Man entschuldige den Titel. Der ist wirklich so gar nicht. Was ich mich immer aufregen kann, über diese billigen Twortspiele. Das geht doch beinahe mit jedem Twort. Das ist keine Leistung! Das ist das Gegentweil von Tkrw… Trweat… Krtwera .. (Okay, hier geht es wohl nicht…) Kreativität!

Egal. Kommen wir zum Punkt: Wir sind alle berühmt!

Ja, wir Twitterer! Schaut uns an. Sind wir nicht toll? Überstrahlen wir nicht schon längst das Firmament? Wer braucht schon noch echte Stars? Die aus dem Fernsehen? Sind wir nicht viel besser? Und so schön zum Anfassen?

Hey, man kennt uns! Voll! Viele! Leute! Ey! Guckst du, Follower? Ha!

Tristessedeluxe hat das ganze in den theoretischen Kontext der „Parasozialen Beziehung“ gesetzt. Wir haben zu den Leuten, denen wir folgen, strukturell den selben Zugang, wie wir zu Jo Gerner aus Gute Zeiten Schlechte Zeiten haben. Eine nicht-persönliche, eine meist asynchrone Beziehung. Sowas haben eigentlich nur Stars! Jetzt hat sie jeder, der sie haben will.

Die Followeranzahl gibt an, wie viele parasoziale Beziehungen man also an sich geknüpft hat. Wie dolle man also „Star“ ist.

Früher gab es Stars und Nicht-Stars. Später gab es B-Promis, schließlich C-Promis. Und dann noch die, für die man sich keinen eigenen Namen, sondern das Dschungelcamp ausdachte.

Heute gibt es Twitter und somit eine stufenlose und durchaus nach unten und oben offene Prominenzskala. Jedenfalls theoretisch. Denn, Twortspiel hin, Twortspiel her, im Endeffekt geht es bei Twitter doch um intelligente Kreativität, zum Beispiel darum, Dinge in 140 Zeichen auf den Punkt zu bringen.

So wie es @diktator mit diesem Text hier tut:

Bildschirmfoto am 2010-02-01 um 13.37.00
[Link]

Also! Huldigen wir ihm!


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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

Dirk

Du suchtest da oben nach „Kreatwivität“ :-) Geht also doch.

Gepostet von Dirk am 01. Februar 2010 um 14:02.