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	<title>Twitkrit &#187; baranek</title>
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	<description>Das Fachblog für Twitteraturkritik.</description>
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		<title>#S21</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 19:05:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Metatwit]]></category>
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		<description><![CDATA[Twitter kann viel sein. Ein Nachrichtenkanal, eine Dialogmaschine, ein Unterhaltungsmedium. Kommt darauf an, was man daraus macht. Twitter kann aber auch ein Podium sein, ein riesiger Runder Tisch, um ein Problem zu diskutieren, eine politische Entscheidung zu begleiten, einen Prozess abzubilden. Das geschieht gerade IMHO zum ersten Mal in beispielhafter Art und Weise bei #S21. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Twitter kann viel sein. Ein Nachrichtenkanal, eine Dialogmaschine, ein Unterhaltungsmedium. Kommt darauf an, was man daraus macht.</p>
<p>Twitter kann aber auch ein Podium sein, ein riesiger Runder Tisch, um ein Problem zu diskutieren, eine politische Entscheidung zu begleiten, einen Prozess abzubilden. Das geschieht gerade IMHO zum ersten Mal in beispielhafter Art und Weise bei #S21.<span id="more-1732"></span></p>
<p>Dabei wird eine funktionelle Besonderheit von Twitter genutzt, die mit dem tagging, der Verschlagwortung mittels der Raute, zusammenhängt. Dadurch wird es bekanntlich möglich, alle Tweets, die mit identischem tag veröffentlicht wurden, in chronologischer Reihenfolge zu sehen. </p>
<p>Zumeist informiert man sich in diesen tag-streams über die Nachrichtenlage zu einem bestimmten Anlass. Das konnte man sehr ausgeprägt bei den Ereignissen im Iran beobachten. Iranische Augenzeugen vor Ort berichteten, Nutzer retweeteten diese Nachrichten weltweit, andere berichteten über Medienresonanz oder wiesen auf Solidaritätsaktionen hin.</p>
<p>All dies findet man auch im <a href="https://twitter.com/#search?q=%23s21">#S21-Nachrichtenstrom</a>, aber es geht darüber hinaus. </p>
<p>#S21 kreist um den problematischen Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Diesen Streit gibt es schon seit Jahren, aber im Moment eskaliert die Sache ordentlich wegen der fortschreitenden Bauarbeiten und der sich daran auftürmenden Protestwelle. Dieses Projekt wird in der Stadt heftig diskutiert und eben öffentlich in der #S21-timeline. Allerdings werden nicht nur vereinzelte Nachrichten und Meinungen zu #S21 geschrieben und bei der Suche nach #S21 dann zusammen dargestellt, sondern diese Timeline selbst wird von den Nutzern als Raum begriffen, in dem diskutiert wird. Offenbar sitzen tausende davor und schreiben Statements, die sich auf Tweets beziehen, die sie in #S21 gelesen haben. Diese Nutzer folgen sich zumeist nicht untereinander. </p>
<p>So entstehen in #S21 immer wieder Diskussionen um einzelne Sachverhalte, an dem bis zu zehn Personen teilnehmen, die sich dort gerade befinden. Das liegt auch an den fast an eine Propagandaschlacht erinnernden Ausmaßen, die #S21 angenommen hat. Grund: in den letzten Wochen tauchten immer mehr Pro#S21-Accounts auf, während zu Beginn die Gegner von #S21 fast unter sich waren und aktuell weiter die Mehrheit stellen. Einige diese Accounts wurden auch bewusst angelegt, um nur innerhalb von #S21 mitzudiskutieren. Denn anders als sonst bei Twitter, braucht man hier keine Follower, um sofort bei vielen Gehör zu finden</p>
<p>Die Präsenz beider Lager und die Diskussionsfreudigkeit einiger Protagonisten macht die #S21-timeline zu einem der aktuell interessantesten Orte auf Twitter. Das zieht natürlich weiter Leute an und die ersten Spammer wurden schon gesichtet. Trotzdem: Hier wird etwas neues ausprobiert, was in Zukunft noch stärker Bedeutung erhalten könnte. </p>
<p>Die Diskussionen auf #S21 sind vielfältig und nehmen in der Mehrzahl einen zivilisierten Verlauf. Beschimpfungen sind eher die Ausnahme als die Regel, wobei der Ton natürIich rau ist. Die Fronten sind verhärtet. Neben den Details der Bahnhofsplanung kreisen die Tweet-Kaskaden aber auch um die ganzen großen Themen, um die Demokratie an sich, um die Aktionen der Demonstranten, um Architektur, wie Städte modernisiert werden sollen usw. usf. Angefeuert wird die Sache durch die Entwicklung der Nachrichtenlage, wozu auch Live-Bilder von der Baustelle gehören, an der blockiert und demonstriert wird &#8211; live! Außerdem nutzen die #S21-Gegner den Kanal auch ausgiebig, um auf ihre Aktionen aufmerksam zu machten und von dort zu berichten, während die stattfinden.</p>
<p>Wer erleben will, wie unmittelbare Kommunikation auf Twitter aussehen kann, der sollte  reinschauen in #S21.</p>
<p>Hier zwei Beispiele, in denen Ausschnitte aus Diskussionen zu sehen sind, teilweise zu zweit, dann zu dritt:</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4942759814/" title="Foto1 by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4075/4942759814_d502d3da45.jpg" width="269" height="500" alt="Foto1" /></a></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4942759502/" title="Foto by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4140/4942759502_c8a01eca29.jpg" width="265" height="500" alt="Foto" /></a></p>
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		<title>Du sollst dir ein Bildchen machen</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 14:31:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Metatwit]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Avatar, das Profilbild zum Twitteraccount &#8211; es gibt kaum ein Thema in Twitterland, das nicht insgeheim für wichtiger gehalten und dennoch so gut wie nie thematisiert wird. Ganz heikles Ding, wie wir uns an dieser empfindlichen Stelle der Öffentlichkeit präsentieren, denn Bilder sind noch weniger steuerbar als Worte, in Bezug auf die Bedeutung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Avatar, das Profilbild zum Twitteraccount &#8211; es gibt kaum ein Thema in Twitterland, das nicht insgeheim für wichtiger gehalten und dennoch so gut wie nie thematisiert wird. Ganz heikles Ding, wie wir uns an dieser empfindlichen Stelle der Öffentlichkeit präsentieren, denn Bilder sind noch weniger steuerbar als Worte, in Bezug auf die Bedeutung und die Interpretationsmöglichkeiten des zumeist hyperkritischen Publikums. Da kommen Kriterien wie &#8220;hübsch&#8221; und &#8220;hässlich&#8221; ins Spiel. Wer will schon hässlich sein?</p>
<p>Unternehmen und Leute wie Spreeblick machen es sich einfach, die greifen zu ihrer Logo, Bild- oder Wortmarke. Fall erledigt. Klar, SM-Experten raten natürlich ab &#8211; &#8220;Echte Menschen sind essentiell bei der dialogorientierten Kommunikation!&#8221; &#8211;  aber Scheiß drauf. </p>
<p>Andere Twitteros verwenden irgendso&#8217;n Quatsch als Bildchen, Comicsachen sind beliebt, Schafe, Kinderfotos oder ach, keine Ahnung, alles halt, was sie für witzig, bedeutsam oder auch furchterregnd halten. Die Mehrheit greift auf ein Selbstbild zurück oder Teile davon, was in Ordnung ist. Einfach in die Kamera lächeln, fertig. </p>
<p>Wie heikel das ganze Thema genommen wird, zeigt der Umstand, dass es eine ganze Menge sehr nervöser Twitterleutchen gibt, die ihr Bildchen andauernd wechseln. Mich persönlich nervt das. Ich blick dann auf den ersten Blick nicht mehr durch, wer wer ist im Tweetstrom. Andere haben ihr Bildchen zur Ikone gemacht, auch daran basteln sie ständig rum, als ironisches Zitat ihrer selbst. Das ist schwer verwurbelt, intellektuös. Dann gibts da noch die &#8220;Twibbon&#8221;-Seuche, also diese Bekenntnisschleifchen für die schlimmeschlimme Sau, die grad durchs Twitterdorf geprügelt wird. Ja, ist okay, muss ich aber nicht haben.</p>
<p>Mitschreiben &#8212;> Macht doch, was ihr wollt!</p>
<p>Sympathisch sind mir in diesem Zusammenhang Tweets, wie dieser hier von dem auch ansonsten amüsanten, rotzfrechen, aber nicht zu anstrengendem Account von <a href="http://twitter.com/steaklight/status/20911587616">@steaklight</a>.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4901152148/" title="steaklight by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4093/4901152148_ce6b255d10_z.jpg" width="599" height="264" alt="steaklight" /></a></p>
<p>Genau so ist es doch. Man kann es eh nicht allen recht machen. Mach dein Ding so gut, wie&#8217;s geht, du wirst schon Fans kriegen. Die, die es Scheiße finden, sollen sich verpissen. Pff.</p>
<p>Und die netten Piepels, die machen dann auch noch mehr mit deinem Avatar. Mitteleuropäisches Voodoo-Zeug zum <a href="http://twitter.com/Euphoriefetzen/status/21338588332">Beispiel</a>.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4901152202/" title="euphoriefetzen by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4117/4901152202_4a6be69c4f_z.jpg" width="595" height="267" alt="euphoriefetzen" /></a></p>
<p>Von mir aus.</p>
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		<title>The Politics of Twitter</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 07:52:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Rückblick: vor 25 Jahren wäre es fast soweit gewesen. Ostblock und Westblock nestelten am roten Knopf, waren nur ein paar Millimeter davon entfernt, sich gegenseitig die Hucke voll zu nuken. Apocalypse now, Milliardentote, nuclear desert storm. Ja, genau, ihr Jungspunde, Atomkrieg mit tausenden von Wegsprengköpfen. Hatten die USA und die UdSSR in ihren Kellern gebunkert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rückblick: vor 25 Jahren wäre es fast soweit gewesen. Ostblock und Westblock nestelten am roten Knopf, waren nur ein paar Millimeter davon entfernt, sich gegenseitig die Hucke voll zu nuken. Apocalypse now, Milliardentote, nuclear desert storm. Ja, genau, ihr Jungspunde, Atomkrieg mit tausenden von Wegsprengköpfen. Hatten die USA und die UdSSR in ihren Kellern gebunkert. Oder in Bunkern gekellert. Egal, auf jeden Fall: Wahnsinn! Nannte man Kalter Krieg, damals.</p>
<p>Vorbei, Geschichte.</p>
<p>Jetzt hat man sich fast lieb. Die UdSSR heißt Russland. Das Böse ist abgewandert in Koranschulen und Trainingscamps in der pakistanisch-afghanischen Pampa. Es trägt inzwischen einen langen Bart und wird mit Drohnen abgeballert. Die Raketen rosten.</p>
<p>Dieser doch welthistorische Sinneswandel findet auch auf Twitter statt. Als Beispiel schauen wir uns diesen Tweet von US-Präsident <a href="http://twitter.com/BarackObama/status/16874030293">BarackObama</a> genauer an.</p>
<p><a title="Obama by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4737446065/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4077/4737446065_c5e20cf1f7_b.jpg" alt="Obama" width="596" height="282" /></a></p>
<p><span id="more-1532"></span>Es handelt sich um einen so genannten Doppelretweet. Zitiert wird eine Nachricht des Twitterkanals der Obama-Adminstration (@whitehousegov), die wiederum einen Tweet vom @KremlinRussia_E verbreiten. Hinter diesem Account verbirgt sich der russische Präsident Dmitri Anatoljewitsch Medwedew. Seine Nachricht ist die erste auf diesem englischsprachigen Kanal. Abgesetzt hatte Medwedew diesen anlässlich eines Besuchs des Unternehmens Twitter vor drei Tagen. Hier ein Foto des mit einer Mitarbeiterin scherzenden Medwedew, eingerahmt von den Twitter-Chefs Evan Williams (rechts) und Biz Stone (links).</p>
<p><a title="Ð� Ð¾Ñ�Ð¸Ñ�Ðµ Â«Ð¢Ð²Ð¸Ñ�Ñ�ÐµÑ�Ð°Â» on Twitpic" href="http://twitpic.com/1zblej"><img src="http://twitpic.com/show/thumb/1zblej.jpg" alt="Ð� Ð¾Ñ�Ð¸Ñ�Ðµ Â«Ð¢Ð²Ð¸Ñ�Ñ�ÐµÑ�Ð°Â» on Twitpic" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Der Besuch fand statt anlässlich einer Reise des russischen Präsidenten in das kalifornische Sillicon Valley. Dort traf er sich mit weiteren IT-Unternehmern, unter anderem auch mit Apple-Chef Steve Jobs.</p>
<p>Was bedeutet das jetzt alles? Nichts. Außer, dass sich auch die Weltenlenker Twitter bedienen, um ihre Botschaften in die Welt zu posaunen. Aber man heißt sich willkommen, kuschelt miteinander. In friedlicher Koexistenz, wie es so schön heißt. Und wird jetzt Politik auf Twitter gemacht? Können wir in Zukunft Verhandlungen als Abfolge von @replys verfolgen? Quatsch. Das wird weiter hinter verschlossenen Türen stattfinden, wie Medwedew in dieser <a href="http://twitter.com/KremlinRussia_E/status/17057948466">Nachricht</a> bekannt gibt. Tacheles wird er mit dem englischen Premierminister nicht auf Twitter reden.</p>
<p><a title="Medwedew by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4738082268/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4121/4738082268_58c822711f_b.jpg" alt="Medwedew" width="598" height="251" /></a></p>
<p>Politik auf Twitter, das wird auch in Zukunft eine reine Propagandaveranstaltung bleiben.</p>
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		<title>Und die Voodoozeela spielt dazu</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 20:35:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist WM-Zeit. Sport, Spiel, Spannung. Fussi-Wahnsinn auch in Twitterland. Timelines, vollgestopft mit #worldcup-Tweets wie die Fankurve beim Pokalendspiel. Wie in jedem Stadion trifft man bei Twitter die unterschiedlichsten Verrückten. Philosophierende Ästheten, die ein Spiel des Lebens sehen, den Kick als Metapher für die Welt an sich. Pöbelnde Hools, die den Inselaffen (#eng) die Packung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist WM-Zeit. Sport, Spiel, Spannung. Fussi-Wahnsinn auch in Twitterland. Timelines, vollgestopft mit #worldcup-Tweets wie die Fankurve beim Pokalendspiel. Wie in jedem Stadion trifft man bei Twitter die unterschiedlichsten Verrückten. Philosophierende Ästheten, die ein Spiel des Lebens sehen, den Kick als Metapher für die Welt an sich. Pöbelnde Hools, die den Inselaffen (#eng) die Packung wünschen. Leder-Experten, die bei Steilflanken in die Tiefe des Raums in die Knie gehen.</p>
<p>Und die Voodoozeela spielt dazu.</p>
<p>Die WM ist aber auch Strafraum der Erinnerungen. Das liegt daran, dass es sich dabei um ein Gemeinschaftserlebnis voller Erregungen handelt hat, um eine Spielfläche der Identifikation. Papa macht noch ein Bier auf, schreit auf, sogar Mama und die Oma fiebern mit. Obwohl die sich für das Gekicke sonst null interessieren. Daran erinnern wir uns noch lange. Vor allem bei der nächsten WM. Muss irgendwie so eine Art Trauma sein.</p>
<p>In solchen Situationen entstehen Helden.  Fußballgötter. Diese Übermenschen berühren Dinge, die sofort heilig werden. Es entstehen anbetungswürdige Devotionalien.</p>
<p>All diese ganzen Stimmungen, die uns in den vier WM-Wochen überfallen, diese Mischung aus ungeschlachten Emotionen und Sentimentalitäten hat <a href=“http://twitter.com/HilliKnixibix/status/16243917639“>HilliKnixibix</a> in einem einzigen Tweet zum Ausdruck gebracht. </p>
<p>Ich werde den hier nicht weiter kommentieren. Lasst ihn einfach auf euch wirken.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4703742069/" title="Hilliknixbix by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4009/4703742069_60f98086b2_b.jpg" width="597" height="271" alt="Hilliknixbix" /></a></p>
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		<title>Nachrichten von der hässlichen Seite der Welt</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 17:17:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Fans, will jemand sowas wirklich haben? War es nicht letztlich doch eine weise Entscheidung von Facebook, dieses Wort aus dem internen Sprachgebrauch zu streichen? Ich meine Ja. Wir erinnern uns: Fan kommt von &#8220;Fanatiker&#8221;, was der Duden als &#8220;blinder, rücksichtsloser Eiferer&#8221; definiert. Nach diesem Tweet heute hier darf man dem sehrsehr unbedingt zustimmen. Was ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fans, will jemand sowas wirklich haben? War es nicht letztlich doch eine weise Entscheidung von Facebook, dieses Wort aus dem internen Sprachgebrauch zu streichen? Ich meine Ja. Wir erinnern uns: Fan kommt von &#8220;Fanatiker&#8221;, was der Duden als &#8220;blinder, rücksichtsloser Eiferer&#8221; definiert. Nach diesem Tweet heute hier darf man dem sehrsehr unbedingt zustimmen. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4639561254/" title="Bieber-Fan 2 by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4009/4639561254_306a4bc702_o.jpg" width="597" height="321" alt="Bieber-Fan 2" /></a></p>
<p>Was ist passiert? Wir erinnern uns: Justin Bieber (JB) ist ein Teenager, ein 17-jähriger Kanadier, der mit einem dünnen Stimmchen ausgestattet ist und Popmusik vorträgt, die an Seichtigkeit kaum zu übertreffen ist. Gut, er hat Erfolg, seine Veröffentlichungen stürmen die Charts. Popdreck bleibt das trotzdem. Mit eben diesen beschmeißen die Fanatiker, die Bieber-Eiferer, den Sender Pro7 und zwar wegen diesen Beitrags im Boulevardmagazin TAFF.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/h-5D-_HFgho&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/h-5D-_HFgho&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Harmloser, leicht ironischer Beitrag. Aber Achtung, Bieber hat Fans. Die fallen jetzt gerade massenweise über den Sender her. Zum Beispiel mit sowas. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4638952635/" title="Bieber-Fan 1 by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4016/4638952635_7d067be81f_o.jpg" width="590" height="288" alt="Bieber-Fan 1" /></a></p>
<p>Noch Fragen? Der Mob ist los. Fans? Ich will keine haben. </p>
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		<title>Sie sollen zur Hölle fahren mit ihrem scheißhektischem Ding</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2010/05/19/sie-sollen-zur-holle-fahren-mit-ihrem-scheishektischem-ding/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 18:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Leben &#8211; ein einziges großes Abenteuer! Unerwartete Wendungen, die wir nicht eingeplant, Vorgänge, die wir nicht auf dem Zettel hatten. Die Kaffeedose ist doch leer, die Milch ist abgekackt, das Messer rutscht ins Fleisch ab oder ein DENIC-Route-Server fällt aus. Irgendwas ist halt verdammt immer. Oft wird behauptet, diese Wendungen des Alltags sind das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Leben &#8211; ein einziges großes Abenteuer! Unerwartete Wendungen, die wir nicht eingeplant, Vorgänge, die wir nicht auf dem Zettel hatten. Die Kaffeedose ist doch leer, die Milch ist abgekackt, das Messer rutscht ins Fleisch ab oder ein DENIC-Route-Server fällt aus. Irgendwas ist halt verdammt immer.</p>
<p>Oft wird behauptet, diese Wendungen des Alltags sind das Salz in der Lebenssuppe, aber ist dem wirklich so? Suchen wir das Abenteuer wirklich? Ist die Überhöhung ungewisser Umstände nicht vielmehr das Fügen in die Schicksalhaftigkeit der Geschehnisse? Geht nicht vielmehr von den Routinen, dem immer Gleichen, eine beruhigende, labsalende Wirkung aus? Denn wir haben es uns irgendwie nett eingerichtet in dieser Welt, ein Plätzchen erobert, und wenn wir da herausfallen, dann tut das manchmal ganz schön weh. Wie geprügelte Kinder ziehen wir uns daher gerne auf das Altbekannte zurück. Auch wenn uns das manchmal etwas langweilig erscheint.</p>
<p>Twitter trägt trotz aller gehetzt wirkenden Nachrichtenhuberei offenbar einen gehörigen Teil dazu bei, wie <a href="http://twitter.com/Luisante/status/14214880932">Luisante</a> festgestellt hat.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4621769193/" title="Luisante by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4032/4621769193_de0a633178_o.jpg" width="598" height="274" alt="Luisante" /></a></p>
<p>Dazu muss man wissen, dass der Herr Wimbauer ein Verleger, Publizist und vor allem Versandantiquar ist, der uns tagtäglich über seinen Lebenslauf informiert. Der ist nicht geprägt von Sensationen, Skurrilitäten und extremen Vorfällen. Vielmehr von immer wiederkehrenden Alltagstätigkeiten. Da werden Bestellungen abgearbeitet, Bücher verpackt, dem Mahnwesen gehuldigt. Abends gibt es selbstgefertigtes Vegetarieressen &#8211; &#8220;100 % Bio wie immer&#8221; &#8211; und um Punkt 22 Uhr den schon fast sprichwörtlichen &#8220;Wein-nach-ten&#8221;. </p>
<p>Nun ist ja einer der Hauptvorwürfe gegen Twitter, dass all die veröffentlichten Kurznachrichten mit alltäglichen Vorgängen unbekannter Menschen unsinnig sind, nicht relevant, vielmehr total banal, was mit Absicht nach &#8220;total Banane&#8221; klingt. Das ist natürlich nicht ganz falsch, was die Inhalte an sich betrifft, gleichwohl Unfug, wie Luisante zu Recht nachgewiesen hat. </p>
<p>Das gleichmäßige Pulsieren unserer Timeline wird zu einem Stück Alltagsrhythmus. Alles ist gut, wenn es ist wie immer. Wenn es lauter wird, hektisch, chaotisch, dann wissen wir gleich: irgendwas ist passiert da draußen. Meistens nicht sehr angenehm. Deshalb brauchen wir diese Alltäglichkeiten, um ein bisschen Halt zu finden in diesem scheißhektischen Ding, das sie Welt nennen. Oder moderne Zeiten. Sie sollen zur Hölle fahren.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Warum das mit dem Kapitalismus so nicht funktioniert</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2010/05/06/warum-das-mit-dem-kapitalismus-so-nicht-funktioniert/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 18:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich, also von der Theorie her, ist der Kapitalismus doch ganz einfach. Irgendeiner braucht was, sagen wir mal einen BMW. Ein anderer stellt den dann her, also BMW diesen einen BMW. Nachfrage, Angebot und je nach dem, wer grad quantitativ im Vor- oder Nachteil ist, dann der hohe oder niedrige Preis. Alles prima, oder? Alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich, also von der Theorie her, ist der Kapitalismus doch ganz einfach. Irgendeiner braucht was, sagen wir mal einen BMW. Ein anderer stellt den dann her, also BMW diesen einen BMW. Nachfrage, Angebot und je nach dem, wer grad quantitativ im Vor- oder Nachteil ist, dann der hohe oder niedrige Preis. Alles prima, oder? Alle sind glücklich und zufrieden, theoretisch.</p>
<p>Tja, wenn es so einfach wäre. Denn dazwischen ist ja noch die Kommunikation, die Marktbeziehungen. Wenn der, der den BMW hat, gar nicht weiß von dem, der den BMW braucht, dann ist das ganz schlecht. Schicht im Schacht, zappenduster. Die müssen voneinander wissen, miteinander reden, alles abkaspern. </p>
<p>Ohne Kommunikation wird das nix mit dem Kapitalismus, weil die Marktteilnehmer ohne Verbindung einsam bleiben und veröden. Beispiel gefällig? Hier, der Herr <a href="http://twitter.com/bonzibuddy/status/13317130968">Bonzibuddy</a>, der hatte genau dieses Problem.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4584202157/" title="bonzibuddy by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3309/4584202157_0394d97091_o.jpg" width="595" height="245" alt="bonzibuddy" /></a></p>
<p>Herr B. konnte seine Nachfrage nicht konfigurieren und nicht artikulieren. Weil die Damen und Herren da in &#8220;deep south&#8221; München mal wieder Mist programmiert haben. Jetzt steht der Mann ohne BMW da. Sein sauer verdientes Kapital kann nicht zum Wohle der Volkswirtschaft in ein vermutlich hocheffizientes Mobilitätsgerät investieren. Der Kapitalfluss stockt, die Sore verschimmelt. Kein Wunder, dass alles zusammenbricht. So kann das mit dem Kapitalismus nicht funktionieren. </p>
<p><b>Nachtrag</b><br />
Eigentlich hatten wir mit dieser Twitkrit schon alles gesagt, dann aber kam soeben noch diese Nachricht rein</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4584844106/" title="bonzibuddy by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4071/4584844106_96855dee4f_o.jpg" width="597" height="199" alt="bonzibuddy" /></a></p>
<p>Wie man sieht, hilft auch der Gang zur Konkurrenz rein gar nicht weiter. Das Angebot kann die Nachfrage nicht befriedigen. Vermutlich wieder ein Kommunikationsproblem.</p>
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		<title>Die Sache mit den vielen Internets</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2010/05/04/die-sache-mit-den-vielen-internets/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 19:54:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Web &#8211; EIN unendlicher Raum? Nein! Denn erstens hat auch das Web ein Ende, wie alles Menschenzeugs. Zweitens gibt es ja angeblich schon jetzt mindestens zwei Internets, wie der Kollege FAZ-Blogger das behauptet. Das eine, so seine These, ist der umzäunte Garten, wo hinter den hohen, von Moralisten erichteten Mauern alles sauber und schön [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Web &#8211; EIN unendlicher Raum? Nein! Denn erstens hat auch das Web ein Ende, wie alles Menschenzeugs. Zweitens gibt es ja angeblich schon jetzt mindestens zwei Internets, wie der Kollege <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/crtl-verlust/archive/2010/04/26/der-korridor-der-politik-im-internet.aspx">FAZ-Blogger</a> das behauptet. Das eine, so seine These, ist der umzäunte Garten, wo hinter den hohen, von Moralisten erichteten Mauern alles sauber und schön ist, und dann das ganze Elend drumrum, das hässliche Web, voll mit, nur so als Beispiel, 4chan-Dreck und P2P-Urheberrecht-in-die-Tonne-tret-Zeugs. Von den KiPo- und Nazi-Abgründen mal ganz zu schweigen. Soweit also diese diskutierbare These.<br />
<span id="more-1388"></span><br />
Die klingt zunächst mal logisch, aber es ist doch alles ganz anders, worauf jüngst <a href="http://twitter.com/formschub/status/11711361019">Formschub</a> hingewiesen hat.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4578745815/" title="formschub by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3307/4578745815_864725da15_o.jpg" width="596" height="291" alt="formschub" /></a></p>
<p>Demnach, und das wird hier sprachlich überzeugend erfasst, gibt es zumindest VIER Internets. Schauen wir uns diese &#8220;Teilmengen&#8221; einmal genauer an.</p>
<p>Das wäre zunächst mal das &#8220;Verstehsnet&#8221;. Hierbei scheint es sich um das Internet zu handeln, das der gemeine Digitalnutzer zu verstehen glaubt. Wir halten das angesichts der vielen Dinge, die wir im Netz NICHT kapieren für durchaus nachvollziehbar. Zum Beispiel verstehen wir auf Grund sprachlicher Barrieren zumndest das russische und chinesische Web nicht, vom japanischen oder iranischen ganz zu schweigen. Aber auch Teile des Web wie zum Beispiel Esoterik- und Coaching-Kram (okay, eigentlich das gleiche) oder Anleitungen zum Bau von Sitzrädern kapieren wir einfach nicht.</p>
<p>Des weiteren also das &#8220;Funztnet&#8221;. Dieser Bereich grenzt sich ab durch das schlichte Vorhandensein von Funktion gegenüber dem Web, in dem es einfach nicht funzt. Also immer dann, wenn der Browser crasht. Oder das Geschäftsmodell nicht aufgeht.</p>
<p>Zuletzt also das Web, in dem Glauben herrscht. Ich glaube zum Beispiel nicht alles. Bild.de nicht, den Gottgläubigen nicht und allen, die lügen schon gar nicht. Ich glaube vielmehr den Ungläubigen (absurd, oder?).</p>
<p>Zusammenfassend kann man feststellen, dass das alles doch viel komplexer ist und es wahrscheinlich noch viel mehr Parallelwebs gibt, als wir uns das vorstellen können. Gibtsnet? Siehste, da fängt es doch schon an.</p>
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		<title>Auf die Fresse!</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2010/03/02/auf-die-fresse/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 16:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Achja, unsere geliebten Follower. Wenn wir sie nicht hätten, dann wäre das ja alles nichts. Und da liegt der Hund begraben. Denn, machen wir uns nichts vor: nur ein Follower ist ein guter Twitterer. Ein Nichtfollower hingegen ist sehr kritisch zu sehen (lohnt sich das Mitlesen wirklich?). Schlimmer ist nur noch der Unfollower. Der ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Achja, unsere geliebten Follower. Wenn wir sie nicht hätten, dann wäre das ja alles nichts. Und da liegt der Hund begraben. Denn, machen wir uns nichts vor: nur ein Follower ist ein guter Twitterer. Ein Nichtfollower hingegen ist sehr kritisch zu sehen (lohnt sich das Mitlesen wirklich?). Schlimmer ist nur noch der Unfollower. Der ist nämlich ein Riesenarschloch, ein Nixchecker, eine dumme Sau.<span id="more-1188"></span></p>
<p>Sicher, es gibt Beruhigungsmantren: Die Guten ins Kröpfen, die Schlechten ins Klo. Oder: Die kapieren es einfach nicht&#8230;</p>
<p>Hilft aber alles nicht. Es wird unweigerlich gegrübelt, wenn da wieder diese verdammte Zahl abnimmt. Man will ja die Herrschaften nicht vor den Kopf stoßen (okay, außer man heißt @placetogo). Man will sie anregen, begeistern, verrückt machen. Das Entfolgen ist das deshalb größte Drama, das uns Twitter gebracht hat. Die Erkenntnis dämmert: Twitter ist eben auch nur von dieser Welt. Ihr wisst schon, die Sache mit den zwei Seiten der Medaille. Das gute alte Rein-raus eben.</p>
<p>Der Entfolgung folgt zuweilen der Hass. Rache! Aber was verdammt tun, außer selbst entfolgen? Öffentliche Beschimpfung des Entfolgers, Anprangerung des Übeltäters? Sorry, aber das ist unter unserer Würde. Wir werden zwar entfolgt, aber wissen sollte das bitte keiner. Sich jetzt auch noch lächerlich machen, zur Erheiterung des Twitterversums: &#8220;Hihi, der hats aber auch echt mal verdient&#8230;&#8221;</p>
<p>Deswegen finden wir diesen Vorschlag des <a href="http://twitter.com/diktator/status/9438806163">@dikators</a> bedenkenswert. Fies, gemein und geheim &#8211; kurzum: absolut angemessen angesichts der Schwere des Verbrechens.</p>
<p><a title="diktator von twitkrit bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4401016527/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4020/4401016527_be3b55e40b_o.jpg" alt="diktator" width="595" height="279" /></a></p>
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		<title>Du bist nicht allein</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2010/02/16/du-bist-nicht-allein/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 15:10:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Karneval herrscht dieser Tage. Nix zu lachen. Nur Kopfschütteln und Verzweifelung. Dabei sind wir doch die von der lustigen Seite. Die hinter jedem Ding den eigentlichen (Wahn)Witz sehen. Das Absurde. Kommen uns schon vor wie die Irren. Die lachen, wenn es nix zu lachen gibt. Die weinen und verzweifeln, wenn die anderen sich amüsieren. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4362699494/" title="gebendeite von twitkrit bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4071/4362699494_68485e5e4d_o.jpg" width="595" height="170" alt="gebendeite" /></a></p>
<p>Karneval herrscht dieser Tage. </p>
<p>Nix zu lachen.  Nur Kopfschütteln und Verzweifelung. </p>
<p>Dabei sind wir doch die von der lustigen Seite. Die hinter jedem Ding den eigentlichen (Wahn)Witz sehen. Das Absurde. </p>
<p>Kommen uns schon vor wie die Irren. Die lachen, wenn es nix zu lachen gibt. Die weinen und verzweifeln, wenn die anderen sich amüsieren. Die tränenreich ein Pferd umarmen, das verprügelt wird. Und danach für Jahrzehnte in der Umnachtung verschwinden. </p>
<p>Ist es es schon so weit? Kann sein. Ist auch egal. Wir können jedenfalls über Witze nicht lachen. Seltenst.</p>
<p>Danke an <a href="http://twitter.com/gebenedeite/status/8862956157">@gebenedeite</a>. </p>
<p>So ist Twitter: Wir sind nicht allein.</p>
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