Twitkrit

Schlussredaktion

Viele Twitterer machen sich Sorgen um ihre Grammatik und die ihrer Mittwitterer. Wir geben an dieser Stelle offiziell Entwarnung, denn das ist alles nicht so wichtig. Wichtig hingegen ist, dass auch Menschen, die über die sogenannte Netzgemeinde hinaus Gehör finden, mittlerweile zum Smartphone greifen, um loszuwerden, was ihnen auf dem Herzen liegt.

Das macht auch @fr_schirrmacher:

schirrmacher

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Dieser Tweet zeigt nicht nur, dass der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung einer von uns ist: Die Botschaft muss raus, sofort. Da kann man das eine oder andere Kommata sowie den Unterschied zwischen “das” und “dass” schon einmal unter den Tisch fallen lassen. In der Sache sind wir schließlich alle bei ihm. Besonders sympathisch jedoch macht diesen Tweet, dass Schirrmacher darauf verzichtet, freitags um 21.51 Uhr den zuständigen Schlussredakteur aus dem wohlverdienten Wochenendschlaf zu wecken.

Wir wissen alle, wie es richtig geht. Und wenn uns künftig jemand auf zu vernachlässigende Schreibfehler hinweist, dann sagen wir einfach: Das haben wir uns von der FAZ abgeschaut.

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Update: Nur wenige Minuten nach dem Erscheinen dieses Beitrags hier die Erklärung:

schirrmacher2

Das sagen wir ja auch immer.

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Hektische Zeiten

Hektische Zeiten, mein Schatz. Wir sind kaum noch im Stande, der Nachrichtenlage zu folgen. Der wievielte Euro-Rettungsschirm wurde gerade beschlossen? Wie wird die Pflegeversicherung refomiert? Was war der jüngste Piraten-Skandal? An allen Ecken und Enden stürmt es Stuhlgang. Früher, als alles besser war, haben wir das manchmal am Folgetag entspannt bei einer Tasse Kaffee in der gedruckten Zeitung unseres Vertrauens ganz in Ruhe nachgelesen. Heute wird im Minutentakt der neueste Scheiß in all unsere Kanäle gepusht. Ja, auch wenn wir es nicht zugeben wollen, wir sind von der medialen rastlosigkeit heillos überfordert. Da ist es nur gut, wenn die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten einmal etwas Druck herausnehmen und uns via Twitter-Eilmeldung Raum zur Kontemplation geben. Danke, @ZDF:

zdf_eil

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Witzerklärung

Wir mögen feinsinnigen Humor. Manchmal lachen wir auch über einen derben Witz. Selbst für halbseidene Wortspielereien haben wir ein ausgeprägtes Faible. Und deshalb sind wir hier, auf Twitter. Was wir gar nicht mögen, sind Witzerklärungen. Die fanden wir nämlich schon scheiße, als uns unsere Eltern früher nicht vorhandene Pointen nahebringen wollten.

Richtig schade ist es indes, wenn einem durchaus annerkennenswerten humoristischen Tweet ein erläuterndes Hashtag hinzugefügt wird, das auf ein ihm innewohnendes Wortspiel hinweist. So etwas wollen wir nicht, das macht alles kaputt. Wir wollen kurz stutzen und uns dann darüber freuen, dass wir den Witz erfolgreich umzingelt haben. Also, @theuer, weniger ist manchmal mehr. So auch hier:

mood

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Ist Twitter überhaupt noch lustig?

Es ist etwas still um uns geworden. Twitter scheint sich verändert zu haben. Vor fünf Jahren, als alles noch neu war, da gab es viele von ihnen: hintergründige Tweets mit viel Humor, die zeigten, dass es Twitterer gibt, die sich darin verstehen, die Dinge prägnant auf den Punkt zu bringen. Und heute? Ist Twitter nur noch ein Tool zur Organisation von Revolutionen und eine Schleuder für Links, die RSS längst abgelöst hat?

Ich glaube nicht. Zwar ist das anfängliche Herzklopfen, wenn ein neuer Tweet in unserer Timeline erscheint, gewichen. Und auch die überschwängliche Verliebtheit hat sich etwas gelegt. Aber das ist völlig normal. Wer kann schon über Jahre hinweg verliebt sein? (Da wird man noch verrückter als man eh schon ist.) Was noch immer da ist: die große Liebe. Und die zeigt sich, wenn man auch nach Jahren des Zusammenlebens noch gemeinsam lachen kann – auch über so Quatsch.

waumiau

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Supermarkt

Viel zu früh und immer wieder stehe ich im Supermarkt. Eigentlich bin ich gekommen, um mich zu beschweren. Dann denke ich jedoch, du darfst nicht vergessen zu essen. Also kaufe ich ein für ein Pizzaessen mit Mark E. Smith und Geheimrat Oldenburg für den Apfelkuchen – zwei Mal zweite Wahl natürlich. Später am Abend wird es aber vermutlich nur wieder Fernsehen mit Deiner Schwester.

Ich stehe in der langen Warteschlange an der Kasse und bin ganz schön bedient. Es ist egal, aber so möcht ich’s doch nicht haben.

Twitter    HilliKnixibix  Der Supermarkt DJ scheint ...

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Der Soundtrack ist gut, doch die Welt noch nicht bereit. Wahr ist, was wahr ist.

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Abwechslung erfreut

Chuck Norris, Deine Mudda, I put dieses in jenes. Wir können es langsam nicht mehr hören. Warum also nicht einmal eine Variation in den Strom der kurzen Nachrichten einbringen?

@peterglaser zeigt, dass es auch anders geht:

peterglaser
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Chuck Norris und Deine Mudda hätten es nie hinbekommen.

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