagen aus seinem Werk wurden in Tweets verpackt, &#8220;Ente in Badewanne&#8221;, &#8220;Sitzkreis&#8221;, &#8220;Lametta&#8221;, immer wieder, überall, alles mehrfach. Einige beschränkten sich darauf, Sketche auf Youtube zu verlinken. Einige Stunden ging das so. Deutschlands Twitterer kannten gestern kein anderes Thema als den Tod von Loriot.</p>
<p>Und auch wenn das nach einiger Zeit ziemlich auf die Nerven ging, hatte das alles seine Berechtigung.  Die Leute waren berührt und jeder trauerte auf seine Art. Es gibt nur wenige, die von allen geliebt werden und zwar zurecht. Loriot ist &#8211; nicht nur in diesem Punkt &#8211; eine extreme Ausnahme. </p>
<p>Das Einzige, was wirklich schlimm war, waren die schlechten Gags. Nicht, dass man über den Tod keine Witze machen sollte, das soll man schon. Aber wenn einer wie Loriot stirbt, <strong>dann bitte nur gute!</strong> </p>
<p>Einen, habe ich gezählt. Einen einzigen guten. Von @<a href="http://twitter.com/diktator">diktator</a>:</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/6076240822/" title="Bildschirmfoto 2011-08-24 um 12.10.26 by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6201/6076240822_6015f33415_z.jpg" width="570" height="342" alt="Bildschirmfoto 2011-08-24 um 12.10.26"></a><br />
[<a href="https://twitter.com/#!/diktator/status/106134223408218112">Link</a>]</p>
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		<title>Too Much Information</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/08/17/to-much-information/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 09:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mspro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>
		<category><![CDATA[filtersouveränität]]></category>
		<category><![CDATA[scytale]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Frage, sich sich der gemeine Twitterer immer wieder stellt, ist: Wo beginnt too much information? Ich, als Frei-Schnauzetwitterer, habe das schon oft an den Kopf geworfen bekommen, zum Beispiel als ich vom Geruch meines Urins nach einem Spargelmahl twitterte, der in seinem Aroma … lassen wir das. Gerade gestern kam ich wieder in so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frage, sich sich der gemeine Twitterer immer wieder stellt, ist: Wo beginnt <em>too much information</em>? Ich, als Frei-Schnauzetwitterer, habe das schon oft an den Kopf geworfen bekommen, zum Beispiel als ich vom Geruch meines Urins nach einem Spargelmahl twitterte, der in seinem Aroma … lassen wir das.</p>
<p>Gerade gestern kam ich wieder in so eine Verlegenheit, darüber nachzudenken, was geht und was nicht. Ich hatte die Google Bildersuche, die man jetzt auch mit einer URL zu einem Bild als Suchanfrage bestücken kann, ausprobiert. Und zwar mit meinem <a href="https://si0.twimg.com/profile_images/1074244243/Profil_kleiner.jpg">Twitterprofilbild</a>. Ich wollte schauen, wie weit da die Gesichtserkennung andere Bilder von mir findet, aber unter &#8220;<a href="http://www.google.de/search?tbs=sbi:AMhZZiudIc6RE68qHi_13IVijk3dKvj1E-I-7zo9VC3yHaZQ1m28d4caiIAHgMZaSrwODmiwJcXJVF51z35vN976NxCinjlUEecV-5PnbydUS7ABLV1whAD3D-wc7uEMWAP0lJryvpZLAR4BfMOrUHgJnK5FsUaIYFXdjtylUhcbL7A70Me00cIvps3nBjVOwTLQHxZRd3wARwatFqrprtk4BUX0thzHzdGSu6wVNsle8738U4jkXP_16U1JjYhF7wXS6JV7t5njZHovNfMGo3pHE-WGeq158VPLeZ0jndH6or_1X60Hhn8sgYxshNOQa8u2eVT5UhqfUfcnCUvtETvzY8cEBtGspa_1IWyjvSzCMmSZZSin3xYDarZDKT-A4pk-4PhhsvDzim1T4Zhz_13rFP8r3Bucb81zubu093TjvErtFb0Tkk5vTn7zBLu6HnCoCAjd-n59qTcEW3qv9wE_1hYxeOQV9DSuM8pXzluem8OMDs1tHerlU6sjUM09uisbfG_1AX_1wtKg2RDIJ71iF2fflO4bXNHBFXq3HwhW06w-XQhd6liFK0rQ69at3RSOuTkFv9mSuE1bJ6jgwBlIGLmOa-3kiTXlbrJoQ9trmgMuvGb5Ubr0EotMA0zQH5MGctbQgpoToGs4phYMO3P2Bkf0D5-mZJlwgzuvF2qSszN0smPDnAK_1moLGkZJZ9waoBaLsb6TjG6UDYTzLbrygIssapkKgbOqU58FedApwYEkQffPQszX-Ns-d7oq9NEcz6blNmX9vUVCrqbVrf_1YRDXng9UDa45qNlvcciykLWZCejNRy46SLE_1X7Yg4ZXywATLaKN8nlOoxoDYbgogwvlreghgVcbKHZjJ99L0Hn6Vbe55r5tge6nHzUa1dXtHU-Vgg8924ulh7eYyqb5YuEqN6PJ5fNonj2RwYjtDSc8z4rNCFEZ49GQKgbW3hofx7MRwr3FR76py7e7O0P7A_1dQSoLDlpN_12ms8aqCVRRcNi6lrKgaDKnXsENXr6eXjlRhnRAeQpG3_1b03vKW6YSqezvq2r2KhSW2qBPalVWNhnZJ8LVZ3QKUo9xRMAmL7i14c6kagsa0ht9pcAS0obdu8oUVXLAs8DOLp7eyd3si3wbde5GvjCTewL2Y9h7eMqRppcr8217Ts5RnmdSxkUA4fX-bWHPe3EU-uRpigJS968upVZBDPWAH18U0K20IjiDqSpgDeObzkKoxXLSINiCBYaRSGpyhiJsQgtZQUBDyFoCZVOAhzeW2vLfuen9jssOeF9J00DyOG85fS2cKkwyHqvk8x41VJGtOqMEG54i0ZL_1kzlvGFyGoObPmRkQ8&amp;num=10&amp;hl=de&amp;safe=off&amp;bih=779&amp;biw=1128">optisch ähnliche bilder</a>&#8221; warteten andere Überraschungen: Nämlich der ein oder andere Blowjob.</p>
<p>Blowjobs, die aussehen wie ich? <strong>GEIL!</strong> Gerade wollte ich anfangen, ein Meme daraus zu basteln: <em>#blowjobslookalike</em> &#8211; du twitterst ein Blowjobbild, von dem Google meint, dass es aussieht wie dein Gesicht. Der Tweet war bereits fertig, inklusive einem Link zum entsprechenden Bild, da überfielen mich Zweifel. Schnell brachte ich noch ein<em> #nsfw</em> an. Aber auch das löste die Hemmung nicht. Also ließ ich es.</p>
<p>Nun bin ich ein freiheitliebender Mensch, besonders was meine Redefreiheit angeht, und es ist ein blödes Gefühl, etwas nicht zu sagen oder zu twittern, um andere nicht damit zu belästigen. Aus diesem Grund habe ich damals eigentlich die &#8220;<a href="http://carta.info/39625/vom-kontrollverlust-zur-filtersouveranitat/">Filtersouveränität</a>&#8221; erfunden. Sie ist meine in der Filterfähigkeit des Anderen realisierte, absolute Redefreieheit, und so antwortete ich unlängst auf Formspring auf die Frage, wo &#8220;too much information&#8221; anfängt folgerichtig mit: <a href="http://www.formspring.me/mspro/q/220481622326147152">&#8220;<em>dort, wo follow aufhört</em>&#8220;</a>.</p>
<p>Aber natürlich ist es schwierig, das Filtern. Selbst auf Twitter. Wenn ich jahrelang immer anständigen Kram getwittert habe und auf einmal mit Penisbildern komme, dann hilft kein Filter gegen dieses Ereignis. Der Abonnent muss schließlich wissen, auf was er sich einlässt.</p>
<p>Und da kommt mir wieder die Idee der &#8220;<a href="http://www.ctrl-verlust.net/channels-statt-circles-google-reparieren/">Cannels statt Circles</a>&#8221; in den Kopf. Wenn ich jetzt einen eigenen Channel für &#8220;<em>Not Safe For Work</em>&#8221; eröffnete und bediente, würde jeder wissen, was ihn dort erwartet. Die Idee ist jetzt übrigens bereits umgesetzt, auf ne Art. Und zwar in <a href="http://subjot.com/mspro">Subjot</a>. Da hab ich ihn einfach mal realisiert, meinen <a href="http://subjot.com/mspro/nsfw">#nsfw-Channel</a>.</p>
<p>So ist das nämlich. Es braucht nur feiner granulierte Filterung auf Twitter. Überhaupt, sollte man alles ganz genau einstellen können, damit sich die Filtersouveränität des Anderen um so speziefischer entfalten kann. Und zwar als Channel, als abonnierbaren Content, nicht als Privacyeinstelltung des Senders. Sonst passiert das hier:</p>
<p><a title="Bildschirmfoto 2011-08-17 um 11.12.22 by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/6052043055/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6069/6052043055_3c42c73ec9_z.jpg" alt="Bildschirmfoto 2011-08-17 um 11.12.22" width="563" height="353" /></a><br />
[<a href="https://twitter.com/#!/Scytale/status/103266649716699136">Link</a>]</p>
<p>PS: Ich wünsche Subjot gutes Gelingen und ein schöneres Interface!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Das Menschsubstitut</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/07/20/das-menschsubstitut/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 16:33:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mspro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie wissen wir ab einem Punkt in unserem Leben, dass wir unsere besten Tage gesehen haben. Oder zumindest bald sehen werden. Bislang hatte man immer das Gefühl die Spitze der Bewegung zu sein, den gerechten Kampf gegen die Widerstände der altgedienten Strukturen zu kämpfen, das Neue zu repräsentieren und sich dabei beweisen zu müssen. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie wissen wir ab einem Punkt in unserem Leben, dass wir unsere besten Tage gesehen haben. Oder zumindest bald sehen werden. Bislang hatte man immer das Gefühl die Spitze der Bewegung zu sein, den gerechten Kampf gegen die Widerstände der altgedienten Strukturen zu kämpfen, das Neue zu repräsentieren und sich dabei beweisen zu müssen. </p>
<p>Und auf einmal ist es andersrum. Man hatte gar nicht gemerkt, dass man angekommen war, man jetzt selbst auch irgendwie da oben sitzt, während von unten die Jüngeren anfangen gegenzudrücken, anzukämpfen, mit Ideen und Konzepten, die man nicht mehr versteht, oder zumindest nicht mag. </p>
<p>Dann ist es so weit. Dann beginnt der Verteidigungskampf.</p>
<p>Vieles deutet darauf hin, dass die Menschheit das nun als Ganzes jetzt gerade erlebt. <a href="http://www.ctrl-verlust.net/piwik/plugins/Live/templates/images/file1.png">Und zwar gegen die Maschinen, die Algorithmen, die immer mehr Bereiche unseres zutiefst menschlichen Seins, zu ersetzen drohen</a>. Der Mensch, das Auslaufmodell? </p>
<p>Vielleicht. Doch während jetzt die Humanisten mobil machen, gegen den Feind aus unseren Fabriken, sollte man diese andere Gefahr auch nicht außer Acht lassen. Gut, dass @<a href="https://twitter.com/#!/Afelia/">Afelia</a> uns daran erinnert, wer der wirkliche Feind ist!</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5958388390/" title="Bildschirmfoto 2011-07-20 um 18.05.14 by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6001/5958388390_bd1ae1ab45_z.jpg" width="640" height="225" alt="Bildschirmfoto 2011-07-20 um 18.05.14"></a><br />
<a href="https://twitter.com/#!/Afelia/status/83510934093574144">Link</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Flitterblase?</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/07/13/die-flitterblase/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 19:56:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mspro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Bekanntlich wurde auf der re:publica 2011 das Primärziel von Twitter neu definiert. Es geht alles nur um&#8217;s Flittern! Von Felix Schwenzel stammt die Weisheit, dass Blogs die längste Kontaktanzeige der Welt seien. Das gilt mindestens ebenso für Twitter. Ich persönlich kenne viele, die durch Twitter ihr Sexleben enorm aufgebessert haben. Frauen wie Männer. Einige langfristige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bekanntlich wurde auf der re:publica 2011 das Primärziel von Twitter neu definiert. Es geht alles nur um&#8217;s <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/what%E2%80%99s-happening-love/">Flittern</a>! Von Felix Schwenzel stammt die Weisheit, dass Blogs die <a href="http://wirnennenesarbeit.de/index.html?nr=20061013221540">längste Kontaktanzeige der Welt</a> seien. Das gilt mindestens ebenso für Twitter.</p>
<p>Ich persönlich kenne viele, die durch Twitter ihr Sexleben enorm aufgebessert haben. Frauen wie Männer. Einige langfristige Pärchen haben sich über die 140 Zeichen kennengelernt und wollen sogar heiraten. Alles twittert, zwitschert und vögelt also in trauter Vielsamkeit und von dem ein oder anderen gebrochenen Herzen abgesehen, scheint sich sogar für hoffnungslose Fälle die Lage verbessert zu haben.</p>
<p>Doch ist die Lage wirklich so rosarot? @<a href="https://twitter.com/#!/DieWucht">DieWucht</a> hat so ihre Zweifel:</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5934784512/" title="Bildschirmfoto 2011-07-13 um 21.24.41 by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6007/5934784512_2ff9b02d29_z.jpg" width="640" height="365" alt="Bildschirmfoto 2011-07-13 um 21.24.41"></a><br />
[<a href="https://twitter.com/#!/DieWucht/status/89740368630910976">LINK</a>]</p>
<p>Ich wollte gerade einwenden, dass … aber ich komm ja aus Hannover.</p>
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		<title>Trolleranz</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/06/22/trolleranz/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 09:52:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mspro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>
		<category><![CDATA[myrenewal]]></category>
		<category><![CDATA[toleranz]]></category>

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		<description><![CDATA[Toleranz ist ein wesentlicher Wert in fortschrittlichen Gesellschaften. Mit Toleranz haben wir es geschafft nicht nur soziale Konflikte auf ein mehr oder minder managebares Maß zu reduzieren, sondern durch ständige Penetration der Gesellschaft mit Andersheit, auch ein größeres Maß an gesellschaftlicher Freiheit zu erreichen. Mit dem Internet hat diese Entwicklung einen enromen Sprung nach vorn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Toleranz ist ein wesentlicher Wert in fortschrittlichen Gesellschaften. Mit Toleranz haben wir es geschafft nicht nur soziale Konflikte auf ein mehr oder minder managebares Maß zu reduzieren, sondern durch ständige Penetration der Gesellschaft mit Andersheit, auch ein größeres Maß an gesellschaftlicher Freiheit zu erreichen. </p>
<p>Mit dem Internet hat diese Entwicklung einen enromen Sprung nach vorn getan. Wir brauchen heute noch viel mehr Toleranz als je zu vor, weil das Netz heute eben viel mehr Bereiche zu Tage fördert, in denen wir inkompatibel sind. Bei dem Typen auf der Straße sehe ich nicht, was er für eine politische Einstellung hat. Wenn ich den selben Menschen in den Kommentaren bei Welt.de treffe, dann muss ich damit umgehen lernen.<br />
<span id="more-2918"></span><br />
Schlimmerweise ist die Intoleranz gegenüber Andersmeinenden gerade auch in der sich am aufgeklärtesten haltenden Gruppe aktiv: der sich links wähnenden liberalen Twitterer. Jeden Montag kann man die Shitstormuhr nach @<a href="http://twitter.com/janfleischhauer">janfleischhauer</a>s Kolumne stellen und einen Rant-Termin zum jährlichen <a href="www.medienforum.nrw.de/">Blogger vs. Journalisten-Tunier</a> vorteintragen. Und währned diejenigen, die das schon länger mitmachen, <a href="http://themenriff.de/2011/06/22/die-nullmacher/">so langsam in den Schlaf gelullt werden</a>, ringen die anderen noch nach Fassung.</p>
<p>Es ist eben nicht leicht mit der gelebten Pluralität. Ganz einfach weil der Andere eben unrecht hat, totalen Quatsch erzählt und sowieso ein Lobbyist ist oder ein Troll. Dennoch plädiere ich hiermit für einen fairen Umgang mit den Meinungen anderer, auch bei uns auf Twitter. Man nehme sich ein Beispiel an @<a href="http://twitter.com/myrenewal">myrenewal</a>!</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5859733028/" title="Bildschirmfoto 2011-06-22 um 11.33.48 by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5228/5859733028_36aa9a3def_z.jpg" width="615" height="383" alt="Bildschirmfoto 2011-06-22 um 11.33.48"></a></p>
<p>[<a href="https://twitter.com/#!/myrenewal/status/82460532258512896">Link</a>]</p>
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		<title>Wehret den weißen Hitler-Schwänen</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/06/15/wehret-den-weisen-hitler-schwanen/</link>
		<comments>http://www.twitkrit.de/2011/06/15/wehret-den-weisen-hitler-schwanen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 13:32:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mspro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>
		<category><![CDATA[gregorsedlag]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mensch ist ein einfältiges Wesen. Als am 11. September die Flugzeuge in diese Hochhäuser da knallten, wirbelten alle Politiker herum, schauten sich den Tathergang an und verboten Stricknadeln, Rasiermesser und Haarshampoo zur Mitnahme in die Flugzeuge. Wenn man an genau den einzelnen Stellen ansetzt, an dem die Terroristen einmal die Sicherheit überwinden konnten, hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mensch ist ein einfältiges Wesen. Als am 11. September die Flugzeuge in diese Hochhäuser da knallten, wirbelten alle Politiker herum, schauten sich den Tathergang an und verboten Stricknadeln, Rasiermesser und Haarshampoo zur Mitnahme in die Flugzeuge. </p>
<p>Wenn man an genau den einzelnen Stellen ansetzt, an dem die Terroristen einmal die Sicherheit überwinden konnten, hat man was? Genau: gefühlte Bullshitsicherheit. Weil wir eine bestimmte Situation einmal erlebt haben, glauben wir daraus die Zukunft ablesen zu können. Dass andere Terroristen andere Ideen zum Terror haben können, verdrängen wir. Wir glauben, uns darauf vorbereiten zu müssen, dass das Ereignis genau so wieder eintritt. Neue Flugzeuge im Hochhaus gilt es also zu verhindern.</p>
<p>Nassim Nicolas Taleb nennt das einen <em>Black Swan</em>. Wir Menschen sind so gebiased von unserer Erfahrung weißer Schwänen, dass wir die Existenz eines schwarzen Schwans nicht nur ausschließen, sondern an diese Möglichkeit nicht mal denken. Wir denken nicht an schwarze oder weiße Schwäne. Schwäne sind einfach große, weiße Vögel.</p>
<p>Was lernen wir nun daraus? Dass Ereignisse erstens anders und zweitens als man denkt eintreten. Und dass der Mensch in diesen Dingen halt einfach <a href="http://www.ctrl-verlust.net/what-about-us-die-antiquiertheit-des-humanisten/">kein guter Entscheider ist</a>. Und dass also das ganze Getue um sich auf ein konkret vorgestellte Zukunft vorbereiten völliger Humbug ist.</p>
<p>Und so ist das auch mit Hitler. Es wird kein neuer Hitler kommen. Es könnte etwas kommen, das vielleicht ähnlich schlimm ist, wie Hitler, aber eben ganz anders. Aber dieses Etwas können wir heute nicht sehen. Vor können wir dessen Anfänge nicht sehen. Denn die beginnen bekanntlich immer auf der Rückseite des Mondes, wie @<a href="http://twitter.com/gregorsedlag">gregorsedlag</a> weiß:</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5836174572/" title="Bildschirmfoto 2011-06-15 um 15.09.09 by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3508/5836174572_b4c2849e04.jpg" width="500" height="344" alt="Bildschirmfoto 2011-06-15 um 15.09.09"></a><br />
[<a href="https://twitter.com/#!/gregorsedlag/status/78844616119566336">Link</a>]</p>
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