Was wäre eine ordentliche Twiteratur ohne Bezüge zum Sport? Sie wäre nur halb, so wie ihre große Schwester Literatur ohne die Roth’sche Baseballmetapher der Great American Novel, dem V-Effekt der Brechtschen Boxbegeisterung oder der Angst des Tormanns vor einem Handkeelfmeter nicht in Gänze wahrgenommen wäre.
So sind wir hocherfreut, dass die fünf Ringe frei sind fürs globale Klassentreffen der Athleten auf Schnee und Eis und den Twitterati aus Kanada wunderbares Material für Kleinode der Sportberichterstattung liefern.

Auf einmal ist alles „Dabeisein ist alles“ und selbst profane nachbarschaftliche Ruhestörung bekommt eine olympische Note:

Rodler1
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Freilich gelingt es nicht jedem, sich vom Kampf um die Medaillen der aufs extremste Ertüchtigten vereinnahmen zu lassen. Gerade wenn beim Langstreckenbetrachten der Fernsehbilder aus Vancouver ein tourdefranceartiger Hungerast beim Sportsfan aufkommt, ist es wieder der niedere Trieb, der seine wirkmächtigen Bilder legt über die Erhöhung des hochleistenden Homo ludens im körperlichen Wettkampf.
Und so ist bei folgender Sportschau nicht die Frage ob Gold oder Silber, sondern: Käse oder Bacon dazu?

Rodler2
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Also ich finde: