Unser Staat tut sich bekanntlich schwer mit den neuen Medien. Dennoch zeigt sich das Exekutivorgan beizeiten auch mal von seiner kreativen Seite. Und so tarnt sich die Polizei neuerdings als hippe Social Community. Selbst @Wurfschuh ist darauf reingefallen.

Doch Twitkrit konnte nach mühseliger Analyse von mindestens einer unterschiedlichen IP-Adresse und mindestens einem unterschiedlichen User des Polizeiaccounts (Dank an dieser Stelle für die kreative Unterstützung durch die neue PR-Agentur Dumont & Hoffer von Ankershofen) diese Tarnung auffliegen lassen.

Um die Social Villain Community mediengerecht betreuen zu können, haben sich die Verantwortlichen ein bahnbrechendes Konzept überlegt. (Hinweis: nein, kein Konzept zu #S21)

Vielmehr geht es darum, die an der Social Villain Community Interessierten, welche zuvor durch ein kompliziertes elektronisches Offline-Targeting-Verfahren herausgefiltert wurden, auf unseren Strassen strategisch abzufangen und durch die Vergabe von 1-3 Fav’s (Flensburg Archive for Villians) für eine Mitgliedschaft zu gewinnen. Bisher scheint sich das Konzept durchzusetzen. Die Polizei konnte Stand heute 844 Follower gewinnen. Als hinderlich für ein staatsbürgerweites Ausrollen des Systems könnte sich allerdings die zeitgleich eingeführte Pay-Wall erweisen. Derzeit kostet allein der Aufnahmebeitrag zwischen 30 und 5.000 Euro, gefolgt von unregelmäßigen Monatsbeiträgen je nach Community-Aktivität und Kommentarhäufigkeit des Mitglieds.

Wurfschuh
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Projektvergabe: Die Autobahnpolizei sucht dringend Unterstützung beim Twittereinsatz.

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