Twitkrit

Das Geschlecht des Faschismus

War Eva Braun Nazieuse? Nooaain, war doch nur ein verführtes Dummchen. War Leni Riefenstahl eine Faschatussi? Achwas, es handelte sich um eine begnadete Künstlerin, die unbedingt ihr geniales Werk in die Welt bringen musste. Die dürfen sowas. War überhaupt jemals eine Frau so eine richtige Faschistin? Vielleicht Frau Goebbels, aber handelte es dabei wirklich um ein weibliches Wesen? Wir wissen es nicht genau. Obwohl, fünf Kinder… Nungut, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Jedenfalls liegt es doch ganz klar auf der Hand: Nazis waren Männer. Das ist bis heute nicht anders. Oder ist N*D-Zombie Holger A. aus Sachsen doch getransgendert? Ich will es gar nicht wissen…

Also: Nazis = Männer. Und: Männer = Nazis? Nee, komm, das geht zu weit. Jetzt hört’s mal auf.

Auf jeden Fall: Frauen ≠ Nazis. Das hat @mbukowski auf Twitter erfahren. Und Twitter lügt nie, ihr Deppen.

mbukowski

[Tweetlink]

Puh, bin ich froh, dass ich die Frauen so generell mag und Männer weniger, ich olle Hete. Nachher flirte ich noch 1 Fascho an. Das würde mich betrüben. Bei Frauen dagegen ist man per se auf der richtigen Seite.

Und was ist mit mir? Ich will doch kein Fascho werden *grein*. Wisst ihr was: ich lass mich umoperieren. Nächste Woche. Bestimmt. Sicher ist sicher.

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Twitter vor 20 Jahren

Die Frage, wie haben wir eigentlich kommuniziert, ehe es Twitter gab, lässt sich wunderbar mit einem Comic beantworten. Da ist eben ein spanischer Comic in meine Timeline gespült worden, der genau das leistet und der eine wunderbare Analogie zu vergangen Tagen herstellt. Er löst zudem noch auf, worauf die Grundstruktur der Twitter-Kommunikation aufbaut. Keine Angst, spanische Sprachkenntnisse sind ob des eingesetzten internationalen Twitterfachvokabulars nicht vonnöten. Der Hinweis gebende Tweet kommt von @alvaroplz (der sich im Profilfoto im rotem Höschen am Strand präsentiert, doch das tut nichts zur Sache):

alvaroplz

[LINK]

Der Text lautet ins Deutsche übertragen: «Sehr gut!/Twitter vor 20 Jahren (Coomic)» und führt auf diesen aufschlussreichen Co(o)mic:
Twitter vor 20 Jahren.

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Abwechslung erfreut

Chuck Norris, Deine Mudda, I put dieses in jenes. Wir können es langsam nicht mehr hören. Warum also nicht einmal eine Variation in den Strom der kurzen Nachrichten einbringen?

@peterglaser zeigt, dass es auch anders geht:

peterglaser
[Link]

Chuck Norris und Deine Mudda hätten es nie hinbekommen.

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hoch21′s Law

Immer wenn wir in Diskussionen nicht weiter wissen, kommt zwangsläufig ein Nazi-Vergleich (vgl. Godwin’s Law). In den Urzeiten des Netzes, als man noch in sogenannten Foren miteinander diskutierte, galt eine Diskussion gewöhnlich als beendet, sobald besagter Vergleich in den digitalen Raum gesetzt wurde.

Was aber nun, wenn sich Parteien gegenüberstehen, die ihre Konflikte auch nach dem obligatorischen Nazi-Vergleich nicht beilegen, sondern einander immerfort bezänken wollen? Für sie haben wir jetzt etwas Neues: Das @hoch21-Law.

Missliebige Personen, werden demnach einfach mit Elefanten vergleichen:

hoch21_elefantenfrauen
[Link]

Der diesem Tweet innewohnende Vergleich birgt ein Empörungspotential in sich, von dem Godwin nicht einmal in seinen kühnsten Inglourious-Usenet-Träumen zu träumen gewagt hätte. Dass es in diesem Falle ausgerechnet eine Frau trifft, ist – wie der Autor einhellig mit seiner Männergruppe besprochen hat – natürlich eine riesige Gemeinheit. Nach all den Genderdebatten, Gleichstellungsgesetzen und Frauenquoten halten wir den pauschalen Vergleich von Frauen mit Elefanten für unzulässig und weisen ihn aufs Schärfste zurück.

Dennoch hat dieser Tweet auch inhaltlich seine gute Seite: Allen misogynen Tendenzen zum Trotz wird dem sorgfältigen Rezipienten aufgezeigt, dass die Unterschiede zwischen Frauen und Männern gar nicht so groß sind, denn naturgemäß sind auch Männer wie Elefanten – nämlich tot, wenn man sie erschießt.

Jetzt, da die Geschlechter versöhnt sind, wollen wir aus diesem Tweet den Nutzen ziehen, und künftig, wenn wir nicht mehr weiter wissen, immer noch einen obendrauf setzen: Wir lassen uns Elefantenvergleiche nicht nehmen. (Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.)

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