Witze erklärt man nicht. Manche Tweets auch nicht. Das gilt auch für Twitkrit, das Servicemagazin mit stetem Blick auf die Twitterströme der Neuzeit. Wenn ich eine Twitkrit schreibe, hab ich manchmal das Problem, dass ich auf total witzige Tweets treffe, zu denen aber nichts weiter zu schreiben ist. Da sie sich selbst erklären und wie gesagt keiner Rezension mehr bedürfen. Tweets aus der Humorecke zählen dazu.
Heute ziehe ich mich mal derart aus der Affäre, dass ich zwei witzige Tweets zeige, die aus besagten Gründen nicht erklärt werden (müssen), und ich lasse euch einfach nur abstimmen, welcher euch besser gefällt bzw. welcher witziger ist:
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Was ja in unserer schnelllebigen Zeit gern vergessen wird, ist die Dinge, das Sein und das Selbst angemessen zu würdigen. Beziehungen aufbauen statt Dienstleistungen wahrnehmen. Das hat auch beim Essen seine Berechtigung. Nicht immer nur alles ganz convenient haben wollen:
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Manchmal muss man auch einfach mal wieder über Twitter sprechen. Ja, auch hier!
Es geht um eine gewisse Intimität, die Twitter erzeugt. Die Twitterintimität – auch Followerintimität genannt – ist ein extrem paradoxes Phänomen. Und doch kennen wir es alle. Nirgends finden wir es so schön dargestellt, wie bei @i_need_coffee:

[Link]
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Ich bin immer froh, wenn es genug Strohhälme gibt, an denen ich mich festhalten kann. Wenn ich also nachts so dasitze und zwecks Nachtarbeit in oder auf mein Macbook starre, dann erfreue mich der Anwesenheit von Schlenzi und der pinken Nachteule, sowie dem @Mogelpony. Das Mogelpony ist einer, den ich gerne mal im Stijlroyal Magazin gesehen hätte. Drum frug ich ihn an. Er wollte sich Anfang August melden (ℌℯ℧ℒƙℜÅℳℙf). Doch die Trauer währte nur kurz und dann vernahm ich vor einigen Tagen dies hier:

[Tweetlink]
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Liebe Leute,
das ging ja schnell, schwupps war der Wyclef-Jean-Gedächtnis-Monat vorbei. Dabei war krass was los. Memwahnsinn (wir berichteten), Terror, Jugendmedienschmutz und noch ein paar Reissäcke mehr.
Ich fasse euch hier für den November wieder brav Twitkrits tolle Tweets zusammen, oder wie es @bunkinho nennt Sternstunden der Menschheit (Twitterromane):
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Für die Leser fiktiver Literatur liegt ein Großteil des Reizes in der Diskrepanz zwischen Dichtung und Wahrheit. Nicht erst seit dem guten alten Goethe. Je nach Erzählsituation macht uns ein allwissender Autor auf die Unterschiede zwischen Wunsch und Wirklichkeit oder zwischen realer und Gedanken-Welt der Protagonisten aufmerksam, oder ein Ich-Erzähler lässt uns am Gegensatz zwischen Ist und Soll teilhaben.
Selbiges gilt auch – in ebenso ganz unterschiedlichen Ausprägungen – für Twitter. Wir lesen etwa die Tweets der Menschen, die wir kennen, und beobachten den wechselnden Grad der Differenz zwischen Dichtung und Wahrheit, oder wir sind Teilhaber am getwitterten Geständnis, dass zwischen Dichtung und Wahrheit manchmal Welten liegen. Für Letzteres sei exemplarisch der wunderbare Tweet von @atomazing genannt:
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