Twitkrit

Kurzweiliges Fußballspiel

Gestern war es wieder so weit. Irgendein Fußballspiel wurde im Fernsehen übertragen. Meistens ist ja so, dass 90 Minuten lang so gut wie gar nichts passiert. Während andere Twitterer sich bei der Berichterstattung über dieses Nichts oft in unnötigen Details über Spielzüge von Vereinen wie FC St. Pauli, Preußen Münster oder gar der Deutschen Nationalmannschaft verlieren, dampft @HotzPots die Sportmeldungen vom Fußballplatz auf das Wesentliche ein:

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Zappen duster

Eine meiner düstersten Visionen besteht ja darin, dass die vier apokalyptischen Reiter soeben durchs Land galoppieren, dem Fernsehen natürlich nichts Besseres einfällt, als uns mit “Das war Ihr Leben” und “Wir haben es euch ja gleich gesagt”-Sendungen zu bombardieren und die längst bräsig gewordene Menschheit sich diese hanebüchene Selbstbeweihräucherung auch noch samt ewig (Ha!) langer Werbepausen anschaut, welche mit suspekten SMS-Gewinnspielen überbrückt werden, die jegliche Form von Intelligenz verspotten: “Wie heißt Jürgen Klinsmann mit Vornamen? Rufen Sie jetzt an, nennen uns die richtige Antwort und seien Sie unser letzter Gewinner vor dem Ende der Welt!”

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Auf die Fresse!

Achja, unsere geliebten Follower. Wenn wir sie nicht hätten, dann wäre das ja alles nichts. Und da liegt der Hund begraben. Denn, machen wir uns nichts vor: nur ein Follower ist ein guter Twitterer. Ein Nichtfollower hingegen ist sehr kritisch zu sehen (lohnt sich das Mitlesen wirklich?). Schlimmer ist nur noch der Unfollower. Der ist nämlich ein Riesenarschloch, ein Nixchecker, eine dumme Sau.

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Kässmann und die Negative Theologie

Es war DAS Thema letzte Woche. Die arme, evangelische Bischöfin Kässmann fuhr stockbesoffen über eine rote Ampel. Die Polizei erwischte sie – zack! Lappen weg.

Sie, die immer so integer für eine Modernisierung des Glaubens stritt, fiel ab vom rechten Pfad. Ja, das Bild vom verlaufenen Schäfchen wurde häufig bemüht. Die Sprecherin einer Religion: selbst ein sündiges Mädchen? Das darf nicht sein. Sie selbst sah das ebenso und reichte prompt ihren Rücktritt ein.

Alle beeilten sich, ihre Interpretation des Vorfalles zu liefern. Feministen, Verschwörungstheoretiker und Politiker. Die meisten Verteidigungen im Zuge ihres Rücktritts aber waren untheologisch und nicht sehr überzeugend. Dabei kann in diesem Fall doch nur eine einzige Deutung zulässig sein: eine Theologische!

Deswegen haben wir – deutschlands wichtigstes theologisches Fachblog – eben dies nachgeholt, und zwar anhand der drei großen Theoretiker der “Negativen Theologie“:

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