Twitkrit

Supermarkt

Viel zu früh und immer wieder stehe ich im Supermarkt. Eigentlich bin ich gekommen, um mich zu beschweren. Dann denke ich jedoch, du darfst nicht vergessen zu essen. Also kaufe ich ein für ein Pizzaessen mit Mark E. Smith und Geheimrat Oldenburg für den Apfelkuchen – zwei Mal zweite Wahl natürlich. Später am Abend wird es aber vermutlich nur wieder Fernsehen mit Deiner Schwester.

Ich stehe in der langen Warteschlange an der Kasse und bin ganz schön bedient. Es ist egal, aber so möcht ich’s doch nicht haben.

Twitter    HilliKnixibix  Der Supermarkt DJ scheint ...

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Der Soundtrack ist gut, doch die Welt noch nicht bereit. Wahr ist, was wahr ist.

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Abwechslung erfreut

Chuck Norris, Deine Mudda, I put dieses in jenes. Wir können es langsam nicht mehr hören. Warum also nicht einmal eine Variation in den Strom der kurzen Nachrichten einbringen?

@peterglaser zeigt, dass es auch anders geht:

peterglaser
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Chuck Norris und Deine Mudda hätten es nie hinbekommen.

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hoch21′s Law

Immer wenn wir in Diskussionen nicht weiter wissen, kommt zwangsläufig ein Nazi-Vergleich (vgl. Godwin’s Law). In den Urzeiten des Netzes, als man noch in sogenannten Foren miteinander diskutierte, galt eine Diskussion gewöhnlich als beendet, sobald besagter Vergleich in den digitalen Raum gesetzt wurde.

Was aber nun, wenn sich Parteien gegenüberstehen, die ihre Konflikte auch nach dem obligatorischen Nazi-Vergleich nicht beilegen, sondern einander immerfort bezänken wollen? Für sie haben wir jetzt etwas Neues: Das @hoch21-Law.

Missliebige Personen, werden demnach einfach mit Elefanten vergleichen:

hoch21_elefantenfrauen
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Der diesem Tweet innewohnende Vergleich birgt ein Empörungspotential in sich, von dem Godwin nicht einmal in seinen kühnsten Inglourious-Usenet-Träumen zu träumen gewagt hätte. Dass es in diesem Falle ausgerechnet eine Frau trifft, ist – wie der Autor einhellig mit seiner Männergruppe besprochen hat – natürlich eine riesige Gemeinheit. Nach all den Genderdebatten, Gleichstellungsgesetzen und Frauenquoten halten wir den pauschalen Vergleich von Frauen mit Elefanten für unzulässig und weisen ihn aufs Schärfste zurück.

Dennoch hat dieser Tweet auch inhaltlich seine gute Seite: Allen misogynen Tendenzen zum Trotz wird dem sorgfältigen Rezipienten aufgezeigt, dass die Unterschiede zwischen Frauen und Männern gar nicht so groß sind, denn naturgemäß sind auch Männer wie Elefanten – nämlich tot, wenn man sie erschießt.

Jetzt, da die Geschlechter versöhnt sind, wollen wir aus diesem Tweet den Nutzen ziehen, und künftig, wenn wir nicht mehr weiter wissen, immer noch einen obendrauf setzen: Wir lassen uns Elefantenvergleiche nicht nehmen. (Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.)

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Niesl-O

Der Mensch ist ein Gewöhnungstier, so sagt man. Viel zu schnell nimmt man Dinge als gegeben hin: Das Regenwetter im Sommer, überfüllte Straßenbahnen, den Menschen, der nachts im Bett neben einem liegt. Erst, wenn plötzlich etwas anders ist, fällt uns das auf. @da_niesl geht es beim Getränkekonsum so:

niesl-o

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Beruhigend, wenn jemand in der Nähe ist, der einem sofort sagen kann, was nicht stimmt. Noch besser ist allerdings, wenn diese Person auch Abhilfe zu verschaffen mag.

(Pro-Tipp: Wodka-O schmeckt noch besser, wenn man den Wodka durch Campari ersetzt.)

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Keine Ottermeinung

Die vierte Macht im Staate regiert. Wir leben in einer Diktatur der Medien, können nicht mehr aus dem Hause gehen, ohne dass uns ein Mikrofon vor die Nase gehalten wird: Google+, Norwegen, Amy Winehouse. Zu allem müssen wir jederzeit eine qualifizierte Meinung in Richtung Poppschutz abspulen können.

Damit muss Schluss sein. Wir können nicht mehr. Wir sind vor lauter Interviews müde geworden. Endlich fängt jemand an, sich diesem Meinungsstress zu entziehen. Eigentlich ist es ganz einfach. Man braucht nur zu sagen, dass man zu diesem oder jenem Thema gerade einmal keine Meinung hat. Schon bald wird man nie wieder etwas gefragt werden. So wie @bangpowwww:

ottermeinung
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@bangpowwww durchbricht mit größtmöglicher Radikalität den scheinbar endlosen und offensichtlich sinnlosen Kreislauf von Fragen und Antworten. Dafür zollen wir ihr Respekt und sagen artig Danke.

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Relikte

Von manchen Dingen denkt man stets, man sei sie endlich los, weil sie ja Relikte längst vergangener Zeiten sind. Nie wieder Gedichte unter Weihnachtsbaum aufsagen, Zahnspange tragen oder mündliche Prüfungen haben. Auch im Internet gibt es solche Dinge: Niemand trauert Windows 95 hinterher. Oder AOL-CDs. Andere Misslichkeiten halten sich indes hartnäckig. So finden wir in unserem geliebten Internet noch immer ganz viel Flash und der @popkulturjunkie manchmal sogar noch Schlimmeres:

pop_musi
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Webseiten, bei deren Aufruf ungefragt Geräusche ertönen, sind eine der verachtenswertesten Erscheinungen im WWW. Und wenn selbst ein der Popkultur äußerst zugeneigter Surfer diesen Zustand beklagt, dann sollten sich Seitenbetreiber einfach mal an Peter Lustig und der Atomkraft-Branche orientieren: Abschalten!

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