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	<title>Twitkrit &#187; baranek</title>
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	<description>Das Fachblog für Twitteraturkritik.</description>
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		<title>Auf die Fresse!</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2010/03/02/auf-die-fresse/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 16:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Achja, unsere geliebten Follower. Wenn wir sie nicht hätten, dann wäre das ja alles nichts. Und da liegt der Hund begraben. Denn, machen wir uns nichts vor: nur ein Follower ist ein guter Twitterer. Ein Nichtfollower hingegen ist sehr kritisch zu sehen (lohnt sich das Mitlesen wirklich?). Schlimmer ist nur noch der Unfollower. Der ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Achja, unsere geliebten Follower. Wenn wir sie nicht hätten, dann wäre das ja alles nichts. Und da liegt der Hund begraben. Denn, machen wir uns nichts vor: nur ein Follower ist ein guter Twitterer. Ein Nichtfollower hingegen ist sehr kritisch zu sehen (lohnt sich das Mitlesen wirklich?). Schlimmer ist nur noch der Unfollower. Der ist nämlich ein Riesenarschloch, ein Nixchecker, eine dumme Sau.<span id="more-1188"></span></p>
<p>Sicher, es gibt Beruhigungsmantren: Die Guten ins Kröpfen, die Schlechten ins Klo. Oder: Die kapieren es einfach nicht&#8230;</p>
<p>Hilft aber alles nicht. Es wird unweigerlich gegrübelt, wenn da wieder diese verdammte Zahl abnimmt. Man will ja die Herrschaften nicht vor den Kopf stoßen (okay, außer man heißt @placetogo). Man will sie anregen, begeistern, verrückt machen. Das Entfolgen ist das deshalb größte Drama, das uns Twitter gebracht hat. Die Erkenntnis dämmert: Twitter ist eben auch nur von dieser Welt. Ihr wisst schon, die Sache mit den zwei Seiten der Medaille. Das gute alte Rein-raus eben.</p>
<p>Der Entfolgung folgt zuweilen der Hass. Rache! Aber was verdammt tun, außer selbst entfolgen? Öffentliche Beschimpfung des Entfolgers, Anprangerung des Übeltäters? Sorry, aber das ist unter unserer Würde. Wir werden zwar entfolgt, aber wissen sollte das bitte keiner. Sich jetzt auch noch lächerlich machen, zur Erheiterung des Twitterversums: &#8220;Hihi, der hats aber auch echt mal verdient&#8230;&#8221;</p>
<p>Deswegen finden wir diesen Vorschlag des <a href="http://twitter.com/diktator/status/9438806163">@dikators</a> bedenkenswert. Fies, gemein und geheim &#8211; kurzum: absolut angemessen angesichts der Schwere des Verbrechens.</p>
<p><a title="diktator von twitkrit bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4401016527/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4020/4401016527_be3b55e40b_o.jpg" alt="diktator" width="595" height="279" /></a></p>
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		<title>Du bist nicht allein</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2010/02/16/du-bist-nicht-allein/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 15:10:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Karneval herrscht dieser Tage. 
Nix zu lachen.  Nur Kopfschütteln und Verzweifelung. 
Dabei sind wir doch die von der lustigen Seite. Die hinter jedem Ding den eigentlichen (Wahn)Witz sehen. Das Absurde. 
Kommen uns schon vor wie die Irren. Die lachen, wenn es nix zu lachen gibt. Die weinen und verzweifeln, wenn die anderen sich amüsieren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4362699494/" title="gebendeite von twitkrit bei Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4071/4362699494_68485e5e4d_o.jpg" width="595" height="170" alt="gebendeite" /></a></p>
<p>Karneval herrscht dieser Tage. </p>
<p>Nix zu lachen.  Nur Kopfschütteln und Verzweifelung. </p>
<p>Dabei sind wir doch die von der lustigen Seite. Die hinter jedem Ding den eigentlichen (Wahn)Witz sehen. Das Absurde. </p>
<p>Kommen uns schon vor wie die Irren. Die lachen, wenn es nix zu lachen gibt. Die weinen und verzweifeln, wenn die anderen sich amüsieren. Die tränenreich ein Pferd umarmen, das verprügelt wird. Und danach für Jahrzehnte in der Umnachtung verschwinden. </p>
<p>Ist es es schon so weit? Kann sein. Ist auch egal. Wir können jedenfalls über Witze nicht lachen. Seltenst.</p>
<p>Danke an <a href="http://twitter.com/gebenedeite/status/8862956157">@gebenedeite</a>. </p>
<p>So ist Twitter: Wir sind nicht allein.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vahstehste?</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2010/01/19/vahstehste/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 16:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Metatwit]]></category>

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		<description><![CDATA[Einer muss den verdammten Job machen. Wer wäre dazu besser geeignet als wir Wadenbeißer von Twitkrit? Fröhlich schreiten wir dorthin, wo es wehtut, legen lächelnd die Finger in schwärende Wunden und drücken sanft wedelnd die Zaunpfähle rein, an denen es langgeht.
