Es ist ein ambivalentes Ding mit diesen Thementagen. Gerade in der vergangenen Woche war die Relation großartiger Humor versus monothematischer Lenahorstisierung nicht immer zum Guten ausgepegelt. Nun, historische Katastrophen haben nun einmal ein gewisses Aufmerksamkeitsmagnetfeld, da muss mensch wohl durch und zum Glück geht das ja auch vorbei. Na, Fußballhasser, freut Ihr Euch schon auf die WM?

Nur reicht es ja nicht aus, dass die große Geschichte uns immer wieder mit Thementagen versorgt, der Amerikaner an sich schafft sich darüber hinaus noch künstlich welche, auch wenn gerade nichts passiert, kein Flugzeug auf dem Hudson wassert oder das eigene Ökosystem für eine der größten Performancekunstaktionen im Bereich der abstrakten Ölmalerei drangegeben wird.
Nein, der Amerikaner braucht seine immer wieder kehrende Lebenszeitstrukturierung durch so Blödsinn wie Tradition. Das geht vom vierten Juli über Halloween hin zum Zwang, so junge Bezugsysteme wie Twitter mit eben Thementagen zuzupflastern. Erfolgreichstes, auch in diesem unseren Lande willig adaptiertes Beispiel: Der Followfriday.

Mich zumindest nervt diese Twittererempfehlerei an jedem verdammten Freitag tendenziell.

Andererseits ist das aber auch eine nette Geste, so lassen sich manchmal echte Perlen finden im Strom der Tweets und Twitterer. Vor allem aber trägt dieder Empfehlende so seine Anerkennung über die Empfohlenen in die Öffentlichkeit der eigenen Timeline, was auch schön ist.

Was aber gar nicht geht, sind über zig Tweets abgehandelte #ff-Listen, die nach Beliebigkeit und Ranwanzerei an die Empfohlenen riechen. Und das ist leider ein Gutteil der Statusupdates, die einem freitags widerfahren.

Deshalb: Bevor’s morgen wieder losgeht mit der Empfehlerei: Liebe Kinder: Es geht auch in schön: Macht doch mal was Kreatives aus dem Followfriday: So wie Anousch:

ff
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Also ich finde: