Twitkrit

Verfall is so much fun.

Twitter ist eigentlich gar nichts für junge, agile Leute. Das Leben zuzzelt uns mit all seinen Unerträglichkeiten jeden Tag aus wie der Bayer seine Weißwurscht. Es lässt uns einfach so am Tellerrand liegen, und der letzte Rest von uns ist das, was bleibt. Twitter ist das erste digitale Altenheim. Eventuell auch sowas wie ein Hospiz 2.0, wie Patient @hermsfarm bei der Visite zu Protokoll gibt:

Es geht uns heute nicht so. Also, wirklich nicht, wie @zlotylove sagt:

Wir können kaum noch laufen. Jeder Schritt tut weh, weiß auch @Einstueckkaese:

Mit Müh’ und Not kriegen wir den Rollator in den Aufenthaltsraum geschoben, wo Schwester Berta schon den Kaffee hingestellt hat. Immerhin ist hier das WLAN besser als auf unseren Zimmern. Der Verfall ist nicht mehr aufzuhalten, aber gemeinsam wird das wenigstens ein Riesenspaß.

Weiterlesen

Eine Chronologie der Zwischenmenschlichkeit in 140 Zeichen.

Da steht er und lächelt. Da sitzt sie und schaut rüber. Auf einmal ist der Abstand zwischen ihnen viel kleiner als zuvor, sie befinden sich mitten in dem Prozess, in dem aus einem Du und einem Ich ein Wir werden könnte. Es gilt nun, ein paar Hürden zu umschiffen, beim zarten Heranschleichen an den anderen. Es wird nicht leicht – denn beim zarten Heranschleichen muss man leider noch durch ein Minenfeld namens “Kennenlernphase”, wie @silenttiffy weiß:

Weiterlesen

Generation Slogan.

Wir sind angeblich die mit den Umhängetaschen, die morgens Nutella auf ihr Brot schmieren, um danach in unseren Golf zu steigen und in unsere Agentur zu fahren, in der wir “irgendwas mit Medien” machen. Obwohl wir morgens eher nicht frühstücken, und dann mit der Straßenbahn fahren, weil man in der Großstadt sowieso keinen Parkplatz findet und wir uns schon lange nicht mehr das Benzin oder den Golf leisten können. Generation Golf vs. Generation Benzinpreise.

Weiterlesen

Es ist, was es ist.

Diesen sogenannten “vernünftigen Menschen” zu erklären, was man da treibt, wenn man 140 Zeichen in die Welt setzt, an Leute, die man kennt, und noch viele andere, von denen man nie gehört hat – ist gar nicht so einfach. “Es ist sowas wie eine Statusmeldung bei Facebook, nur ohne die vielen Quizfragen und diese Mafiaspiele drum herum.” trifft es nicht ganz.

Weiterlesen

Immer die Jahreszeit.

Man könnte ja alles Mögliche über alles Mögliche sagen.

Immer wieder, und grade wenn es besonders notwendig ist, kann man dann über das Wetter und die Jahreszeiten sprechen, das mache ich gern, erst neulich hier, da war was. Wenn ich über das Wetter sprechen kann, muss ich wenigstens nicht über Gendertheorien oder verkappten Chauvinismus philisophieren.

Weiterlesen
« Ältere Einträge Neure Einträge »