Es gilt verwerfliche Fehlentwicklungen zu geißeln! 
Beispielsweise in diesem Tweet vom @momo13

Die Begrenzung der Textmenge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer muss den verdammten Job machen. Wer wäre dazu besser geeignet als wir Wadenbeißer von Twitkrit? Fröhlich schreiten wir dorthin, wo es wehtut, legen lächelnd die Finger in schwärende Wunden und drücken sanft wedelnd die Zaunpfähle rein, an denen es langgeht.</p>
<p><strong>Es gilt </strong><strong>verwerfliche Fehlentwicklungen zu geißeln! </strong></p>
<p><strong><span id="more-1047"></span></strong>Beispielsweise in diesem Tweet vom <a href="http://twitter.com/momo13/status/7598793443" target="_blank">@momo13</a></p>
<p><a title="momo13 by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4287164717/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2770/4287164717_8ca521ca3e_o.jpg" alt="momo13" width="597" height="241" /></a></p>
<p>Die Begrenzung der Textmenge auf hundertvierzig Zeichen hat seit frühester Twittersteinzeit zur Folge, dass abkürzende Kodes verwendet werden. Dieser an sich sinnvoll platzsparende Einbau von Kürzeln ist problematisch. Denn nur in den wenigsten Fällen erklären sich die Kurzzeichen selbst. Die Folge: Die Verständlichkeit der Nachrichten nimmt enorm ab. Das Twitterversum wird immer autistischer. Ein Großteil der Versuche, Twitter neuen Interessierten zu erklären, erstreckt sich denn auch inzwischen darauf, diese Kodes zu dechiffrieren. <strong>Vahstehste?</strong></p>
<p>Wie weit man ausholen muss, um den eigentlichen Vorgang, dessen sinnlose Protokollierung Teil des Problems ist, hinter der von @momo13 veröffentlichten Zeichenfolge zu erläutern, sieht man hier:</p>
<ul>
<li>Kern des Botschaft ist die Protokollierung einer Nachrichtenkette</li>
<li>Die Nachricht suggeriert, dass am Anfang eine Botschaft von @jowitte stand.</li>
<li>Demnach scheint @jowitte, ersichtlich durch das &#8220;(via&#8230;)&#8221;, das &#8220;#glotw&#8221; für gut befunden zu haben.</li>
<li>&#8220;#glotw&#8221;* ist der <em>hashtag</em>, mit dem eine private Feier des Twitternutzers @holadiho verschlagwortet wurde. Daraus erklärt sich der Sinn von &#8220;Schön wars bei @holadiho&#8217;s #glotw&#8221;</li>
<li>Diese @jowitte-Nachricht wurde weiterverbreitet von @wiik, offenbar auch ein Besucher auf dieser Party, denn er fügt hinzu &#8220;Finde ich auch &#8230;thx, @holadiho&#8221;.</li>
<li>&#8220;thx&#8221; kommt von engl. &#8220;thanks&#8221; und bedeutet &#8220;Danke&#8221;</li>
<li>@wiik hat also die erste Nachricht von @jowitte nicht nur komplett  zitiert, sondern auch ergänzt.</li>
<li>Zuletzt hat @momo13 dieses ganze Konstrukt, also die Kopie einer ergänzten Kopie, ihrerseits um eine Meinung ergänzt &#8211; &#8220;Stimmt&#8221; &#8211; und dann abgesendet.</li>
</ul>
<p>Es geht, das soll hier klipp und klar gesagt werden, gar nicht um die Person @momo13. Die twittert ganz prima. Es geht einzig um die Tatsache, dass es als angemessen oder gar schick gilt, diese Kodes schier endlos ineinander zu verschachteln, statt Klartext zu reden: <em>Party bei @holadiho (Danke dir!) war toll, wie auch schon @wiik und @jowitte richtig gesagt haben.</em> (98 Zeichen)</p>
<p>Als uneinsichtige Verfechter klarer Sprache und kluger Sätze müssen wir hier einschreiten. Wir bitten, warnen und beschwören die Twitterwelt: <strong>Reißt die Mauern der Abbreviaturen nieder! Sprecht Klartext! </strong></p>
<p><em>P.S.: Es war übrigens echt ne gute Party. Thx @holadiho. #glotw</em></p>
<p>* gentlemen, look on this wonder<em> (Walt Whitmann)<br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Feuer, bitte</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2010/01/11/feuer-bitte/</link>
		<comments>http://www.twitkrit.de/2010/01/11/feuer-bitte/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 18:48:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt steht nicht still. Trotz Schneemassen pflügen wir uns weiter durch den ganzen Kram, um zu Dingens zu gelangen. Die gelungene Vorwärtsdrift bedarf allerdings Wegmarken. Für einfache Gemüter, die echt nicht wissen, wo&#8217;s lang geht, werden diese in Sinnsprüchlein gemeißelt. Ach, nee, andersrum, selbige werden denen ins Hirn gemeißelt. Damit es besser reingeht, sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt steht nicht still. Trotz Schneemassen pflügen wir uns weiter durch den ganzen Kram, um zu Dingens zu gelangen. Die gelungene Vorwärtsdrift bedarf allerdings Wegmarken. Für einfache Gemüter, die echt nicht wissen, wo&#8217;s lang geht, werden diese in Sinnsprüchlein gemeißelt. Ach, nee, andersrum, selbige werden denen ins Hirn gemeißelt. Damit es besser reingeht, sind die Autoren dieser Sätze wichtig. Müssen glaubhafte Autoritäten sein.<br />
<span id="more-991"></span><br />
Eine Autorität der Achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, einer schlimmenschlimmen Zeit, war ein Häuptling der Indianer, dem dieser Satz zugeschrieben wurde.</p>
<blockquote><p>Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann.</p></blockquote>
<p>Wie gesagt, die Achtziger waren schlimm.</p>
<p>Nun hat uns Twitter, ebenso ein, wie allgemein versichert wird, sehr vertrauenswürdiger Kanal, mit dieser Nachricht versorgt von <a href="http://twitter.com/seiz/status/7555793680">@seiz</a>.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4266845342/" title="seiz by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4048/4266845342_a66af552b4_o.jpg" width="600" height="275" alt="seiz" /></a></p>
<p>Die Welt steht nicht still. Das Web wächst. Print ist todkrank. Die letzte Tageszeitung wird in Kürze erscheinen. Sind wir uns des Verlustes tatsächlich schon vollständig bewusst? Wissen wir wirklich, wohin die Reise geht, was wir damit anrichten? Diese Frage soll uns in die weiche Denkmasse gemeißelt werden.</p>
<p>Wir sagen allerdings: Och komm, das Feuer geht doch gar nicht mehr aus&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Freiheit für Trash-TV-Twitterer</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2010/01/07/freiheit-fur-trash-tv-twitterer/</link>
		<comments>http://www.twitkrit.de/2010/01/07/freiheit-fur-trash-tv-twitterer/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 18:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Metatwit]]></category>
		<category><![CDATA[trash-tv]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Abende, die sind in Twitterland für die einen ziemlich lustig und für die anderen einfach nur der Horror. Problem ist dabei, dass der Graben zwischen den beiden Lagern offenbar mit der Zeit immer tiefer geworden ist.
Die Rede ist vom Trash-TV-Twittern, also der begleitenden Kommentierung von Sendungen, die die einen nur deshalb schauen, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Abende, die sind in Twitterland für die einen ziemlich lustig und für die anderen einfach nur der Horror. Problem ist dabei, dass der Graben zwischen den beiden Lagern offenbar mit der Zeit immer tiefer geworden ist.</p>
<p>Die Rede ist vom Trash-TV-Twittern, also der begleitenden Kommentierung von Sendungen, die die einen nur deshalb schauen, um sich lustvoll von Formaten wie DSDS, Bauer sucht Frau oder Popstars abzugrenzen. Die anderen finden aber diese Formate so unterirdisch, dass selbst diese ironischen Kommentare ihren Toleranzpegel erheblich überschreiten. Sobald entsprechende hashtags wie #dsds und #bsf vermehrt im Nachrichtenstrom erscheinen, kommt es daher zu einem Phänomen, das es ansonsten bei Twitter eher selten gibt: die Twitterei der anderen wird massiv gemaßregelt.</p>
<p><span id="more-983"></span><br />
Die Kritiker meinen: diese Sendungen sind so trashig, so unter allem Niveau, dass sich selbst das Kommentieren selbiger verbietet. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass niemand der Trash-TV-Twitterer diese Formate verteidigt oder gar gut findet. Nein, sie ziehen tüchtig darüber her, es bleibt kein Auge trocken. Dinge, die die Moralisten, so seien sie jetzt hier mal genannt, einfach nicht hören wollen.</p>
<p>Diese Wellen künstlicher Aufregung sind gelinde gesagt etwas merkwürdig.</p>
<p>Normalerweise schreibt halt jeder bei Twitter rein, was er so denkt, berichtet von seinem PHP-Problem, dem letzten Kinobesuch, der zukünftigen Mahlzeit oder was ihn sonst grade aufregt, verblüfft, belustigt. Diese Nachrichten werden gerne kommentiert, allerdings inhaltlich. Und wenn man nach einer gewissen Zeit von einem Zeitgenossen gelangweilt oder genervt ist, dann schaltet man diese einfach ab. Entfolgt einfach still und leise.</p>
<p>Problem beim Trash-TV-Twittern ist, dass diese Regel nicht gilt.</p>
<p>Denn an diesem Phänomen beteiligen sich auch einige der bekannteren Figuren. Oder einfach Leute, die man gut kennt. Die möchten offenbar aber viele nicht abschalten, sondern ärgern sich nur maßlos, dass das böseböse Fernsehen überhaupt noch Aufmerksamkeit findet. Grade auch noch von diesen ansonsten doch recht amüsanten Schreiberlingen. Und so gehäuft. Also wird ermahnt, gerüffelt, geseufzt, was denn in dieser verdammten Twitterwelt wieder los ist. Wie man solche Sendungen überhaupt anschalten kann. Diese mit Aufmerksamkeit belohnt, statt sie mit Nichtachtung zu bestrafen.</p>
<p>Das heißt: die anderen werden nicht inhaltlich kritisiert, sondern es wird ein Themenverbot postuliert. Das gibt es sonst, wie gesagt, nie.</p>
<p>Themenverbote sind das gleiche wie Denkverbote und das ist doof.</p>
<p>Jetzt könnte man natürlich sagen: Was soll&#8217;s, lass sie doch meckern. Das nervt halt nur genauso wie die Trash-TV-Twitterer.</p>
<p>Hm, ist an sich nicht ganz falsch, allerdings werden die Kritiker nach meiner Meinung von mal zu mal sauertöpfischer, aggressiver, ja, zu echten Spaß- und Spielverderbern. Sie holen die verbalen Hochdruckreiniger raus, um ihre Timeline zu säubern, statt einfach nur darüber hinwegzusehen, wie sonst auch.</p>
<p>Die Toleranzschwelle sinkt und das finde ich dämlich. Das ist zu kritisieren. Das prangere ich an.</p>
<p>Deshalb: <strong>Freiheit für die Trash-TV-Twitterer!</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Richtig leben mit falschen</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2010/01/05/richtig-leben-mit-falschen/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 13:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir von Twitkrit sind ja so ein versprengter Haufen philosophischer Halbprofis. Bedeutet, dass wir die Weisheit so halb lieben. Mit der anderen Hälfte haben wir Sympathie für die bekloppten Sachen. Die meistens auch irgendwie weise sind.
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. &#8211; an diesen über 50 Jahre alten Satz von Großmeister Adorno mussten wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir von Twitkrit sind ja so ein versprengter Haufen philosophischer Halbprofis. Bedeutet, dass wir die Weisheit so halb lieben. Mit der anderen Hälfte haben wir Sympathie für die bekloppten Sachen. Die meistens auch irgendwie weise sind.</p>
<p><em>Es gibt kein richtiges Leben im falschen.</em> &#8211; an diesen über 50 Jahre alten Satz von Großmeister Adorno mussten wir daher unwillkürlich denken, als dieser Tweet von <a href="http://twitter.com/function/status/7368469250">@function</a> in der Timeline erschien.<span id="more-973"></span></p>
<p><a title="function by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4248019860/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4055/4248019860_889b8026eb_o.jpg" alt="function" width="597" height="244" /></a></p>
<p>Diese Assoziation war natürlich völlig assimäßig, aber was solls &#8211; <em>that&#8217;s Twitter, darling!</em> Denn während der adorierte Adorno meinte, man müsse die eigenen Vorstellungen vom richtigen Leben auch in widrigen, als falsch erkannten Umständen unbedingt weiter verfolgen, denn noch lebt man ja nicht richtig, weil im falschen, was ja nicht geht, marschiert der Tweet von @function in eine ganz andere Richtung.</p>
<p>Bei ihm schließen das Echte und das Falsche eine unheilige Allianz, könnte man sagen. Wir stimmen dem Tweet trotzdem unbedingt zu. Entspricht unserer Alltagswahrnehmung. Sehr gut beobachtet. Perfekt auf den Punkt gebracht. Was hat das alles mit Adorno zu tun? Nix.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Familiendingens</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2009/12/25/familiendingens/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 16:20:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Twitpickritik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.twitkrit.de/?p=965</guid>
		<description><![CDATA[Twitter ist kein Sonderland abgehobener IT-Fuzzis und extrovertierter Medienfreaks, nein, Twitter ist ein getreues Spiegelbild dessen, was ist. Diese These wird wieder einmal untermauert in diesen Tagen, in denen es weihnachtet. Nun ist unsere Timeline aus nachvollziehbaren Gründen nicht gerade gerammelt voll mit religiös inspirierten Schreibern. Darum geht es auch gar nicht. Vielmehr zieht sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Twitter ist kein Sonderland abgehobener IT-Fuzzis und extrovertierter Medienfreaks, nein, Twitter ist ein getreues Spiegelbild dessen, was ist. Diese These wird wieder einmal untermauert in diesen Tagen, in denen es weihnachtet. Nun ist unsere Timeline aus nachvollziehbaren Gründen nicht gerade gerammelt voll mit religiös inspirierten Schreibern. Darum geht es auch gar nicht. Vielmehr zieht sich ein beherrschender roter Faden durch die Nachrichten: die Familie. <span id="more-965"></span></p>
<p>Da wird gereist, angekommen und besucht. Es werden Bäume gefällt, aufgerichtet und geschmückt. Es wird gekocht, getrunken und beschert. Die Kinder werden beruhigt, die Eltern auch. Es werden PCs gerichtet, Wachsflecken gemeldet. Nachbarn streiten sich. Es wird gekocht, die Völlerei bestöhnt und der Suff.</p>
<p>Egal, selbst die härtesten Ironiker und An-allem-Zweifler, um die Familie kommen sie in diesen Tagen nicht herum. Zugegeben, wir mögen sie sonst auch nicht, die Sippschaft. Auch wir vermuten da viel falsch, viel Fassade und nach drei Tagen nervt es eigentlich nur noch. Wir sehnen uns zurück nach den Wahlverwandtschaften.</p>
<p>Trotzdem: Twitterdeutschland versammelt sich an dampfenden Tellern, lässt fünfe grade sein und trifft auf Menschen, mit deren Lebenswelt man sonst gar nichts zu tun haben möchte. Hat was von Erdung, von Herausschleuderung aus dem Netzalltag. Das mag nicht ohne Konflikte abgehen, ohne Staunen und Kopfschütteln.</p>
<p>Stellvertretend für diesen Moment können wir dankenswerterweise dieses Foto von <a href="http://twitter.com/riot36/status/7009520475">@riot36</a> zeigen. Wir finden das nicht nur anrührend, sondern ganz erstaunlich. Für uns ist es DAS Bild des Heiligabend 2009. All die Irrungen und Wirkungen unserer verkorksten Moderne mit ihren verstörenden Sitten auf einen Blick erfasst. Sicher, ein Schnappschuss, ein Handyfoto. Trotzdem: <em>Twitter at it&#8217;s best.</em></p>
<p><a title="riot_36 by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4212774065/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2795/4212774065_e4e6d7b5df_o.jpg" alt="riot_36" width="600" height="450" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum wir mehr Twiets brauchen</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2009/12/22/warum-wir-mehr-twiets-brauchen/</link>
		<comments>http://www.twitkrit.de/2009/12/22/warum-wir-mehr-twiets-brauchen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 11:47:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Metatwit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.twitkrit.de/?p=959</guid>
		<description><![CDATA[Twitter gibt es jetzt auch auf Deutsch &#8211; das war DIE Nachricht der letzten Woche aus unserem beliebten Paralleluniversum. Tatsächlich hatte sich in den vergangenen Monaten eine ganze Horde Freiwilliger daran gemacht, die komplette Benutzeroberfläche ins Deutsche zu übersetzen. Das Ergebnis hat zwar noch einige Ecken und Kanten, kann sich aber soweit sehen lassen. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Twitter gibt es jetzt auch auf Deutsch &#8211; das war DIE Nachricht der letzten Woche aus unserem beliebten Paralleluniversum. Tatsächlich hatte sich in den vergangenen Monaten eine ganze Horde Freiwilliger daran gemacht, die komplette Benutzeroberfläche ins Deutsche zu übersetzen. Das Ergebnis hat zwar noch einige Ecken und Kanten, kann sich aber soweit sehen lassen. Das Ziel, Twitter für Leute nutzbar zu machen, die sich in der englisch dominierten Websprache nicht auskennen, ist soweit erreicht.</p>
<p><span id="more-959"></span></p>
<p>Auf den schnellen Blick fallen allerdings zwei haarsträubende Ungereimtheiten auf, die leider mal wieder vermuten lassen, dass sich mehr IT-Menschen an der Sache beteiligt haben und kaum Texter mit echten Sprach- und Rechtschreibkompetenzen.</p>
<p>He, Leute: &#8220;du&#8221;, &#8220;dich&#8221;, &#8220;deiner&#8221; &#8211; die Anrede in der zweiten Person wird KLEIN geschrieben und NICHT groß. Auch wenn ihr es lieber seht und eine Analogie zur Anrede in der dritten Person &#8211;  &#8220;Sie&#8221; &#8211; herstellen wollt: &#8220;Du&#8221; ist definitiv falsch.</p>
<p>Ein zweiter Punkt: Ist der Übersetzungsmeute wirklich nichts besseres eingefallen für &#8220;Following&#8221;, also die Bezeichnung für diejenigen, deren Nachrichten ein Nutzer folgt? &#8220;Follower&#8221; ist ja noch akzeptabel, hat sich verbreitet in der Webwelt, aber &#8220;Following&#8221;? Das sagt doch kein Mensch! Ähnlich ist auch weiter von &#8220;Timeline&#8221; die Rede. Nachrichtenstrom? Zeitleiste?</p>
<p>Irgendwie, und das ist jetzt unsere ganz und gar nicht deutschfrömmelnde, sprachpuristische Meinung, sind die Deutschen &#8211; vor allem in der Web- und Werbewelt &#8211; ganz-ganz feige. Unterhaltsame Sprachkreationen in unserer Vati-/Muttisprache sind verpönt. Wer schlau und weltgewandt wirken will, streut englische Begriffe in die Monologe ein. Dabei, und das sei hier klargestellt, ist es an sich völlig unkritisch, ob Wörter importiert werden. Wenn es woanders ein besseres Wort für einen bestimmten Zustand oder Tätigkeit gibt als bisher, her damit! Problem ist immer nur der Zwang, diese auch englisch aussprechen zu müssen. Wer es nicht tut und &#8220;Computer&#8221; ohne &#8220;j&#8221; spricht, macht ebenso sich zum ungebildeten Deppen, wie derjenige, der &#8220;Kompjuter&#8221; schreibt.</p>
<p>Das finden wir schade, jammerschade. Andere Sprachen sind da viel selbstbewusster. Wir meinen da jetzt gar nicht unbedingt die Franzosen, deren Anstrengungen, Begriffe in der eigenen Sprache zu etablieren, manchmal etwas bemüht wirken. Andere, wie die Spanier und die Polen zum Beispiel, sind da viel lockerer und nationalisieren munter die fremden Worte. Unterwerfen sie einfach in Aussprache und Grammatik ihren eigenen Gesetzen. Nur die Deutschen bestehen weiter auf Aussprache in fremder Zunge und maulen dann auch noch, wenn sich im Laufe der Jahrzehnte die Rechtschreibung der Aussprache anpasst, wie bei &#8220;Portmonee&#8221;.</p>
<p>Zu welch argen Verwirrungen diese Haltung inzwischen führt, illustriert diese Nachricht von <a href="http://twitter.com/diestoffel/status/6733872467">@diestoffel</a>.</p>
<p><a title="diestoffel by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4206097594/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4058/4206097594_6423f3d78e_o.jpg" alt="diestoffel" width="597" height="278" /></a></p>
<p>Da geht offenbar einiges durcheinander in den Köpfen. Die Folge: man versteht sich einfach nicht mehr. Und das ist die wichtigste Funktion der Sprache: sich zu verstehen. Der ganze Rest ist scheißegal.</p>
<p>PS: Froh stimmt uns übrigens der Umstand, dass die Gesellschaft für deutsche Sprache das Verb &#8220;twittern&#8221; auf seiner Liste der Worte des Jahres 2009 platziert hat. Wenn wir jetzt noch bald von &#8220;Twiets&#8221; lesen, wird&#8217;s richtig gut.</p>
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		<title>Das Konzept des &#8220;Nikolaus&#8221; im Zeitalter seiner twitterischen Reproduzierbarkeit</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2009/12/07/das-konzept-des-nikolaus-im-zeitalter-seiner-twitterischen-reproduzierbarkeit/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 15:55:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern war es wieder soweit: Der 6. Dezember gilt als der Tag, an dem der Nikolaus kommt und den Kindern was in ihre vor der Tür gestellten, natürlich frisch geputzten Schuhe steckt. Dieser Kinderglaube findet zwar in Twitterland eine gewisse Beachtung, hat aber ansonsten kaum eine Chance, ernst genommen zu werden.
Vielmehr verfolgen deren Bewohner auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war es wieder soweit: Der 6. Dezember gilt als der Tag, an dem der Nikolaus kommt und den Kindern was in ihre vor der Tür gestellten, natürlich frisch geputzten Schuhe steckt. Dieser Kinderglaube findet zwar in Twitterland eine gewisse Beachtung, hat aber ansonsten kaum eine Chance, ernst genommen zu werden.</p>
<p>Vielmehr verfolgen deren Bewohner auch in diesem Fall prinzipiell die Strategie der Entzauberung derartiger Mythen im Benjaminischen Sinne. Jener Walter Benjamin hatte Anfang des letzten Jahrhunderts die Aufgabe des künstlerischen Schaffens darin gesehen, &#8220;<em>in den Dienst einer materialistischen Entmythologisierung einzutreten und unmittelbar eine Funktion im Emanzipationskampf der Gesellschaft zu übernehmen</em>&#8221; (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Benjamin#Werk">Wikipedia</a>).</p>
<p><span id="more-912"></span>Diesem Anspruch stellt sich Twitterland tapfer. Allerdings bedienen sich die Twitterianer dabei sprachlicher Mittel, die als feine Ironie zu bezeichnen doch stark übertrieben wäre. Vielmehr geht es ziemlich direkt, ja, fast brutal zur Sache. Jedoch bleiben gewisse Zweifel, ob man der Aufgabe wirklich gewachsen ist.</p>
<p>Als Beispiel hier der Herr <a href="http://twitter.com/wimbauer/status/6383903499 ">@wimbauer</a></p>
<p><a title="wimbauer by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4166560278/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2590/4166560278_46240c5505_o.jpg" alt="wimbauer" width="597" height="239" /></a></p>
<p>Dieses Szenario gibt uns allerdings zu denken. Hat unser verehrter Antiquar wirklich eine solche Anlage installiert? Verwahrt er tatsächlich extrem Geldwertes in seinen Kammern, das die Installation einer solchen Todesmaschine rechtfertigt? Bisher konnte man eher den Eindruck gewinnen, als handele sich nur um Bücher, bedrucktes Totholz. Nunja, da scheinen sich die subjektiven Wertmaßstäbe verschoben zu haben. Und weiter: glaubt Herr @wimbauer denn immer noch an den Weihnachtsmann? Der Tweet lässt uns verwirrt zurück.</p>
<p>Herr <a href="http://twitter.com/FrizzFeick/status/6398672418">@FrizzFeick</a> hingegen versucht, mit einer an sich lässlichen Stilfrage das Konzept &#8220;Nikolaus&#8221; zu konterkarieren.</p>
<p><a title="frizzfeick by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4166560066/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2621/4166560066_3965143e8c_o.jpg" alt="frizzfeick" width="596" height="183" /></a></p>
<p>Dabei hat der Nikolaus doch schwarze Stiefel an, so der Volksglaube. Herr FrizzFeick, so geht es nicht. Chucks! Entweder Sie bleiben im Bild oder lehnen das Konzept ganz ab. Modernisierungsversuche erneuern letztendlich nur dessen Gültigkeit.</p>
<p>Wie so oft, muss erstmal die Bremer Fraktion in Form von <a href="http://twitter.com/placetogo/status/6396512736">@placetogo</a> ran, um dem Entzauberungsauftrag aber sowas von gerecht zu werden.</p>
<p><a title="placetogo by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4165801943/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2600/4165801943_4f0acf4f98_o.jpg" alt="placetogo" width="597" height="218" /></a></p>
<p>Klare Ansage, das. Gleichwohl sei die Frage erlaubt, mit welchen dumpfbackigen WGlern man sich im Norden eigentlich zu umgeben beliebt. So wird das nichts.</p>
<p>Zuletzt noch eine nicht ganz jugendfreie Nachricht von <a href="http://twitter.com/ringelsocke/status/6396513668">@ringelsocke</a>.</p>
<p><a title="ringelsocke by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4165801815/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2679/4165801815_c193ee6deb_o.jpg" alt="ringelsocke" width="597" height="235" /></a></p>
<p>Bemerkenswert: Hier wird das Konzept des Verschenkens nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Allerdings spielt die Figur des Nikolaus keine Rolle mehr. Vielmehr wird der Mythos insofern entzaubert, als nicht der Rauschebart austeilt, sondern die Erwachsenen das übernehmen. Adiós, Kinderglaube. Übrigens, Frau Ringelsocke, um die Frage zu beantworten: Ja, durchaus. Das Konzept wird keineswegs durch eine Entdinglichung ausgehebelt.</p>
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		<title>Laubsorgen</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2009/11/24/laubsorgen/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 10:37:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Twitter &#8211; die größte Klagemauer der Welt. Gejammert wird vorzugsweise über schlechtes Fernsehen, unverbesserliche Internetausdrucker, abkackende PCs, sich um Sekunden verspätende Züge der Deutschen Bahn, verschobende Check-Ins, bohrende Handwerker, den Geschlechtsverkehr vollziehende Nachbarn, halbtaube Speedmetaller, müffelnde Sitznachbarn im Öffentlichen Nahverkehr undsoweiter undsofort. Vom Wetter ganz zu schweigen.
Twitterland ist ein Jammertal.
(Un)beliebt sind auch saisonale Lärmstörungen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Twitter &#8211; die größte Klagemauer der Welt. Gejammert wird vorzugsweise über schlechtes Fernsehen, unverbesserliche Internetausdrucker, abkackende PCs, sich um Sekunden verspätende Züge der Deutschen Bahn, verschobende Check-Ins, bohrende Handwerker, den Geschlechtsverkehr vollziehende Nachbarn, halbtaube Speedmetaller, müffelnde Sitznachbarn im Öffentlichen Nahverkehr undsoweiter undsofort. Vom Wetter ganz zu schweigen.</p>
<p>Twitterland ist ein Jammertal.<span id="more-871"></span></p>
<p>(Un)beliebt sind auch saisonale Lärmstörungen, die ausgehen von Rasenmähern, Baumsägen oder den umfänglich eingesetzten Laubsaugern, die ja eigentlich Puster sind. Vor allem letztere versetzen uns Mikroblogger oft in Rage. Aber mal ehrlich: wer mag schon auf der glitschigen Biomasse aus dem Gleichgewicht gebracht werden und sich die lebenswichtigen Extremitäten brechen? Zum Beispiel die Tipptippfingerchen? Niemand! <em>So what</em>?</p>
<p>Der größte Feind des engagierten Laubsammlers ist die Feuchtigkeit. Je nasser das Laub, desto höher der Einsatz des Geräts. Hier hat nun <a href="http://twitter.com/bov/status/6003559937">@bov</a> einen Vorschlag unterbreitet, der erwägenswert scheint.</p>
<p><a title="bov von twitkrit bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/4130787806/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2686/4130787806_e4bf720707_o.jpg" alt="bov" width="594" height="274" /></a></p>
<p>Kann damit der Lärmpegel begrenzt werden? Vermutlich schon. Kann damit der Energieverbrauch vermindert werden? Vermutlich nicht. Nunja, alles hat zwei Seiten. Wenn damit allerdings das Gejammer zumindest bei diesem Problem etwas gemindert würde, dann wären wir dem Ziel ewiger Harmonie schon ein kleines Stückchen näher.</p>
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