Einsatz, Baby!
Hach, ich hatte so viel vor! Ein ausgedehntes Frühstück sollte es werden, Ausschlafen sowieso und danach ganz entspannt den Papierkram erledigen, welcher meine dermaßen ausgeruhte Welt so nun natürlich nicht einmal ansatzweise aus den Angeln hätte heben können. Antrag X, Formular Y und Brief Z – diese unheilige Trinität der Bürokratie wäre angesichts meines Selbstbewusstseins freiwillig über die Grenze und in irgendein Nachbarland geflüchtet, das im Zeitalter der Downloads immer noch so gerne CDs verkauft. Nach mir die Sintflut und die Müßigkeit eines freien Tages! Herrlich!
Vom Drang, sich nackig zu machen
Heute springt uns eine Gastkrit von wikipeter ins digitale Angesicht, in der er sich einen Hype zur Brust nimmt, welcher jüngst durch sämtliche Timelines geisterte. Noch Fragen? Kleiner Tip: ums Kuchenbacken geht es nicht.
Das Twittervolk macht alles mit. Da wird gewavet, gefaved, gefacebookt, gepip.iot und geidenti.cat. Nun hat eine neue Zeittotschlagmaschine die Herzen der Twitterati gewonnen: Formspring.
Offensichtlich lieben es unsere Twitterer, einen Seelenstriptease par excellence hinzulegen, dass dem eher verschlossenen Menschen die Augen nur so übergehen. Selbst intimste Fragen werden freimütig beantwortet, philosophische Probleme erörtert, Einschlaftipps gegeben. Nicht jedem dürfte das gefallen, wie @quarkkalibur anmerkte:
Eiskalt
Etwas kühl ums Gemüt? Nun, kein Wunder wenn selbst das Zuckerglück sich künftig zurückzieht und man glatt etwas beherzter mit dem Löffel nachbohren muss. ’Tis the season…
Wünsch dir was
Wir erinnern uns: damals, als es noch warm war und Schweine lediglich in Form von Hitze durchs Land galoppierten, da bereitete euch Twitkrit schon mit sanfter Unverblümtheit auf das Unvermeidliche vor – Weihnachten. Man könnte meinen, dieses kleine Blog war in seiner weisen Voraussicht quasi voll und total:
Überspannt
Und wieder neigt sich ein Tag seinem Ende zu. Er war einer von der ungewollt langen Sorte, gerne auch zu der Gattung der Kaugummiartigen gezählt. Vollgestopft bis zur terminhastenden Besinnungslosigkeit, überfressen an der eigenen To-Do-Liste. Mit dieser wischen wir ihm nun das dennoch fortwährend sabbelnde Mäulchen, in der stillen Hoffnung, er möge wenigstens noch eine kleine Großartigkeit ausspucken. Würdest du das für mich tun, bitte?