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	<title>Twitkrit &#187; baranek</title>
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	<description>Das Fachblog für Twitteraturkritik.</description>
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		<title>Das Geschlecht des Faschismus</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 17:14:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[War Eva Braun Nazieuse? Nooaain, war doch nur ein verführtes Dummchen. War Leni Riefenstahl eine Faschatussi? Achwas, es handelte sich um eine begnadete Künstlerin, die unbedingt ihr geniales Werk in die Welt bringen musste. Die dürfen sowas. War überhaupt jemals eine Frau so eine richtige Faschistin? Vielleicht Frau Goebbels, aber handelte es dabei wirklich um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>War Eva Braun Nazieuse? Nooaain, war doch nur ein verführtes Dummchen. War Leni Riefenstahl eine Faschatussi? Achwas, es handelte sich um eine begnadete Künstlerin, die unbedingt ihr geniales Werk in die Welt bringen musste. Die dürfen sowas. War überhaupt jemals eine Frau so eine richtige Faschistin? Vielleicht Frau Goebbels, aber handelte es dabei wirklich um ein weibliches Wesen? Wir wissen es nicht genau. Obwohl, fünf Kinder&#8230; Nungut, Ausnahmen bestätigen die Regel.</p>
<p>Jedenfalls liegt es doch ganz klar auf der Hand: Nazis waren Männer. Das ist bis heute nicht anders. Oder ist N*D-Zombie Holger A. aus Sachsen doch getransgendert? Ich will es gar nicht wissen&#8230; </p>
<p>Also: Nazis = Männer. Und: Männer = Nazis? Nee, komm, das geht zu weit. Jetzt hört&#8217;s mal auf.</p>
<p>Auf jeden Fall: Frauen ≠ Nazis. Das hat @mbukowski auf Twitter erfahren. Und Twitter lügt nie, ihr Deppen.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/6022173719/" title="mbukowski by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6085/6022173719_20509d7b1a_z.jpg" width="550" height="240" alt="mbukowski"></a></p>
<p>[<a href="https://twitter.com/#!/mbukowski/status/98509571643019264">Tweetlink</a>]</p>
<p>Puh, bin ich froh, dass ich die Frauen so generell mag und Männer weniger, ich olle Hete. Nachher flirte ich noch 1 Fascho an. Das würde mich betrüben. Bei Frauen dagegen ist man per se auf der richtigen Seite. </p>
<p>Und was ist mit mir? Ich will doch kein Fascho werden *grein*. Wisst ihr was: ich lass mich umoperieren. Nächste Woche. Bestimmt. Sicher ist sicher.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Schrei nach Zehen</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/06/25/der-schrei-nach-zehen/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 07:41:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass die Nutzung von Twitter nicht nur soziologische Millieustudien ermöglicht, sondern insbesondere Erkenntnisse zum körperlichen Selbstverständnis zeitgenösssicher Maschinennutzer, hatte ich bereits in einem bahnbrechenden Artikel ausgeführt. Damals ging es um Brüste. Jetzt widme ich mich den Zehen. [Hrhrhr]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Nutzung von Twitter nicht nur soziologische Millieustudien ermöglicht, sondern insbesondere Erkenntnisse zum körperlichen Selbstverständnis zeitgenösssicher Maschinennutzer, hatte ich bereits in einem bahnbrechenden Artikel ausgeführt. Damals ging es um <a href="http://www.twitkrit.de/2009/10/13/twitters-scharfe-braute/">Brüste</a>.</p>
<p>Jetzt widme ich mich den Zehen. </p>
<p>[Hrhrhr <--- dies gilt dem verdrucksten Gekicher, das ich unter verfehlter Sexualisierung einordne. Das prangere ich noch nicht mal an.]</p>
<p>Es bleibt festzuhalten, dass die uns fernsten Körperteile einer gewissen Vernachlässigung unterliegen. Dreckige Füße sind jetzt nicht sooooo ein Problem, professionelle Fußpflege wird generell doch eher belächelt, während Coiffeure zum Beispiel vergöttert werden.</p>
<p>Auf eine weitere Diskriminierung machte mich dieser Tweet von <a http://www.twitter.com/rozanna">@rozanna</a> aufmerksam.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5868970966/" title="Rozanna by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3224/5868970966_1985e6f4f9.jpg" width="500" height="237" alt="Rozanna"></a></p>
<p><a href="https://twitter.com/#!/Rozana/status/80383297494065152">Tweet-Link</a></p>
<p>Gott schuf seinerzeit aus dem Nichts, indem er benamte. Was keinen Namen hat, das existiert nicht. Geringer kann man niemanden schätzen. Wobei man hinzufügen sollte, so das Ergebnis einer Kurzrecherche in Sachen Fußanatomie, dass die Wissenschaft den Zehen Namen gab: I, II, III, IV und V. </p>
<p>Nachdem das individuelle Schicksal geklärt wäre, betrachten wir die Zehen nun als Gemeinschaft. Vereint entwickeln die lustig wackelnden Kollegen unversehens begriffsprägende Kraft. Nach dem Größenverhältnis von Großer Zehe zu zweiter Zehe wird nämlich entschieden, ob du einen ägyptischen, römischen oder griechischen Fuß hast. Details erspare ich mir. </p>
<p>Weil, das zeigen die mit dem folgenden Screenshot dokumentierte, erschütternde Ballung negativer Emotionen auf einen #schwimmflossenzehentweet: das Thema ist heikel, tabuverriegelt, traumatisierend. Von Zehenzwischenräumen will kein Mensch was wissen. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5868410369/" title="Zehen by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5071/5868410369_c44f4c8b54_b.jpg" width="500" height="750" alt="Zehen"></a></p>
<p>[Dieser Screenshot ist nicht gephotoshoppt!]</p>
<p>Es steht fest, dass sich bisher unterdrückte Sehnsüchte nach unmittelbarer Nähe zum fernsten Eigenen in solchen Botschaften materialisieren. Wem gelingt es schon, seine Füße zu küssen? Die Folgen solcher Zwangsferne sind bekannt: Frustration, Aggression. Ich höre daher in all diesen Vorkommnissen den Schrei nach Zehen. </p>
<p>Wie man sieht, ist Twitter der Anwalt alles Unterdrückten, Verachteten, Zukurzgekommenen. Und dass Zehen zu kurz sind, das kann nun wirklich niemand bestreiten.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Was ist eigentlich… die Favstarmafia?</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/06/13/was-ist-eigentlich%e2%80%a6-die-favstarmafia/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 15:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Metatwit]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Hier ist schon wieder eine Mail,&#8221; ruft unser Leserbetreuer Leo quer durch das Großraumbüro, in dem dutzende unserer Redakteure täglich Millionen Tweets verfolgen und auswerten. &#8220;So geht das nicht weiter, dazu müssen wir jetzt mal was machen,&#8221; meint grummelnd der CvD. &#8220;Klemm dich mal dahinter, Baranek.&#8221; &#8220;Wenn&#8217;s sein muss, ich schau mal,&#8221; meine ich und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Hier ist schon wieder eine Mail,&#8221; ruft unser Leserbetreuer Leo quer durch das Großraumbüro, in dem dutzende unserer Redakteure täglich Millionen Tweets verfolgen und auswerten. &#8220;So geht das nicht weiter, dazu müssen wir jetzt mal was machen,&#8221; meint grummelnd der CvD. &#8220;Klemm dich mal dahinter, Baranek.&#8221; &#8220;Wenn&#8217;s sein muss, ich schau mal,&#8221; meine ich und packe meine Geräte zusammen.</p>
<p>Tatsächlich erreichen uns jede Woche viele Mails zum Thema Favstarmafia. So fragt zum Beispiel Ronald M. aus Hamburg: &#8220;Ab und zu schaue ich mal bei diesem Onlineservice Favstar rein und wundere mich, dass da immer dieselben Leute in den Ranglisten auftauchen. Sind die wirklich so gut?&#8221; Konkreter wird Eugenia aus Beuren: &#8220;Dauernd lese ich auf Twitter Andeutungen über eine sogenannte Favstarmafia. Meine Frage daher: gibt es die wirklich und wie funktioniert das eigentlich?&#8221;</p>
<p>Wie man sich vorstellen kann, gestaltet sich die Recherche in den folgende Wochen alles andere als einfach. Ich telefoniere mit den Experten des <em>Social Media Club</em> und der<em> Tweetakademie</em>, fahre kreuz und quer durch die Republik, ermittle verdeckt an einschlägigen Treffpunkten der selbsternannten digitalen Bohéme. Doch die Mauer des Schweigens ist hoch. Niemand will mit der Sprache rausrücken. Man ergeht sich in Andeutungen, Vermutungen.  Man wiegelt ab: &#8220;Alles totaler Quatsch, von Neidhammeln gestreut!&#8221; &#8211; oder sagt achselzuckend einfach gar nichts. Mich beschleicht das Gefühl: es herrscht ein Klima der Angst und des Terrors. Die Ergebnisse sind dementsprechend dürftig, aber es zeichnet sich ein Bild ab.</p>
<p><strong>Gibt es die Favstarmafia überhaupt?</strong></p>
<p>Schon diese Frage ist schwierig zu beantworten. Einen Hinweis gibt dieser Tweet des Anbieters der Plattform, auf der sich die mafiösen Machenschaften angeblich entfalten sollen.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5829234334/" title="Favstar by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5221/5829234334_7fa40e949b.jpg" width="500" height="250" alt="Favstar"></a></p>
<p>[<a href="https://twitter.com/#!/Favstar/status/77103807846301696">Tweetlink</a>]</p>
<p>Was war passiert? Favstar war offenbar für kurze Zeit nicht erreichbar. Interessant ist der letzte Satz: Gedankt wird den &#8220;Germans&#8221;, dass sie diesen Ausfall auf Twitter zum sogenannten <em>trending topic</em> gemacht haben. Offenbar hatten viele deutschsprachige Twitternutzer umgehend darauf hingewiesen, dass Favstar offline ist. International war es den Nutzer scheinbar völlig egal, ob Favstar funktioniert oder nicht. Klares Indiz für die Existenz mafiöser Strukturen hierzulande.  Der Mafia ihr Betätigungsfeld zu entziehen, macht die Beteiligten extrem nervös. Denn sie können ihre Ziele nicht erreichen.</p>
<p><strong>Was ist das Ziel der Favstarmafia?</strong></p>
<p>Wie jede kriminelle Struktur beruht ihr Entstehen und ihre Verbreitung auf besonderen Umständen. Ohne Alkoholprohibition kein Al Capone. In unserer Zeit speist sich die kriminelle Energie aus den Gesetzen der herrschenden Aufmerksamkeitsökonomie. Auf Twitter gemünzt bedeutet das: wer wenig Follower hat, der gilt rein gar nichts. Der kann seine Botschaften nicht unter die Leute bringen. Wer hingegen tausende Follower hat, ist hoch angesehen, dessen Nachrichten genießen eine große Relevanz. Das Ziel der Favstarmafia ist daher: so viele Follower wie möglich für alle ihre Mitglieder. Das wird erreicht mit einer einfachen Logik: wer viel gefavt wird, der erscheint in vielen Listen oder wird sogar auf Twitter selbst empfohlen. Man scheint interessant zu sein. Die Folge: die Followerzahl wächst konstant und über das übliche Maß hinaus. Die Chance, wiederum viele Sternchen zu erhalten, steigt infolgedessen, was wiederum die Zahl der Follower beeinflusst usw. Eine perfekte Spirale nach oben.</p>
<p><strong>Wie funktioniert die Favstarmafia?</strong></p>
<p>Nach meinen Recherchen muss es sich um eine Verschwörung von mindestens 20, maximal aber 50 Twitternutzern handeln. Diese scheinen untereinander vereinbart zu haben, mehr oder weniger alle Tweets der anderen Mafiosi zu favorisieren. So ist zunächst eine Art Bodensatz entstanden, von dem aus sich das brutale Geschäft hervorragend entwickeln ließ. Die ersten Mitglieder der Mafia tauchten in den Listen auf. Es war dann ein leichtes, weitere Mitglieder nach oben zu bugsieren. Inzwischen scheint es so zu sein, dass sich Favstar fest im Würgegriff dieser Mafia befindet. Newcomer, die sich den Machenschaften verweigern, haben keine Chance.</p>
<p><strong>Wer gehört zur Favstarmafia?</strong></p>
<p>Leider kann ich dazu nichts sagen. Das Problem: es lässt sich nichts beweisen. Es existierten keine Belege, Mails oder Audiodokumente, von Fotos oder Videos ganz zu schweigen. Die Mafia schottet sich perfekt ab. Das Schweigegebot funktioniert. Im Gegenteil: Offenbar sind meine Recherchen den Beteiligten zu Ohren gekommen. Ständig erhalte ich offene Drohungen aus anonymen Quellen. &#8220;Schnauze halten, sonst kaufen wir deine VISA-Daten!&#8221; &#8211; &#8220;Wir veröffentlichen deine Logfiles bei YouPorn.&#8221; &#8211; &#8220;Deine Tochter ist bei Facebook. Fotos leaken, gefällig?&#8221; Das sind noch die harmloseren Beispiele. Ich nehme das nicht auf die leichte Schulter. Namen kann, will und darf ich an dieser Stelle nach eingehender Diskussion in der Redaktion daher nicht nennen. Eine interessante Beobachtung kann man allerdings machen: die Mafia scheint von weiblichen Mitgliedern beherrscht zu sein. Frauen stellen vermutlich die Mehrheit. Die männlichen Mitglieder werden eher in die Rolle abhängiger Lustsklaven gedrängt. Übrigens: in den Kommentaren dürfen durchaus Namen genannt werden. Wir garantieren höchste Vertraulichkeit soweit es unsere begrenzte Technik zulässt! Bekanntlich sind keine Daten total sicher. Darauf müssen wir leider hinweisen.</p>
<p><strong>Was kann man gegen die Favstarmafia tun?</strong></p>
<p>Zunächst mal: gesundes Misstrauen gegenüber allen Toplisten, die auf Favstar beruhen. Prüfen Sie die dort vorgestellten Tweets ganz besonders auf Qualität. Handelt es sich um echte sprachliche Perlen mit einer gewissen Originalität und hohem Unterhaltungswert? Oder doch eher um eskapistischen Sprachmüll auf Schenkelklopferniveau? Um halbgare Belanglosigkeiten, die zu surrealen Erkenntnissen aufgeblasen werden, je drastischer, desto besser? Um uralte und wieder aufgewärmte Kalauer? Um Flachwitze? Vertrauen Sie einfach Ihrem gesunden Menschenverstand und Ihrem natürlichen Geschmacksgefühl. Und faven Sie die Tweets, die Ihnen gut gefallen. So graben wir dieser Pest das Wasser ab!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Erdbeeren mit Sekt</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/05/10/erdbeeren-mit-sekt/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 19:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Twittererkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorschlag zur Güte: ihr folgt mal @habichthorn Wusss? Warumemmdössjettsss? Pass mal auf: du willst es doch auch. Qualitätstweets. Also grundsätzlich mit ein bissi Sprachgefühl und sauberer Orthografie locker hingeschlenzte, schnörkellose Privatnachrichten. Natürlich aus einem spannenden Leben. Dein&#8217;s ist ja so öde. Kannste haben. Also fast. Man muss es natürlich spannend finden, dieses aufstrebende grüne Milljöh [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorschlag zur Güte: ihr folgt mal @habichthorn</p>
<p>Wusss? Warumemmdössjettsss?</p>
<p>Pass mal auf: du willst es doch auch. Qualitätstweets. Also grundsätzlich mit ein bissi Sprachgefühl und sauberer Orthografie locker hingeschlenzte, schnörkellose Privatnachrichten. Natürlich aus einem spannenden Leben. Dein&#8217;s ist ja so öde.</p>
<p>Kannste haben. Also fast. Man muss es natürlich spannend finden, dieses aufstrebende grüne Milljöh im wutverwürgten Ländle. Stuttgart also. Hier ist jetzt, ich beurteile das aus eigener Anschauung, weder so richtig der Hund verfroren, noch geht voll die Post ab. Ist son Mittelding. Frau von Habicht mittenmang hineingeschleudert von irgendwoher, jedenfalls <em>non-suebe</em>, in grüne Politik, als Mitarbeiterin selbiger Fraktion im BW-Landtag. Welche bekanntermaßen grade nach der Macht greift, diese zumindest teilweise organisiert. Von diesen Erlebnissen im grünroten Politiklabor kann @habichthorn naturgemäß wenig detailliertes raushauen. Verbeitet wird daher aus diesen Vorgängen nur was presseöffentlich ist. Dafür recht früh.</p>
<p>Wobei, wenn ich mir den so anschaue&#8230; </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5707969106/" title="habichthorn by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3252/5707969106_0dc8dc6a3e.jpg" width="500" height="215" alt="habichthorn"></a></p>
<p>[<a href="https://twitter.com/#!/habichthorn/status/67953008943693857">Tweetlink</a>]</p>
<p>Stelle mir so vor, die verteilen da gerade in der sich bildenden grünroten Regierung so einiges an Jobs. So ein Politikwechsel will ja auch in der zweiten und dritten Ebene abgebildet werden. Weisse Bescheid.</p>
<p>Um Politik gehts es bei habichthorn allerdings meist nur am Rande. Denn: <em>be aware of heavy tweeting!</em> Die Timeline hat einiges an Durchsatz. Es wird fröhlich replied und rumgememt &#8211; kurzum: hier ist ein kommunikativer Mensch am Werk, der gerne grillt, Bier trinkt und es faustdick hinter den gewaschenen Ohren hat. Dazu eine Prise Mutterwitz. Wer so was mag, kann folgen. Die anderen, die sollen sich was schämen.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5707969260/" title="habichthorn by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3623/5707969260_e1f8166c9b.jpg" width="500" height="194" alt="habichthorn"></a></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5707404611/" title="habichthorn by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2329/5707404611_73ed46aa48.jpg" width="500" height="234" alt="habichthorn"></a></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5707404757/" title="habichthorn by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3226/5707404757_9b44d49056.jpg" width="500" height="220" alt="habichthorn"></a></p>
<p>[Tweetlinks <a href="https://twitter.com/#!/habichthorn/status/67516783753560064">1</a>, <a href="https://twitter.com/#!/habichthorn/status/67598400501198848">2</a>, <a href="https://twitter.com/#!/habichthorn/status/67604251714658305">3</a>]</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wichtige Dinge</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/04/22/wichtige-dinge/</link>
		<comments>http://www.twitkrit.de/2011/04/22/wichtige-dinge/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 12:14:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor… ich von den wirklich wichtigen Dinge auf Twitter berichte, also zum Beispiel über die Twitter-Familie eines ehemaligen deutschen Tennisprofis, nationalem Sportdenkmals und seiner komplizierten Beziehungswelt, wollen wir uns dem Alltag auf Twitter zuwenden. Genauer gesagt… geht es um den feststofflichen Teil des Lebens, der nicht so funktioniert, wie er soll. Die Dinge enttäuschen doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bevor…</strong><br />
ich von den wirklich wichtigen Dinge auf Twitter berichte, also zum Beispiel über die <a href="http://meedia.de/details-topstory/article/eine-twitter-familie-zum-knutschen_100034447.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=23&amp;cHash=c51d0d2fedf7cd51101c2675d7f4cdcc">Twitter-Familie</a> eines ehemaligen deutschen Tennisprofis, nationalem Sportdenkmals und seiner komplizierten Beziehungswelt, wollen wir uns dem Alltag auf Twitter zuwenden.</p>
<p><strong>Genauer gesagt…</strong><br />
geht es um den feststofflichen Teil des Lebens, der nicht so funktioniert, wie er soll. Die Dinge enttäuschen doch generell. Beweise werden täglich auf Twitter geliefert, wenn Updates #epicfailen, iProdukte Daten horten, Bikes geklaut sind. Die Dinge bieten zweifelsohne Lust, sogar Nutzen, zu oft aber Verdruss. Sie erstaunen uns und halten überraschende Situationen bereit. Letzeres lese ich in diesem Tweet von @katti.</p>
<p><span id="more-2702"></span></p>
<p><a title="@Katti by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5643238662/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5008/5643238662_ca4e2b4667.jpg" alt="@Katti" width="450" height="203" /></a></p>
<p>[<a href="https://twitter.com/#!/Katti/status/61014694772736000">Tweet-Link</a>]</p>
<p>Selbst eine gewiefte Tech-Redakteurin also, die Katti ohne Zweifel ist, selbst einer solchen Expertin entgleitet die Technik, entstehen kompromittierende Zustände. Frage ist andererseits in diesem Fall: will man nicht eigentlich HotSpot sein? Mittelpunkt der Welt? Die Realität sieht allerdings gefährlich aus: auf einmal twittert über dein Web der Becker-Clan sein triviales Einerlei. Das ist obszön. Das will man nicht.</p>
<p><strong>Bevor…</strong><br />
ich, wie gesagt, auf die wirklich wichtigen Dinge zu sprechen komme, hier noch ein Fundstück von heute, das zeigt, wie Technik aussehen kann, wenn sie optimiert ist auf unsere Bedürfnisse.</p>
<p><a title="Endlich kam mein MacBook mit der neuen Twastatur an: on Twitpic" href="http://twitpic.com/4ny75x"><img src="http://twitpic.com/show/thumb/4ny75x.jpg" alt="Endlich kam mein MacBook mit der neuen Twastatur an: on Twitpic" width="150" height="150" /></a></p>
<p><strong>Zuletzt…</strong><br />
muss ich feststellen, dass es immer noch kein &#8220;offizielles&#8221; Video von der Twitterlesung auf #rp11 gibt. Das ist jetzt wirklich wichtig und das prangere ich an. Becker kann mich mal.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die nächste Lesung kommt bestimmt!</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/04/22/die-nachste-lesung-kommt-bestimmt/</link>
		<comments>http://www.twitkrit.de/2011/04/22/die-nachste-lesung-kommt-bestimmt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 12:12:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesung]]></category>

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		<description><![CDATA[Twitkrit macht Twitterlesungen! Was das? Die besten Tweets aus den letzten Wochen werden präsentiert in einem launigen Lichtbildvortrag. In Kürze bestimmt auch in deiner Stadt. Wer sich infomieren möchte über die letzte Lesung auf der re:publica X!, der klickt mal hier. Es gibt noch mehr Artikel über zurückliegende Lesungen. Kommen in Kürze hier drauf. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Twitkrit macht Twitterlesungen! Was das? Die besten Tweets aus den letzten Wochen werden präsentiert in einem launigen Lichtbildvortrag. In Kürze bestimmt auch in deiner Stadt.</p>
<p>Wer sich infomieren möchte über die letzte Lesung auf der re:publica X!, <a href="http://www.twitkrit.de/2011/04/15/rp11-ist-geschafft-wir-nicht/">der klickt mal hier</a>.</p>
<p>Es gibt noch mehr Artikel über zurückliegende Lesungen. Kommen in Kürze hier drauf. </p>
<p>Wer eine Lesung mit uns organisieren möchte, schreibt an kritiker@twitkrit.de</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>#rp11 ist geschafft! Wir nicht!</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/04/15/rp11-ist-geschafft-wir-nicht/</link>
		<comments>http://www.twitkrit.de/2011/04/15/rp11-ist-geschafft-wir-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 09:42:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alte Lesungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben es überlebt, wir sind glücklich &#8211; es hat alles soweit geklappt mit der Twitterlesung auf der re:publica XI. Klar, so ein paar Macken gabs, Versprecher, nervöse Hakeleien auf der Präsentation, was solls. Dafür gabs dann den Failwhale in die Fresse. Währenddessen und hinterher. So sind wir. Das alles wäre nicht möglich gewesen, ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben es überlebt, wir sind glücklich &#8211; es hat alles soweit geklappt mit der Twitterlesung auf der re:publica XI. Klar, so ein paar Macken gabs, Versprecher, nervöse Hakeleien auf der Präsentation, was solls. Dafür gabs dann den Failwhale in die Fresse. Währenddessen und hinterher. So sind wir.</p>
<p><span id="more-2674"></span></p>
<p>Das alles wäre nicht möglich gewesen, ohne die Helferinnen und Helferleins. Unser Dank gilt daher ganz feste<br />
- dem @oetting, der eine sagenhafte Moderation hingelegt hat.<br />
- der Jury, die bienenfleißig mitgewirkt hat und den Sieger des Abends, <a href="http://twitter.com/thegurkenkaiser">@TheGurkenkaiser</a>, ermittelt hat, also die Publikumsabstimmung vorbereitet hat.<br />
- unserem Stargast Jakob Augstein, der uns durch eine total uneingeplante 1A-Moderation beindruckt hat.<br />
- dem Team von <a href="http://stijlroyal.com/projekte/twitkrit-und-twitterlesung-%E2%80%94-neu/">@stijlroyal</a> und <a href="http://electricgecko">@eletricgecko</a>, die bis zur letzten Minute und mit gesundheitsgefährdenden Einsatz gebastelt haben, um den Relaunch der Website hinzukriegen.</p>
<p><strong>Ihr ward alle toll!</strong></p>
<p>Natürlich haben wir auf Twitter nach &#8220;twitterlesung&#8221; gesucht, süchtig nach Reaktionen bettelnd. Da gabs viel nettes, einiges, was weht tut, und den üblichen Schrott. Lasst es uns Westerwellisch sagen: wir haben die Botschaft nicht verstanden. Ein Weiter-so wird es geben.</p>
<p>Hier noch Backstage-Fotos von gestern Abend. Die Videoaufzeichnung scheint es noch nicht im Web zu geben. Wisst ihr da was anderes? Tragen wir jedenfalls nach die Info, falls dann vorhanden.</p>
<p><a title="Ankündigung by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5621548830/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5310/5621548830_9d6e8c37b2.jpg" alt="Ankündigung" width="500" height="374" /></a></p>
<p>Der Failwhale</p>
<p><a title="Failwhale by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5620960699/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5265/5620960699_4a9bc08d02.jpg" alt="Failwhale" width="500" height="374" /></a></p>
<p>Jakob Augstein bereitet backstage seinen erschütternden Vortrag vor.</p>
<p><a title="Jakob Augstein by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5621549000/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5261/5621549000_7b5681f0cc.jpg" alt="Jakob Augstein" width="500" height="374" /></a></p>
<p>Grandios: das Publikum im Palast</p>
<p><a title="Friedrichstadtpalast by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5620960881/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5106/5620960881_83765e4361.jpg" alt="Friedrichstadtpalast" width="500" height="374" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Plädoyer für die Schlamperknipser</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/04/05/pladoyer-fur-die-schlamperknipser/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 08:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tweetkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Tja, da denkste nix böses, dummdidumm, und dann auf einmal das hier: BÄMM! Tweet-Link Uuuuups, das musste ich erstmal sacken lassen. Ein kleiner Tweet, in dem eine Menge behauptet wird. Das muss aufgedröselt werden. In Einzelteile. Zunächst ein Satz zu der Frage: Was ist eigentlich Instagramm? Sagen wir es so: du knipst was, du bearbeitest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, da denkste nix böses, dummdidumm, und dann auf einmal das hier: BÄMM!<br />
<span id="more-2620"></span><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5591187039/" title="@oetting by twitkrit, on Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5183/5591187039_6cd7d607b0_z.jpg" width="600" height="213" alt="@oetting"></a></p>
<p><a href="https://twitter.com/#!/oetting/status/54147792322568192">Tweet-Link</a></p>
<p>Uuuuups, das musste ich erstmal sacken lassen. Ein kleiner Tweet, in dem eine Menge behauptet wird. Das muss aufgedröselt werden. In Einzelteile.</p>
<p>Zunächst ein Satz zu der Frage: Was ist eigentlich Instagramm? Sagen wir es so: du knipst was, du bearbeitest das Bild, du haust es raus, über die Kanäle deiner Wahl. Gleichzeitg ist Instagramm noch eine Community für sich, eine kleine Welt der Knipser. Technisch gesehen ein App für iPhone.</p>
<p>Herr Oetting meint nun, man soll das nicht benutzen. Er ruft zum Boykott auf. Nein, warte, eigentlich ist es durch den zweiten Satz sogar noch etwas härter: Lerne, was du nicht kannst. Ich mein, wer etwas kann, muss es nicht lernen, logisch. Deshalb sagt Oetting also: du bist ein fotografischer Volltrottel und du bleibst einer, wenn du Instagram benutzt.</p>
<p>Ich lehne sowas ab. Herrgott, Instagram wird mit Mobiltelephonen benutzt. Was soll man da lernen? Motivauswahl? Nunja, wer langweilig fotografiert, also untalentiert ist, der wird das nie gut hinkriegen, auch wenn er weiß, wie sich die Tiefenschärfe mit Blende und Belichtungszeit manipulieren lässt. Was aber am Smartphone eh nicht geht.</p>
<p>Gut, was man lernen könnte zur verbesserten Nutzung von Instagram, ist die ästhetisch perfekte Nutzung der Filter. Aber die sind es ja eigentlich, die Oetting nerven: jeder Depp kann knipsen und mit Hilfe einer subjektiven Auswahl von Ausschnitt und Filter ein Werk erzeugen, das irgendwie künstlerisch wertvoll aussieht. Farbverfremdungen, Kontrastspielereien, Kanalgetrickse &#8211; das sind die Zutaten im Instagram-Spiel.</p>
<p>Wie gesagt: es sieht so aus, als sei es künstlerisch wertvoll. Oettings These: Instagram verleitet dazu, Bildmüll herzustellen, der beansprucht, er sei wertvoll. </p>
<p>Ich behaupte weder Insta-Kram sei Kunst noch das Gegenteil. Mir ist das scheißegal.</p>
<p>Instagram demokratisiert die ästhethische Bildmanipulation, die Smartphones die Produktion. Man braucht keine höllenteure Profiausrüstung, kein Studium, kein jahrelanges Expertentum, um Ergebnisse zu erzielen, die anschaubar sind.</p>
<p>Ich glaube, für Oetting ist das Barbarei, der erste Schritt in den Untergang. Oetting proklamiert die Dominanz traditionsgepimpter Gewerke und Unmengen an Spezialwissen. &#8220;Hey, du Schlamperknipser, lern erstmal was, nerv mich nicht mit deinem Schrott!&#8221; &#8211; ich finde diese Haltung nicht gut. </p>
<p>Was ich gut finde, dass uns Twitter immer die Möglichkeit gibt, den eigenen Standpunkt zu überdenken, weil wir gegenteilige kennenlernen. Erst wissen wir gar nicht, was uns an dem rausgehauenen Tweet stört, aber dann lässt uns der Gedanke nicht los.</p>
<p>Danke daher an Oetting. Ich mag Instagram jetzt noch mehr. Ich liebe die Webknipserei. Außer ihr fotografiert euere Schoßtiere. Das geht mir auf den Sack.</p>
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		<title>Geld verdienen mit Twitter III</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/03/10/geld-verdienen-mit-twitter-iii/</link>
		<comments>http://www.twitkrit.de/2011/03/10/geld-verdienen-mit-twitter-iii/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 16:34:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Twittererkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir werden hier so langsam zum Zukunftsstrategieberatungsinstitut, aber das ist auch gut so. Denn, brotlose Kunst beiseite, es geht immer ums Eingemachte. Um Gurken. Um das, was satt macht. Alles andere ist Schnickischnacki. Konfetti. Während es im ersten Teil unserer kleine Miniserie um abschreckende Beispiele ging und im zweiten Teil um das Schicksal von Stars [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir werden hier so langsam zum Zukunftsstrategieberatungsinstitut, aber das ist auch gut so. Denn, brotlose Kunst beiseite, es geht immer ums Eingemachte. Um Gurken. Um das, was satt macht. Alles andere ist Schnickischnacki. Konfetti.</p>
<p>Während es im ersten Teil unserer kleine Miniserie um <a href="http://www.twitkrit.de/2011/03/08/lutz-und-gert-die-oberschlauen-twitterschlingel/">abschreckende Beispiele</a> ging und im zweiten Teil um das Schicksal von Stars wie<a href="http://www.twitkrit.de/2011/03/09/geld-verdienen-mit-twitter/"> Gaddafi und Sheen</a>, wenden wir uns heute einem moralischen Aspekt zu.</p>
<p>Denn die Welt ist so geordnet, dass es gutes Geld gibt und böses.</p>
<p>Das gute ist zum Beispiel jener letzte Eurocent, den die verharmte Witwe aus dem Portmonee nestelt, um ein verbilligtes Brötchen vom Vortag beim Discounter zu erwerben. Oder BAföG, das ist auch gut. Vom Arbeitslosengeld II ganz zu schweigen. Alles gut.</p>
<p>Böses Geld ist das, das Miethaie und Börsenspekulanten in Tausenderbündeln in Spielbanken zum Fenster rausschmeißen, zum Beispiel. Oder für Koks und Nutten ausgeben. Geht gar nicht.</p>
<p>Geld ist also nicht an sich verwerflich. Klar, Asketen werden dem widersprechen, aber die sollen mal in ihren Hütten bleiben und die Fresse halten. So funktioniert Kapitalismus nicht.</p>
<p>Zurück zur Kohle.</p>
<p>Ob Geld gut oder böse ist, leitet sich einzig allein davon ab, WIE es erworben wurde. Banker machen Geld mit Geld. Eindeutig böse. Wussten die schon im Mittelalter und gläubige Moslems noch heute. Oder nehmen wir so eine Tuningbude, in der ungewaschene Macker mit Lust Karren aufmotzen zu rasenden Spritschleudern. Mit Lust! Bööööse!</p>
<p>Alles Bio hingegen ist gut! Macht nix kaputt, ist ungiftig, lecker irgendwie, schädigt nicht. Tiere nicht, Menschen nicht, Pachamama nicht, passt. [Ähm Moment, meine Biozigaretten... ach, egal]. Biobusiness ist also guuuut.</p>
<p>Was hat das jetzt mit Twitter zu tun? Das hier.<span id="more-2526"></span></p>
<p><a title="@manomama by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5514645319/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5219/5514645319_f6760db619_z.jpg" alt="@manomama" width="601" height="203" /></a></p>
<p>[<a href="https://twitter.com/#!/manomama/status/38235552696377344">Tweetlink</a>]</p>
<p>Hierbei handelt es sich um den Tweet einer guten Geldmacherin. Oder besser Neudeutsch: einer nachhaltigen Unternehmerin. Wenn ich das richtig einschätze, ist es Manomama gelungen, ihren Business im Wesentlichen durch Twitter und&#8217;n büschen Facebook aufzubauen. Sicher, sie wird etwas Kapital gehabt haben &#8211; Kapitalismus, Baby! &#8211; braucht man halt.</p>
<p>Jedenfalls handelt sie mit SUPERBIOklamotten. Lässt Bekleidung aus einheimischen Materialien fertigen, so steht&#8217;s auf der Website. Man kann die Sachen, die ich etwas langweilig finde, Geschmackssache, die aber natürlich EXTREM korrekt sind, online bestellen. Bringt dann ein Fahrradkurier vorbei (nee, gelogen). Oder mn kann sie in einer Art Tupperwarenpartydirektvertriebssystem erwerben. Befindet sich wohl noch im Aufbau. Manomama wird jedenfalls mit Auszeichnungen überhäuft.</p>
<p>Auf Twitter macht sie das ganz prima. Beispielhaft. Geschickte Mischung aus Eigenwerbung, Persönlichem und Imageaufbau. Letzteres ist hier logischerweise EXTREM wichtig. Man kann ziemlich gut verfolgen, wie das Geschäft so läuft. Manomana ist EXTREM präsent auf Twitter. Mobilisiert ihre Fans zum mitmachen. Teilweise recht humorvoll.</p>
<p>Ist aber, naja, ich muss jetzt auch mal was Kritisches sagen, für meinen Geschmack etwas arg moralisch zuweilen. Da schlägt der Pegel auf der nach oben offenen Empörungsskala gerne mal EXTREM aus. Geschenkt. Gehört zum Biobusiness offenbar dazu.</p>
<p>Wichtig ist die Botschaft: es geht. Geld mit Twitter machen ist möglich. Sogar gutes, sauberes Geld. Geil, oder?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lutz und Gert, die oberschlauen Twitterschlingel</title>
		<link>http://www.twitkrit.de/2011/03/08/lutz-und-gert-die-oberschlauen-twitterschlingel/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 15:08:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>baranek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Twittererkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Hachja, unser Twitterversum bietet Schätze echter Kommunikationskunst. Kalaueristen, Politnasen, TV-Trasher, Kuschelbedürftige, Ein- und Auschecker &#8211; so kennen und lieben wir es. Zum kleinen Einmaleins der Twitterkundigen gehört die Erkenntnis, dass sich getwitterte Nachrichten in Minutenschnelle tausendfach verbreiten und erheblich Welle machen können. Ohne, dass man was tun muss. Das ist natürlich den Marketingfritzen nicht verborgen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hachja, unser Twitterversum bietet Schätze echter Kommunikationskunst. Kalaueristen, Politnasen, TV-Trasher, Kuschelbedürftige, Ein- und Auschecker &#8211; so kennen und lieben wir es. Zum kleinen Einmaleins der Twitterkundigen gehört die Erkenntnis, dass sich getwitterte Nachrichten in Minutenschnelle tausendfach verbreiten und erheblich Welle machen können. Ohne, dass man was tun muss.</p>
<p>Das ist natürlich den Marketingfritzen nicht verborgen geblieben. Coaches, Berater, Produktmanager, PR-Tanten und Selbstvermarkter haben die Bühne betreten und machen mit. Ich würde diese jetzt nicht in jedem Falle als Spammer bezeichnen. Jedoch sind viele ihrer Nachrichten inhaltsleer, wertlos, nur darauf ausgerichtet, ihre Produkte und Dienstleistungen unter das vermeintlich kaufbegierige Publikum zu bringen. Klick mich und du wirst glücklich &#8211; so lautet letztlich die unterschwellige Botschaft.</p>
<p>Diese KollegInnen haben die Angewohnheit, vielen Leuten zu folgen und wieder aus der Timeline zu kippen, wenn nicht zurückgefolgt wird. Der initiale Follow-Klick ist also im Grunde die erste Push-Aktion, mit der die dich zu ködern versuchen, denn man bekommt ja über jede Followingaktion eine E-Mailinfo. Kann nerven. Vor allem, wenn es pentrant wird, einem also dieser dämliche Account folgt, entfolgt, folgt, entfolgt &#8211; bis zum Erbrechen.</p>
<p>Nun gibt es im deutschen Twitterversum zwei Schlingel, die diesen Mechanismus auf die Spitze treiben. Ich vermute, fast jeder hat die schon mal zu Gesicht bekommen. Sie heißen Lutz Czieselski und Gert Vollrath. Wohnhaft in Berlin-Köpenick respektive Nürnberg.</p>
<p>Die beiden halten sich für oberschlaue Twitterschlingel. Wenn man die Twittersuche bemüht, findet man etwa 50 Accounts, die die beiden namentlich betreiben. Können aber auch noch mehr sein. Alle Accounts versprechen Reichtum und Erfolg. Die Botschaft lautet: Geld machen mit Internet kann jeder, selbst Doofe.</p>
<p><span id="more-2509"></span></p>
<p>Hier ein paar dieser Accounts.</p>
<p><a title="Ein Teil der Accounts von Lutz und Gert by twitkrit, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25995105@N06/5508898455/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5015/5508898455_1877e99fb1_b.jpg" alt="Ein Teil der Accounts von Lutz und Gert" width="600" height="794" /></a></p>
<p>Lutz und Gert wollen vor allem eines: Traffic auf ihre kruden Websites leiten, die ich hier nicht verlinken werde. Dort verkaufen sie vermeintlich geldwertes Wissen. Erzählen aber auch ein bisschen über sich. Man erfährt: Czieselsky ist &#8220;gelernter Betonwerker&#8221; und war mal Staubsaugervertreter. Er berichtet: &#8220;Mein Freund Gert und ich bieten einen Kurs für Marketing-Anfänger und -Fortgeschrittene an.&#8221; Okay, so richtig scheint der Business nicht zu laufen, denn Czieselsky weist darauf hin, dass er gemäß Kleinunternehmerregelung keine Umsatzsteuer auf seinen Rechnungen ausweist. Zu wenig Umsatz. Man soll also von den Erfolglosen lernen, Erfolg zu haben. Ahja.</p>
<p>Ich vermute, die beiden haben dutzende Schrottwebsites laufen. Es dürfte Tage dauern und der Akribie eines Lester Freeman (The Wire) bedürfen, um den ganzen Dschungel dieses Kramladens zu durchdringen. Jedenfalls präsentieren sie sich als Experten von vielerlei: WordPress können sie, Multilevelmarketing, SEO sowieso.</p>
<p>Kurzum: es handelt sich um ein extrem lächerliches Treiben. Sie haben rein gar nix kapiert, wie es funktioniert im Web. Durch dieses massive Auftreten in immer wieder neuen Accounts qualifizieren sie sich selbst dermaßen ab, dass es nur so ein Freude ist.</p>
<p>Ich wollte mit diesem Artikel diesen beiden wackeren Gesellen jedenfalls ein Denkmal setzen. Zum Angedenken und zur Mahnung an die Lebenden. Lutz und Gert sind einmalig. Sie gehören einfach dazu. Ich finde, sie sollten eine Session auf #rp11 machen.</p>
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