Nachdem wir uns vor zwei Wochen das Genre der WG-Tweets angeschaut haben, kommen wir heute zu einer weiteren motivischen Betrachtung: Tweets zum Thema Kühlschrank im Büro. Ein flotter Dreier:

homie50

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Diese microgebloggte Wehklage von @homie50 ist selbsterklärend und braucht inhaltlich nicht analysiert zu werden. Einordnen kann man sie motivisch in die Unterkategorie: «Der Kühlschrank im Büro ist die Zahnpastatube unter den Kollegen.» – Kleine Versehen können Kriege verursachen…

Der folgende Tweet von @QueenofDrama ließe ja zunächst noch – ohne den am Ende gesetzten Hashtag – ein breiteres Deutungsfeld offen:

queenofdrama

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Ohne das Schlagwort als Schlusswort, könnte man diese Kurzbotschaft durchaus positiv interpretieren: Etwa, dass man im firmeneigenen Kühlgerät spannende Entdeckungen lebensmittelkundlicher Art machen könnte, dass man via Büro-Kühlschrank die Kollegen durch ihre Nahrungsmittel-Vorlieben besser kennen lernen könnte, oder so. Mit dem Hashtag #Ekeltweet wird aber die zunächst unklare semantische Aussage eindeutig und unmissverständlich mit einer negativen Erfahrung konnotiert.

Den Vogel [sic!] abgeschossen hat aber @st4rbucks mit dem Schluss-Tweet dieser kleinen Motivreihe. Auch hier wird eine Entdeckungsreise im Büro-Refrigerator geschildert, dieses Mal aber von der Autorin als eindeutig positive Erfahrung empfunden:

st4rbucks

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Also ich finde: