Twitkrit

Was die Großmutter noch wusste

“In Wiesbaden tummeln sich Gestalten,
das soll man nicht für möglich halten.” (Tacitus)

Eine dieser Gestalten ist die Twitterin @soloony, die ich nunmehr seit ca. einem Vierteljahrhundert kenne und die uns Auserwählte, die in ihren leider geschützten Account hineinblicken dürfen, täglich mit weisen Sentenzen aus dem Leben einer attraktiven und zugleich  fleißigen Büroangestellten und liebevollen Katzenmutti unterhält. Man erfährt, wie das Wetter ist, wann es ihr zu kalt für ohne Heizung ist, wann “Pflückinger!” angesichts reifer Tomaten angesagt ist und was es so zu essen gibt. Die Homofaberisierung des Banalen ist hier durch eine Hervorhebung längst in Vergessenheit geratener Alltagsriten und –mythen gekennzeichnet. Nichts ist wirklich unwichtig, nichts ist nicht mindestens einen Gedanken wert.

Und heute, ich wollte gerade mal ein zünftiges Fleischsalatfrühstück zu mir nehmen, bedachte sie uns mit einer ganz besonders weisen Weisheit. Eine Weisheit, die in ihrer Anmut und Grazie ganz das Bild der Dame und Golf Cabriolet-Fahrerin @soloony abrundet und auf zauberhafte Weise untermalt:

soloony

Trauen Sie sich und stellen Sie einen Antrag auf Einblick in ihre ganz eigene Sicht der Dinge und der Alltagsbewältigung und folgen Sie Ihr auf Twitter auf dem Weg in eine glitzernde Zukunft. Stellen Sie am besten auch gleich einen Heiratsantrag, sie werden es niemals bereuen!

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Frontalopposition

Nicht nur für diese sympathischen Rentner aus Düsseldorf, die – koste es, was es wolle – verhindern möchten, dass ihr Haus in der Öffentlichkeit zu sehen ist, nein auch für Herrn Huck Haas aus Wiesbaden ist die Vorstellung unerträglich, dass Menschen und Häuser einfach so im Internetz zu sehen sein würden:

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Ich seh den Sternenhimmel

Im Mittelalter gab es eine schöne Allegorie für die zwei Seiten einer Medaille. Frau Welt war vordergründig von wunderschöner Gestalt, hintergründig aber faul, wurmstichig und längst am Verwesen. Nichts ist von Dauer, jedem Zauber wohnt ein Fluch inne, jede Blüte strebt zum Verwesen, Am Ende der Süße wartet Bitterkeit.

So sehr wir auch auf unterschiedlichste Weise nach Glück streben, irgendwo in uns ist immer die Gewissheit, dass das nicht von langer Dauer sein wird.

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Situationen gescheiterter Kommunikation

Es ist schon tragisch, was Menschen an Situationen gescheiterter Kommunikation erleben können. Heute möchte ich Euch einen Twitterer vorstellen, dem so etwas geschehen ist und der es schonungslos schildert. Bitte enttäuscht ihn (und den Autor dieser Zeilen) nicht, und lest auch nach dem Tweet weiter:

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Nutze den Tand

Heute soll es um Accessoires gehen. Und ich bin sehr froh, dass dieses Internettagebuch ein Schriftmedium ist, weil ich nie weiß, ob es nun Aksessuahr oder Assesswaar ausgesprochen wird, das Accessoire.

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