Was glauben Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, wie geht’s wohl Gemüse mit dem Umstand, dass wir es uns im Zuge der Nahrungsaufnahme einverleiben und damit auslöschen? Eine schwierige Frage, hängt doch an ihrer Beantwortung auch die moralische Bewertung fleischloser Ernährung.

Was wir sagen können, ist: Abgesehen von beispielsweise dem Chicorée, der sich durch pure Bitterkeit gegen den Verzehr wehrt, leistet das Gemüse im Allgemeinen kaum Widerstand gegen das Gegessenwerden. Auch ist es im Schöpfungsakt nicht mit Krallen, Klauen, Hauern, Dornen oder Gift ausgestattet worden, um uns das leben schwer zu machen. Wobei… Wer das falsche Ende der Kartoffel aß, wird anderer Meinung sein.
Gleichwohl, die Mehrzahl der Gemüse ist leicht zuzubereiten und bekömmlich. Manche Gemüse sollen sogar von angenehmem Geschmack sein.

Wir haben also einige Zuversicht anzunehmen, dass der Gemüsekonsum schon okeh ist. Nicht zuletzt, bedeutet Gemüse ja auch ungefähr, „Das, was zu Mus gemacht wird“. Also zerkocht und zermanscht (nimm das, blasierter Blanchierwahn der Nouvelle Cuisine!).

Ganz leise können wir also hoffen, dass unser fleischloses Essen mit seiner Bestimmung klarkommt und denkt, wie es @immerschoener im folgenden Vierzeiler formuliert:

sellerie
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Also ich finde:

Das sagen die Anderen: