Twitkrit

Ein Mac für @hoch21

@hoch21 ist kein Unbekannter. Vor allem nicht hier. Und er hat ein Problem. Sein Rechner ist kaputt und er kann sich keinen neuen leisten.

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Ich bin der Meinung, dass wir unser Geld kaum besser anlegen können, als in die Zukunft unserer Timelines. Also in @hoch21. Und deswegen habe ich eine Spendenseite auf Betterplace.org eingerichtet, um ihm seinen Mac zu bezahlen. Aus dem Text:

Und weil ich finde, dass @hoch21 immer von überall her twittern soll, will ich dass er ein Macbook haben soll. Pro. Oder Air. Was immer er haben will. Und vielleicht sogar Software dazu. Deswegen setze ich die Summe mal auf 2500 Euro an.

Bitte geht also rüber und BEZAHLT IHM SEINEN VERDAMMTEN MAC!

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Perfektion und Geschmack

Es gibt Dinge, die sind gut. Es gibt Dinge, die sind schlecht.

Dann gibt es Dinge, die sind im Prinzip gut, sind aber schlecht gemacht.

Und dann gibt es Dinge, bei denen es egal ist, ob sie schlecht gemacht sind, weil sie trotzdem gut sind. Und vica versa.

Und dann gibt es noch Dinge, die nur perfekt gut genug sind, um nicht schlecht zu sein.

Wie Modetwitterer @Euphoriefetzen weiß:

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Witze über den Tod auf Twitter

Es war eine Lawine, nein, zwei, nein, drei. Erst die Newsmeldungen, die einer, zwei, alle retweteten. Dann die Trauerbekundungen. “Danke”, “wird fehlen”, “eine großer” bekam man überall zu lesen. Dazu kamen die Zitate. Alle, wirklich alle zitierwürdigen Passagen aus seinem Werk wurden in Tweets verpackt, “Ente in Badewanne”, “Sitzkreis”, “Lametta”, immer wieder, überall, alles mehrfach. Einige beschränkten sich darauf, Sketche auf Youtube zu verlinken. Einige Stunden ging das so. Deutschlands Twitterer kannten gestern kein anderes Thema als den Tod von Loriot.

Und auch wenn das nach einiger Zeit ziemlich auf die Nerven ging, hatte das alles seine Berechtigung. Die Leute waren berührt und jeder trauerte auf seine Art. Es gibt nur wenige, die von allen geliebt werden und zwar zurecht. Loriot ist – nicht nur in diesem Punkt – eine extreme Ausnahme.

Das Einzige, was wirklich schlimm war, waren die schlechten Gags. Nicht, dass man über den Tod keine Witze machen sollte, das soll man schon. Aber wenn einer wie Loriot stirbt, dann bitte nur gute!

Einen, habe ich gezählt. Einen einzigen guten. Von @diktator:

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Too Much Information

Eine Frage, sich sich der gemeine Twitterer immer wieder stellt, ist: Wo beginnt too much information? Ich, als Frei-Schnauzetwitterer, habe das schon oft an den Kopf geworfen bekommen, zum Beispiel als ich vom Geruch meines Urins nach einem Spargelmahl twitterte, der in seinem Aroma … lassen wir das.

Gerade gestern kam ich wieder in so eine Verlegenheit, darüber nachzudenken, was geht und was nicht. Ich hatte die Google Bildersuche, die man jetzt auch mit einer URL zu einem Bild als Suchanfrage bestücken kann, ausprobiert. Und zwar mit meinem Twitterprofilbild. Ich wollte schauen, wie weit da die Gesichtserkennung andere Bilder von mir findet, aber unter “optisch ähnliche bilder” warteten andere Überraschungen: Nämlich der ein oder andere Blowjob.

Blowjobs, die aussehen wie ich? GEIL! Gerade wollte ich anfangen, ein Meme daraus zu basteln: #blowjobslookalike – du twitterst ein Blowjobbild, von dem Google meint, dass es aussieht wie dein Gesicht. Der Tweet war bereits fertig, inklusive einem Link zum entsprechenden Bild, da überfielen mich Zweifel. Schnell brachte ich noch ein #nsfw an. Aber auch das löste die Hemmung nicht. Also ließ ich es.

Nun bin ich ein freiheitliebender Mensch, besonders was meine Redefreiheit angeht, und es ist ein blödes Gefühl, etwas nicht zu sagen oder zu twittern, um andere nicht damit zu belästigen. Aus diesem Grund habe ich damals eigentlich die “Filtersouveränität” erfunden. Sie ist meine in der Filterfähigkeit des Anderen realisierte, absolute Redefreieheit, und so antwortete ich unlängst auf Formspring auf die Frage, wo “too much information” anfängt folgerichtig mit: dort, wo follow aufhört.

Aber natürlich ist es schwierig, das Filtern. Selbst auf Twitter. Wenn ich jahrelang immer anständigen Kram getwittert habe und auf einmal mit Penisbildern komme, dann hilft kein Filter gegen dieses Ereignis. Der Abonnent muss schließlich wissen, auf was er sich einlässt.

Und da kommt mir wieder die Idee der “Cannels statt Circles” in den Kopf. Wenn ich jetzt einen eigenen Channel für “Not Safe For Work” eröffnete und bediente, würde jeder wissen, was ihn dort erwartet. Die Idee ist jetzt übrigens bereits umgesetzt, auf ne Art. Und zwar in Subjot. Da hab ich ihn einfach mal realisiert, meinen #nsfw-Channel.

So ist das nämlich. Es braucht nur feiner granulierte Filterung auf Twitter. Überhaupt, sollte man alles ganz genau einstellen können, damit sich die Filtersouveränität des Anderen um so speziefischer entfalten kann. Und zwar als Channel, als abonnierbaren Content, nicht als Privacyeinstelltung des Senders. Sonst passiert das hier:

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PS: Ich wünsche Subjot gutes Gelingen und ein schöneres Interface!

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Das Menschsubstitut

Irgendwie wissen wir ab einem Punkt in unserem Leben, dass wir unsere besten Tage gesehen haben. Oder zumindest bald sehen werden. Bislang hatte man immer das Gefühl die Spitze der Bewegung zu sein, den gerechten Kampf gegen die Widerstände der altgedienten Strukturen zu kämpfen, das Neue zu repräsentieren und sich dabei beweisen zu müssen.

Und auf einmal ist es andersrum. Man hatte gar nicht gemerkt, dass man angekommen war, man jetzt selbst auch irgendwie da oben sitzt, während von unten die Jüngeren anfangen gegenzudrücken, anzukämpfen, mit Ideen und Konzepten, die man nicht mehr versteht, oder zumindest nicht mag.

Dann ist es so weit. Dann beginnt der Verteidigungskampf.

Vieles deutet darauf hin, dass die Menschheit das nun als Ganzes jetzt gerade erlebt. Und zwar gegen die Maschinen, die Algorithmen, die immer mehr Bereiche unseres zutiefst menschlichen Seins, zu ersetzen drohen. Der Mensch, das Auslaufmodell?

Vielleicht. Doch während jetzt die Humanisten mobil machen, gegen den Feind aus unseren Fabriken, sollte man diese andere Gefahr auch nicht außer Acht lassen. Gut, dass @Afelia uns daran erinnert, wer der wirkliche Feind ist!

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Die Flitterblase?

Bekanntlich wurde auf der re:publica 2011 das Primärziel von Twitter neu definiert. Es geht alles nur um’s Flittern! Von Felix Schwenzel stammt die Weisheit, dass Blogs die längste Kontaktanzeige der Welt seien. Das gilt mindestens ebenso für Twitter.

Ich persönlich kenne viele, die durch Twitter ihr Sexleben enorm aufgebessert haben. Frauen wie Männer. Einige langfristige Pärchen haben sich über die 140 Zeichen kennengelernt und wollen sogar heiraten. Alles twittert, zwitschert und vögelt also in trauter Vielsamkeit und von dem ein oder anderen gebrochenen Herzen abgesehen, scheint sich sogar für hoffnungslose Fälle die Lage verbessert zu haben.

Doch ist die Lage wirklich so rosarot? @DieWucht hat so ihre Zweifel:

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Ich wollte gerade einwenden, dass … aber ich komm ja aus Hannover.

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