Was wäre Twitteratur ohne Zitate?
Das Zitat erlaubt es dem Twitteraten, seine begrenzten 140 Zeichen in einen größeren Bedeutungskontext zu setzen, sich gleichsam ganze Diskurse in die Kurznachricht hineinzuschreiben. Erfährt das Zitat dabei eine kreative Bearbeitung, überlagern sich die Bedeutuungsebenen des Tweets und seiner Vorlage, ein gar unermesslicher Überschuss an Sinn entsteht.

So wird aus dem Kauf eines Buchstabens zum Zwecke des Küchengerätegewinns schnell eine grundreinigender Akt der Haushaltsführung. Was eben noch Popkultur in den niederen Gefilden Ebene der Konsumentenbespaßung war, ist nun tätiger Kampf gegen den alltäglichen Dreck. Produktive Katharsis statt Dauerwerbesendung.

Kalk
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Das Zitat hilft uns im vorliegenden Fall, profanes Putzen in Bezug zum faulen Fernsehen zu setzen. Oder, um es in eine weitere, allerdings viel direktere und damit plumpere Abwandlung des Bekannten zu gießen:
Bürger, lasst das glotzen sein, kommt herunter, schrubbet fein!

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Also ich finde: