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Gastkritik von @enypsilon- Nicole Y. Männl, die als nebenberufliche Autonärrin und Vorzeigegeekgirl unter 0511web.de ihre Leidenschaften teilt. Doch manchmal haben auch Leidenschaften ihre dunkle, animalische – oft gewalttätige Seite. Nicole entschloss sich, diese bei uns zu veröffentlichen.
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Wenn man mal Probleme mit seinem Windows-System hat, dann erntet man zumeist das Frohlocken und Näänänänäh der Mac-Benutzer: “Kauf’ Dir ‘nen Mac” ist da noch harmlos. Diese Tweets sind leider nicht mehr über die Twitter-Suche auffindbar, ich kam aber mindestens zweimal in diesen Genuss eines derartigen Replies oder ähnlichen Nettigkeiten, die ich nicht als besonders hilfreich oder tröstlich empfand.

Seitdem schaue ich mir – ganz heimlich – die Tweets an, in denen – unspezifisch, allgemein gesprochen – Hard- und Software Probleme eine Rolle spielen und vergleiche die Reaktionen und Aussagen, speziell natürlich auch die Wortwahl. Ich werde sicherlich noch den mspro darüber visieren lassen müssen, um noch ein paar mehr empathische Fremdwörter subscribieren zu können, da questioniere ich ihn dann später mal. Zurück zu: “Meine kleine Studie”, sie ist bisher unveröffentlicht und megageheim. Einen kleinen exklusiven Auszug bekommt Ihr hier zum Vorablesen und twitkritten:

Die Mac-Jünger sind nun etwas stiller mit ihren Advice-Tweets geworden, so zumindest scheint es, denn ausgleichend (Apple ist doch nicht perfekt?) fluchen sie mittlerweile auch gelegentlich ein bisschen vor sich hin.
Zwischendrin mal wieder ein Jubel-Tweet, dass die Time Machine alles gerettet hat. Hmm, so ein Tool brauchte ich bisher als Windows-Dosen-User nicht. Bei mir ging wenigstens – aber nur einmal – gleich die Festplatte komplett kaputt, so dass gar nix mehr zu retten war.

Wobei eben der Unterschied zwischen Windows- und Mac-Usern im Temperament zu liegen scheint. Im Anwendungsfalle zumindest. Meine Studie berichtet von einem Subjekt, das sich als Mac-User bezeichnet und vor einem Windows-Rechner sitzen muss, zwangsweise! Da kommen wir zu interessanten und ganz neuen Erkenntnissen. Beurteilt man das Feuer, was in den Tweets von Windows-Anwendern (zwangsweise oder freiwillig) brennt, so meint man, diese Menschen lassen einfach alles raus. Gleich ihrer Herkunft oder des Zugehörigkeitsgefühls einer bestimmten ursprünglichen Hardware/Software-Gruppe, der sie sich selber zuordnen. Ist ja auch gut so, wenn man nichts unterdrückt, wegen der Psyche und so.

Spannend zu beobachten, wenn ein Apple-Fanboy (so steht es in seiner Bio) aktiv und betroffen über Windows motzen darf. Als ich neulich in meine Timeline schaute, explodierte es geradezu aus gr4y heraus:

Bildschirmfoto 2010-08-01 um 10.52.17
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Das war deutlich. Okay, manchmal hat man sich eben nicht mehr im Griff, verständlich …
kann passieren, sollte nicht, ist passiert.
Ein paar Minuten später – etwas leiser – kam die nächste Statusmeldung. gr4y hatte sich etwas beruhigt und plante schon (ich glaube unbewusst und ungewollt) seine neuesten Social Media Aktivitäten, passend zur Situation:

Bildschirmfoto 2010-08-01 um 10.52.43
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Nun gut, ist der Ruf erst ruiniert, youtubed es sich ganz ungeniert. gr4y scheint sein Problem dann durch fortgesetztes exzessives Windowspöbeln – außerhalb der Timeline – in den Griff bekommen zu haben, denn danach war Ruhe in der Kiste und kein Video online.

Vielleicht hat er auch zur altmodischen Methode gegriffen und hat sich extern Hilfe geholt. Ein guter Kumpel kam vorbei, hat ihm über das Köpfchen gestrichen und ihm dabei geholfen, das Problem in den Griff zu bekommen, vielleicht sogar zu lösen.

Kein Kumpel in Sichtweite? Du bist ganz allein? Die Internetverbindung funktioniert nicht mehr? Panik!

Du suchst Deine Zugangsdaten, Dir schwant schon etwas, legst aber dennoch alles bereit, setzt Dich mit dem Telefon an den angepöbelten Windows-Rechner und nimmst den Hörer in die Hand. Es bleibt dir nichts anderes übrig, als die Hotline anzurufen. So, wie unser Freund hoch21 beichtet, äh, berichtet:

Bildschirmfoto 2010-08-01 um 10.53.35
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Also ich finde:

Das sagen die Anderen: