Eigentlich, also von der Theorie her, ist der Kapitalismus doch ganz einfach. Irgendeiner braucht was, sagen wir mal einen BMW. Ein anderer stellt den dann her, also BMW diesen einen BMW. Nachfrage, Angebot und je nach dem, wer grad quantitativ im Vor- oder Nachteil ist, dann der hohe oder niedrige Preis. Alles prima, oder? Alle sind glücklich und zufrieden, theoretisch.
Tja, wenn es so einfach wäre. Denn dazwischen ist ja noch die Kommunikation, die Marktbeziehungen. Wenn der, der den BMW hat, gar nicht weiß von dem, der den BMW braucht, dann ist das ganz schlecht. Schicht im Schacht, zappenduster. Die müssen voneinander wissen, miteinander reden, alles abkaspern.
Ohne Kommunikation wird das nix mit dem Kapitalismus, weil die Marktteilnehmer ohne Verbindung einsam bleiben und veröden. Beispiel gefällig? Hier, der Herr Bonzibuddy, der hatte genau dieses Problem.

Herr B. konnte seine Nachfrage nicht konfigurieren und nicht artikulieren. Weil die Damen und Herren da in “deep south” München mal wieder Mist programmiert haben. Jetzt steht der Mann ohne BMW da. Sein sauer verdientes Kapital kann nicht zum Wohle der Volkswirtschaft in ein vermutlich hocheffizientes Mobilitätsgerät investieren. Der Kapitalfluss stockt, die Sore verschimmelt. Kein Wunder, dass alles zusammenbricht. So kann das mit dem Kapitalismus nicht funktionieren.
Nachtrag
Eigentlich hatten wir mit dieser Twitkrit schon alles gesagt, dann aber kam soeben noch diese Nachricht rein

Wie man sieht, hilft auch der Gang zur Konkurrenz rein gar nicht weiter. Das Angebot kann die Nachfrage nicht befriedigen. Vermutlich wieder ein Kommunikationsproblem.