Achja, unsere geliebten Follower. Wenn wir sie nicht hätten, dann wäre das ja alles nichts. Und da liegt der Hund begraben. Denn, machen wir uns nichts vor: nur ein Follower ist ein guter Twitterer. Ein Nichtfollower hingegen ist sehr kritisch zu sehen (lohnt sich das Mitlesen wirklich?). Schlimmer ist nur noch der Unfollower. Der ist nämlich ein Riesenarschloch, ein Nixchecker, eine dumme Sau.
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Karneval herrscht dieser Tage.
Nix zu lachen. Nur Kopfschütteln und Verzweifelung.
Dabei sind wir doch die von der lustigen Seite. Die hinter jedem Ding den eigentlichen (Wahn)Witz sehen. Das Absurde.
Kommen uns schon vor wie die Irren. Die lachen, wenn es nix zu lachen gibt. Die weinen und verzweifeln, wenn die anderen sich amüsieren. Die tränenreich ein Pferd umarmen, das verprügelt wird. Und danach für Jahrzehnte in der Umnachtung verschwinden.
Ist es es schon so weit? Kann sein. Ist auch egal. Wir können jedenfalls über Witze nicht lachen. Seltenst.
Danke an @gebenedeite.
So ist Twitter: Wir sind nicht allein.
Einer muss den verdammten Job machen. Wer wäre dazu besser geeignet als wir Wadenbeißer von Twitkrit? Fröhlich schreiten wir dorthin, wo es wehtut, legen lächelnd die Finger in schwärende Wunden und drücken sanft wedelnd die Zaunpfähle rein, an denen es langgeht.
Es gilt verwerfliche Fehlentwicklungen zu geißeln!
Die Welt steht nicht still. Trotz Schneemassen pflügen wir uns weiter durch den ganzen Kram, um zu Dingens zu gelangen. Die gelungene Vorwärtsdrift bedarf allerdings Wegmarken. Für einfache Gemüter, die echt nicht wissen, wo’s lang geht, werden diese in Sinnsprüchlein gemeißelt. Ach, nee, andersrum, selbige werden denen ins Hirn gemeißelt. Damit es besser reingeht, sind die Autoren dieser Sätze wichtig. Müssen glaubhafte Autoritäten sein.
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Es gibt Abende, die sind in Twitterland für die einen ziemlich lustig und für die anderen einfach nur der Horror. Problem ist dabei, dass der Graben zwischen den beiden Lagern offenbar mit der Zeit immer tiefer geworden ist.
Die Rede ist vom Trash-TV-Twittern, also der begleitenden Kommentierung von Sendungen, die die einen nur deshalb schauen, um sich lustvoll von Formaten wie DSDS, Bauer sucht Frau oder Popstars abzugrenzen. Die anderen finden aber diese Formate so unterirdisch, dass selbst diese ironischen Kommentare ihren Toleranzpegel erheblich überschreiten. Sobald entsprechende hashtags wie #dsds und #bsf vermehrt im Nachrichtenstrom erscheinen, kommt es daher zu einem Phänomen, das es ansonsten bei Twitter eher selten gibt: die Twitterei der anderen wird massiv gemaßregelt.
Wir von Twitkrit sind ja so ein versprengter Haufen philosophischer Halbprofis. Bedeutet, dass wir die Weisheit so halb lieben. Mit der anderen Hälfte haben wir Sympathie für die bekloppten Sachen. Die meistens auch irgendwie weise sind.
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. – an diesen über 50 Jahre alten Satz von Großmeister Adorno mussten wir daher unwillkürlich denken, als dieser Tweet von @function in der Timeline erschien.
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