Vom Drang, sich nackig zu machen
Heute springt uns eine Gastkrit von wikipeter ins digitale Angesicht, in der er sich einen Hype zur Brust nimmt, welcher jüngst durch sämtliche Timelines geisterte. Noch Fragen? Kleiner Tip: ums Kuchenbacken geht es nicht.
Das Twittervolk macht alles mit. Da wird gewavet, gefaved, gefacebookt, gepip.iot und geidenti.cat. Nun hat eine neue Zeittotschlagmaschine die Herzen der Twitterati gewonnen: Formspring.
Offensichtlich lieben es unsere Twitterer, einen Seelenstriptease par excellence hinzulegen, dass dem eher verschlossenen Menschen die Augen nur so übergehen. Selbst intimste Fragen werden freimütig beantwortet, philosophische Probleme erörtert, Einschlaftipps gegeben. Nicht jedem dürfte das gefallen, wie @quarkkalibur anmerkte:

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Aber dieses Frage-Antwort-Spiel provoziert auch neue Gedankengänge: Kann der Fickwunschverdacht jetzt einfacher, öffentlicher gemacht werden? Die Twitter-Formspring-Hochzeit als öffentliche Adultfriendfinder-Maschine?

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Die positiven Einflüsse sind dennoch erkennbar, der Mensch hinter den Tweets wird fassbar. Wozu braucht man jetzt noch Xing, wo es doch formspring gibt?

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Nur, leider, einige Wenige müssen leiden. Die Konsequenzen sind vorherzusehen, die Psychologen unter uns werden gewiss nicht arbeitslos.

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Aber was soll’s. Twitter hat schon so manchen Hype überlebt und wird auch formspring unbeschadet überstehen. Und vielleicht ist ja auch alles ganz anders, als ich das sehe.

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Das sagen die Anderen:
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von twitkrit, Peter D. erwähnt. Peter D. sagte: RT @twitkrit: Unsere heutige Gastkrit von @wikipeter ist ein Kopfsprung in den Exhibitionismus: http://is.gd/5rDRU [...]
Gepostet von Tweets die Twitkrit » Vom Drang, sich nackig zu machen erwähnt -- Topsy.com am 17. Dezember 2009 um 21:41.Was an Formspring nackiger ist als an Twitter, Blogs, Facebook etc. erklärst Du mir beim nächsten Bier, o.k.;)
Stets gut gekleidet,
Gepostet von Anousch O. am 17. Dezember 2009 um 21:54.Anousch
ich finde dieses formgespringe einfach nur noch nervig. zumal in meiner timeline einige herumspringen, die wirklich jede frage auch noch posten.
zum glück lässt der hype ja inzwischen nach. für mich persönlich sehe ich keinen sinn darin, fremden menschen fragen zu beantworten, die ich vielleicht meinen engsten freunden nicht beantworten würde. aber vielleicht bin ich auch einfach zu konservativ und verschlossen für web 2.0…
Gepostet von rachel lindenbaum am 17. Dezember 2009 um 21:55.@Anousch Das mit dem Bier und dem Erklären machen wir ja nächste Woche. Und ich versuche auch, mich gut anzukleiden, um neben Dir mal gut auszusehen.
@rachel lindenbaum Du bist weder konservativ noch verschlossen. Aber so wenig Twitter für “alle” das Richtige ist, ist es formspring. Jeder sollte das für sich entscheiden und nicht zwanghaft auf einen temporären Zug aufsteigen müssen.
Gepostet von wikipeter am 18. Dezember 2009 um 07:00.ich ziehe Springformen Formspring nach wie vor vor… aber ich hab auch so ganz altmodische Ansichten über Privacy und sowas…
Gepostet von Foodfreak am 22. Dezember 2009 um 14:21.