Twitkrit

Was man von Star Trek lernen kann

Die Trekkies unter uns Twitterern wissen einfach mehr. Ich wundere mich auch immer darüber, denn eigentlich hatte ich doch so einiges gesehen, von der Serie, also allen Serien. Klar, ich hab nicht alles gesehen, aber ich denke, ich kann auf einige Stunden Kirk/Spock, Data/Ryker, Deepspace Dings und Voyager zurückschauen. Und all die Filme erst! Ich glaub, die hab’ ich alle gesehen.

Und doch komme ich in’s Grübeln, wenn heute der @blogwart schreibt:

Bildschirmfoto am 2010-05-17 um 15.43.09
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Aber dann schaue ich zwei Tage zurück, in meinen Favoriten und finde etwas, was einen Hinweis geben könnte, einen Tweet von @Deef:
Bildschirmfoto am 2010-05-17 um 15.43.01
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Naja, aber so richtig kapier ich das immer noch nicht.

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Mensch-Maschine-Analogie

Zu Beginn des Jahres wurde im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité eine Ausstellung zu Fritz Kahn (1888-1968) eröffnet. Der Berliner Arzt und Buchautor hat sich zu Anfang des 20. Jahrhunderts durch seine Veröffentlichungen zur Mensch-Maschine-Analogie einen Namen gemacht. Viele kenne auch heute noch das Poster «Der Mensch als Industriepalast». Den Bezug von Mensch und Maschine hat Gallen Bitter aka @gallenbitter als verjüngende Rezeption der Kahn’schen Thesen in unsere Zeit übertragen:

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Gottlos auf Twitter

Das ist schon komisch. Da passiert den ganzen gestrigen Tag ein Wunder nach dem nächsten. Der Euro und Rüttgers werden wie von Gotteshand beide in der allerletzten Sekunde gerettet.

Und dann, am nächsten Tag, was kann man auf Twitter lesen? Etwa eine Rückbesinnung auf diesen doch ganz offensichtlich allmächtig wirkenden Gott?

Im Gegenteil! Die Säkularisierungsforderungen auf Twitter werden immer schlimmer!

Hier nur zwei Beispiele:

Bildschirmfoto am 2010-05-10 um 11.21.29
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Bildschirmfoto am 2010-05-10 um 11.21.20
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Idioten

Es soll ja Leute geben, für die Twitter einfach nur dumm ist. Und für die Menschen, die das nutzen, Idioten sind. Inwiefern solch ein Urteil auf die Person zurückfällt, die es ausspricht, lassen wir mal dahin gestellt. Das in seiner Absolutheit über die Grenzen des Vertretbaren schießende Pauschalurteil wurde zwar gestern wieder relativiert, doch wir alle wissen aus eigener Erfahrung, dass es immer wieder Menschen gibt, die aus Unkenntnis (oder anderen – womöglich niederen – Beweggründen) so denken. Auf diese Diskussion möchte ich hier gar nicht weiter eingehen. Eines steht jedoch fest, und soll durch zwei Beispiele in der Folge belegt werden: Twitter ist – auch – ein Medium der Banalitäten und Befindlichkeiten. Und dafür liebe ich die Menschen, die jene Form der Kommunikation nutzen, und es würde mir im Traum nicht einfallen, sie deshalb für Idioten zu halten.

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Warum das mit dem Kapitalismus so nicht funktioniert

Eigentlich, also von der Theorie her, ist der Kapitalismus doch ganz einfach. Irgendeiner braucht was, sagen wir mal einen BMW. Ein anderer stellt den dann her, also BMW diesen einen BMW. Nachfrage, Angebot und je nach dem, wer grad quantitativ im Vor- oder Nachteil ist, dann der hohe oder niedrige Preis. Alles prima, oder? Alle sind glücklich und zufrieden, theoretisch.

Tja, wenn es so einfach wäre. Denn dazwischen ist ja noch die Kommunikation, die Marktbeziehungen. Wenn der, der den BMW hat, gar nicht weiß von dem, der den BMW braucht, dann ist das ganz schlecht. Schicht im Schacht, zappenduster. Die müssen voneinander wissen, miteinander reden, alles abkaspern.

Ohne Kommunikation wird das nix mit dem Kapitalismus, weil die Marktteilnehmer ohne Verbindung einsam bleiben und veröden. Beispiel gefällig? Hier, der Herr Bonzibuddy, der hatte genau dieses Problem.

bonzibuddy

Herr B. konnte seine Nachfrage nicht konfigurieren und nicht artikulieren. Weil die Damen und Herren da in “deep south” München mal wieder Mist programmiert haben. Jetzt steht der Mann ohne BMW da. Sein sauer verdientes Kapital kann nicht zum Wohle der Volkswirtschaft in ein vermutlich hocheffizientes Mobilitätsgerät investieren. Der Kapitalfluss stockt, die Sore verschimmelt. Kein Wunder, dass alles zusammenbricht. So kann das mit dem Kapitalismus nicht funktionieren.

Nachtrag
Eigentlich hatten wir mit dieser Twitkrit schon alles gesagt, dann aber kam soeben noch diese Nachricht rein

bonzibuddy

Wie man sieht, hilft auch der Gang zur Konkurrenz rein gar nicht weiter. Das Angebot kann die Nachfrage nicht befriedigen. Vermutlich wieder ein Kommunikationsproblem.

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Wo Musik ist …

“Wo Musik ist, lass Dich ruhig nieder. Böse Menschen singen keine Lieder.” So hat es zumindest meine Großmutter, eine über jahrzehnte begeisterte Chorsängerin, immer gesagt. In der verehrten Twitterschaft ist indes derzeit ein Trend auszumachen, der uns nachdenklich stimmen sollte.

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