Wir lieben Neologismen. Normalerweise jedenfalls. Twitter lebt ein Stück weit davon, dass – zumeist lustige – Wortschöpfungen unsere Sprache bereichern. Manche Kreationen jedoch werden es sehr schwer haben, über die Vergänglichkeit eines Tweets hinaus zu bestehen.

So bereicherte uns @stylewalker heute wie folgt:

stylewalker

[Link]

Das Wort „urst“ stammt aus der Jugendsprache der DDR und bedeutet sowohl „sehr“ als auch „großartig“. „Knorke“ entsprang einst dem Berliner Sprachraum und heißt so viel wie „gut“ oder „ausgezeichnet“.

@stylewalkers Schaffung bezeichnet nun etwas als „sehr gut“ oder als „großartig ausgezeichnet“. Aber auch alle anderen Kombinationen sind denkbar. Vollkommen zu recht findet sich bei Google kein Eintrag unter dem Suchergebnis „urstknorke“ (getrennt geschrieben nur sehr wenige).

„Urst“ ist gemeinsam mit der DDR untergegangen und „knorke“ war bereits im Herbst 1924 veraltet, so sagte jedenfalls Kurt Tucholsky. Keine guten Vorzeichen also um das etablierte „cool“ abzulösen. Wir finden das irgendwie  mordsmäßig töfte.


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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

Enno

Der Klang dieses Wortes fühlt sich in etwa so an wie die Ursache des Wunsches, die Toilettenspülung zu betätigen.

Gepostet von Enno am 16. September 2010 um 15:05.
fimbultyr

porno ;)

Gepostet von fimbultyr am 17. September 2010 um 00:01.
matthiasr

Warum soll nicht auch Sprache retrourstknorke sein können?

Gepostet von matthiasr am 18. September 2010 um 13:14.
RalphGL

klingt wie ein Vorschlag des VDS, jemand sollte denen einen Leserbrief schreiben, die finden das bestimmt total urstknorke.

Gepostet von RalphGL am 22. September 2010 um 13:07.