Wir werden hier so langsam zum Zukunftsstrategieberatungsinstitut, aber das ist auch gut so. Denn, brotlose Kunst beiseite, es geht immer ums Eingemachte. Um Gurken. Um das, was satt macht. Alles andere ist Schnickischnacki. Konfetti.
Während es im ersten Teil unserer kleine Miniserie um abschreckende Beispiele ging und im zweiten Teil um das Schicksal von Stars wie Gaddafi und Sheen, wenden wir uns heute einem moralischen Aspekt zu.
Denn die Welt ist so geordnet, dass es gutes Geld gibt und böses.
Das gute ist zum Beispiel jener letzte Eurocent, den die verharmte Witwe aus dem Portmonee nestelt, um ein verbilligtes Brötchen vom Vortag beim Discounter zu erwerben. Oder BAföG, das ist auch gut. Vom Arbeitslosengeld II ganz zu schweigen. Alles gut.
Böses Geld ist das, das Miethaie und Börsenspekulanten in Tausenderbündeln in Spielbanken zum Fenster rausschmeißen, zum Beispiel. Oder für Koks und Nutten ausgeben. Geht gar nicht.
Geld ist also nicht an sich verwerflich. Klar, Asketen werden dem widersprechen, aber die sollen mal in ihren Hütten bleiben und die Fresse halten. So funktioniert Kapitalismus nicht.
Zurück zur Kohle.
Ob Geld gut oder böse ist, leitet sich einzig allein davon ab, WIE es erworben wurde. Banker machen Geld mit Geld. Eindeutig böse. Wussten die schon im Mittelalter und gläubige Moslems noch heute. Oder nehmen wir so eine Tuningbude, in der ungewaschene Macker mit Lust Karren aufmotzen zu rasenden Spritschleudern. Mit Lust! Bööööse!
Alles Bio hingegen ist gut! Macht nix kaputt, ist ungiftig, lecker irgendwie, schädigt nicht. Tiere nicht, Menschen nicht, Pachamama nicht, passt. [Ähm Moment, meine Biozigaretten... ach, egal]. Biobusiness ist also guuuut.
Was hat das jetzt mit Twitter zu tun? Das hier.