Ist es Euch auch schon aufgefallen? Ein alter Ausruf feiert seine Renaissance im Twitterland. Hach. Hach! #hach. Es hacht, das es kracht. Woher kommt es so plötzlich, dieses “Hach” und was bedeutet es eigentlich?

songe_creux
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Um dieser wichtigen Frage nachzugehen, traf ich heute morgen @kheimbecher im Cafe Knuth, ihres Zeichens eine ambitonierte Kommunikationsberaterin, die heute den ersten Tag ihrer Selbstständigkeit feiert. Grund genug, sie mit der relevanten Frage nach dem “Hach” zu bombardieren.

Das “Hach”, so @kheimbecher sei die “lautmalerische Unterstreichung eines Schulterzuckens”. Ein “Hach” komme aus dem Herzen und in keinem Fall aus dem Kopf. Der “Hacher” habe etwas auf dem Herzen, er könne es nur nicht so direkt sagen. Dabei sieht @kheimbecher trotz einer leicht durchscheinenden Verzweifelung, die einem “Hach” innewohnt auch etwas Nettes, also “keine Hardcore-Verzweifelung, sondern eher so menno. Zusammenfassend gesagt: “Das Hach ist der verbale Seufzer des Herzens”.

Für mich ist ein “Hach” zusätzlich der Ausdruck einer Sehnsucht, kommend aus den tiefsten Tiefen des Herzens. Manchmal fast verzweifelt. Manchmal wehmütig. Oftmals wird das “Hach” gefollwed von einem träumerischen, verschämt schwärmerischen Gesichtsausdruck.  Frauen greifen in Hach-Situationen häufig zur synonymen Redewendung: “ich weiss auch nicht”  während bei Männern eher der Ausruf “Aaaaalter!” (je nach Hach-Intensität dehnt sich das aaaaaa deutlich aus) festzustellen ist.

Wenn also @songe_creux dies ins Twitterland ruft, dann ist das wohl ein leicht verzweifelter sehnsuchtsvoller Seufzer des Herzens, eine Emotionserklärung an einen Unbekannten “Ich möchte Dir so gerne sagen, was ich tief in meinem Herzen für Dich empfinde, immer, wenn ich Deine Tweets lese, Deine Twitpics sehe, ich wäre so gerne Teil Deines Facebook-Status – auch wenn es kompliziert wäre. Hach.”

Wäre @songe_creux ein Mann, würde der Tweet übersetzt heissen: “Aaaaaaaaaaaalter, nerv nicht so rum mit Deinen Romantikanfällen, ich find Dich ja auch gut, aber morgen abend muss ich unbedingt mit den Jungs einen draufmachen. So wie früher. Hach.”

Wie gesagt: Ein getwitterter Ausdruck von Verzweifelung und Sehnsucht. Ein Tweufzen des Herzens.

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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

drikkes

So einige Twitterati könnten zumindest ihren virtuellen Zweitwohnsitz in Hacheney anmelden.

Gepostet von drikkes am 18. Januar 2010 um 17:44.
PickiHH

@drikkes so ein Zufall – meine Heimat Hohenlimburg liegt fast neben Hacheney :)

Gepostet von PickiHH am 18. Januar 2010 um 18:17.
drikkes

@Picki: Erinnere mich, schon davon gelesen zu haben, wo Du es erwähnst. Ich habe acht Jahre in Bochum gewohnt.

Gepostet von drikkes am 18. Januar 2010 um 23:11.
Mitchell

Shiver me timbers, them’s some great inofraimton.

Gepostet von Mitchell am 01. Oktober 2011 um 14:50.