Toleranz ist ein wesentlicher Wert in fortschrittlichen Gesellschaften. Mit Toleranz haben wir es geschafft nicht nur soziale Konflikte auf ein mehr oder minder managebares Maß zu reduzieren, sondern durch ständige Penetration der Gesellschaft mit Andersheit, auch ein größeres Maß an gesellschaftlicher Freiheit zu erreichen.

Mit dem Internet hat diese Entwicklung einen enromen Sprung nach vorn getan. Wir brauchen heute noch viel mehr Toleranz als je zu vor, weil das Netz heute eben viel mehr Bereiche zu Tage fördert, in denen wir inkompatibel sind. Bei dem Typen auf der Straße sehe ich nicht, was er für eine politische Einstellung hat. Wenn ich den selben Menschen in den Kommentaren bei Welt.de treffe, dann muss ich damit umgehen lernen.

Schlimmerweise ist die Intoleranz gegenüber Andersmeinenden gerade auch in der sich am aufgeklärtesten haltenden Gruppe aktiv: der sich links wähnenden liberalen Twitterer. Jeden Montag kann man die Shitstormuhr nach @janfleischhauers Kolumne stellen und einen Rant-Termin zum jährlichen Blogger vs. Journalisten-Tunier vorteintragen. Und währned diejenigen, die das schon länger mitmachen, so langsam in den Schlaf gelullt werden, ringen die anderen noch nach Fassung.

Es ist eben nicht leicht mit der gelebten Pluralität. Ganz einfach weil der Andere eben unrecht hat, totalen Quatsch erzählt und sowieso ein Lobbyist ist oder ein Troll. Dennoch plädiere ich hiermit für einen fairen Umgang mit den Meinungen anderer, auch bei uns auf Twitter. Man nehme sich ein Beispiel an @myrenewal!

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Also ich finde:

Das sagen die Anderen: