Twitkrit

Geld verdienen mit Twitter III

Wir werden hier so langsam zum Zukunftsstrategieberatungsinstitut, aber das ist auch gut so. Denn, brotlose Kunst beiseite, es geht immer ums Eingemachte. Um Gurken. Um das, was satt macht. Alles andere ist Schnickischnacki. Konfetti.

Während es im ersten Teil unserer kleine Miniserie um abschreckende Beispiele ging und im zweiten Teil um das Schicksal von Stars wie Gaddafi und Sheen, wenden wir uns heute einem moralischen Aspekt zu.

Denn die Welt ist so geordnet, dass es gutes Geld gibt und böses.

Das gute ist zum Beispiel jener letzte Eurocent, den die verharmte Witwe aus dem Portmonee nestelt, um ein verbilligtes Brötchen vom Vortag beim Discounter zu erwerben. Oder BAföG, das ist auch gut. Vom Arbeitslosengeld II ganz zu schweigen. Alles gut.

Böses Geld ist das, das Miethaie und Börsenspekulanten in Tausenderbündeln in Spielbanken zum Fenster rausschmeißen, zum Beispiel. Oder für Koks und Nutten ausgeben. Geht gar nicht.

Geld ist also nicht an sich verwerflich. Klar, Asketen werden dem widersprechen, aber die sollen mal in ihren Hütten bleiben und die Fresse halten. So funktioniert Kapitalismus nicht.

Zurück zur Kohle.

Ob Geld gut oder böse ist, leitet sich einzig allein davon ab, WIE es erworben wurde. Banker machen Geld mit Geld. Eindeutig böse. Wussten die schon im Mittelalter und gläubige Moslems noch heute. Oder nehmen wir so eine Tuningbude, in der ungewaschene Macker mit Lust Karren aufmotzen zu rasenden Spritschleudern. Mit Lust! Bööööse!

Alles Bio hingegen ist gut! Macht nix kaputt, ist ungiftig, lecker irgendwie, schädigt nicht. Tiere nicht, Menschen nicht, Pachamama nicht, passt. [Ähm Moment, meine Biozigaretten... ach, egal]. Biobusiness ist also guuuut.

Was hat das jetzt mit Twitter zu tun? Das hier.

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Geld verdienen mit Twitter

Wir kennen das alle: man macht einen Twitter-Account auf und – ZACK! – hat man 2.364.042 Follower. Nun ist das also auch @charliesheen passiert.

Und ganz ähnlich wie bei vielen von uns, ist bei ihm mit Twitter auf der anderen Seite eine Einnahmequelle weggebrochen. Man fragt sich also als frisch gebackener Followermillionär: Wie soll ich verdammt noch mal Geld mit diesem Scheiß verdienen?

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Lutz und Gert, die oberschlauen Twitterschlingel

Hachja, unser Twitterversum bietet Schätze echter Kommunikationskunst. Kalaueristen, Politnasen, TV-Trasher, Kuschelbedürftige, Ein- und Auschecker – so kennen und lieben wir es. Zum kleinen Einmaleins der Twitterkundigen gehört die Erkenntnis, dass sich getwitterte Nachrichten in Minutenschnelle tausendfach verbreiten und erheblich Welle machen können. Ohne, dass man was tun muss.

Das ist natürlich den Marketingfritzen nicht verborgen geblieben. Coaches, Berater, Produktmanager, PR-Tanten und Selbstvermarkter haben die Bühne betreten und machen mit. Ich würde diese jetzt nicht in jedem Falle als Spammer bezeichnen. Jedoch sind viele ihrer Nachrichten inhaltsleer, wertlos, nur darauf ausgerichtet, ihre Produkte und Dienstleistungen unter das vermeintlich kaufbegierige Publikum zu bringen. Klick mich und du wirst glücklich – so lautet letztlich die unterschwellige Botschaft.

Diese KollegInnen haben die Angewohnheit, vielen Leuten zu folgen und wieder aus der Timeline zu kippen, wenn nicht zurückgefolgt wird. Der initiale Follow-Klick ist also im Grunde die erste Push-Aktion, mit der die dich zu ködern versuchen, denn man bekommt ja über jede Followingaktion eine E-Mailinfo. Kann nerven. Vor allem, wenn es pentrant wird, einem also dieser dämliche Account folgt, entfolgt, folgt, entfolgt – bis zum Erbrechen.

Nun gibt es im deutschen Twitterversum zwei Schlingel, die diesen Mechanismus auf die Spitze treiben. Ich vermute, fast jeder hat die schon mal zu Gesicht bekommen. Sie heißen Lutz Czieselski und Gert Vollrath. Wohnhaft in Berlin-Köpenick respektive Nürnberg.

Die beiden halten sich für oberschlaue Twitterschlingel. Wenn man die Twittersuche bemüht, findet man etwa 50 Accounts, die die beiden namentlich betreiben. Können aber auch noch mehr sein. Alle Accounts versprechen Reichtum und Erfolg. Die Botschaft lautet: Geld machen mit Internet kann jeder, selbst Doofe.

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Beim Fasching hört der Spaß auf: Wolle mer se roi losse?

Fasching ist nicht jedermans Sache. Meine schon mal gar nicht. Verordnete Lustigkeit und eine nur unter Alkohol zu ertragende gespielte Spaßgesellschaft finde ich irgendwie arm. Aber jeder soll machen, wozu er lustig ist. Wem Karneval gefällt – und vielen gefällt es ja – : bitte schön. Wem’s nicht gefällt, der darf aber auch ein paar Tweets dazu präsentieren, die das Thema ganz bewusst einseitig beleuchten.

Alla hopp: Wolle mer se roi losse?

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Guttenberg: Twitter vs. Facebook

Dass ich kein großer Fan von Facebook bin, habe ich ja auch hier auf Twitkrit schon mehrfach ausgedrückt.

Und irgendwie spielt sich der Kampf für/gegen zu Guttenberg auch zwischen diesen Fronten ab. Derzeit also #guttbye vs. “Wir wollen Guttenberg zurück“. Es kämpft dort David (wenige hundert Twitterer) gegen Goliath (über 350.000), so könnte man meinen. Aber irgendwie – vielleicht bin ich da auch nur zu tief involviert – ist der Kampf zumindest ausgeglichen in Sachen medialer Impact. Wie kommt das?

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