Twitterer helfen sich in der Not
Wer diese Tweets sieht, kann sich sicher denken, worum es in etwa ging. Oder?
Wer diese Tweets sieht, kann sich sicher denken, worum es in etwa ging. Oder?
Wir haben es überlebt, wir sind glücklich – es hat alles soweit geklappt mit der Twitterlesung auf der re:publica XI. Klar, so ein paar Macken gabs, Versprecher, nervöse Hakeleien auf der Präsentation, was solls. Dafür gabs dann den Failwhale in die Fresse. Währenddessen und hinterher. So sind wir.
Auch wenn es heute viel zu behassknechten gäbe, möchte Twitkrit euch “Netzindianern” (Zitat Gernot Hassknecht) zum Wochenausklang lieber etwas Positives präsentieren.
Ein kleines Tweet-Triple, das so Vieles von dem erfüllt, was Twitter zu versprechen und im Idealfall auch zu halten vermag: Erinnerungskultur, Humor und Absurdität in Reinkultur. Verantwortliche Urheber sind die Herren @Matt_Wagner und @Griesgraemer:
Frau Präsidentin, Herr Direktor, Exzellenzen, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kinder,
bevor wir kommende Woche mal wieder in großer Besetzung auf großer Bühne die größten Tweets vorlesen werden, hier erst einmal noch die Perlen des Vormonats, dieses Mal mit 100 Prozent Frauenquote.
Weltgeschehen
Immer wenn ein Land sich lieber aus allem raushalten will stirbt irgendwo ein Eisbär.
@Mellcolm
Utopie
Wenn die Welt mal untergeht, möchte ich dass Rangar Yogeshwar mich darüber informiert. Niemand kann Katastrophen so beruhigend erklären.
@heidischall
Nachruf des Monats
Tschö Lisbett.
@HilliKnixibix
nachhaltiges Arbeiten
Ich hole mir jetzt erstmal einen Fair-Trade-Kaffee, dann schreibe ich einen klimaneutralen Text und tanze ein Korrekturzeichen.
@Frau_Elise
Philosophie
Hab’ jetzt mal nachgeguckt. In meinem Wein liegt keine Wahrheit. In meinem Wein schwimmt ein Käsebrocken.
@Ingapopinga
Solidarität
man legte mir nah, beim vorbeilaufen an joggerinnen ohne sport-bh am mainufer keine boingboingboingboing-geräusche zu machen.
@luzilla
Nouvelle Cuisine
Ayran anonymous.
Geographie
warum wohnt @thegurkenkaiser eigentlich nicht im spreewald? da stimmt doch was nicht.
@ihdl
Ist Indie eine Alternative?
Ich bin ein Hipster, all meine Musik ist von “Unbekannter Interpret”.
@Verraeterin
Popkulturelle Referenz
Hauptstadtjournalisten. Klingt wie ein übler Bandname.
@MiskiSanko
Wenn wir über Politik reden, wird es ja oft sehr aufbrausend. Da hat man halt ne eindeutige Meinung zu. Und wer anderer Meinung ist, ist sowieso bezahlter Lobbyist oder Hitler.
Sascha Lobo hat unlängst festgestellt, dass die erfolgreichen Kampagnen hier – nicht nur aber vor allem hier im Netz – welche sind, die sich irgendwogegen richten. Klar, das nimmt die Leute mit oder holt sie ab, da kann man sich einigen, das hat Biss, weil auch einen klaren Feind. Zum beispiel Hitler, Lobbyisten und all die anderen, die anderer Meinung sind.