„Effektivität bestimmt das Handeln“ mag für Weltraumflugorganisation vielleicht noch weitestgehend zustimmen, doch bei einem geselligen Beisammensein von Menschen, die zuviel kritische Theorien studiert haben und letztlich nicht viel mit diesem Wissen anfangen können, außer damit anzugeben, ist Handeln gleich Labern und Selbstzweck und jede Zielorientierung dabei ein Zirkelschluss.

Dabei ist Handeln so wichtig für die Hochkultur. Alles steht unter dem Primat des Performativen. Soziale Interaktion ist Handeln. Ebay ist Handeln. Und Kunst ist Handeln nicht erst seit der Mode der Flashmobs. Performance ist Tanz, Theater, Bewerbungsgespräch und der Verlauf der Aktienkurse.
Die Welt performancet sogesehen überall, deshalb lässt sich bei Industriebier und Schirmchengetränk so trefflich Performanz-Worthülsen-Austausch performen. Leider ist das Bullshitbingo der Soziologen und Sprachwissenschaftler durch diesen Universalbegriff schnell gespielt. Also müssen die Überdrüssigen auf die Laberei anders reagieren.

Ausdruckstanz ist eine gute Reaktion, ist diese Abart der rhythmischen Sportgymnastik doch der meist tragische Versuch, eine Geschichte und damit semantisch Gehaltvolles in die bewegte Physik der Gesten zu übertragen. Performative Performanzkritik oder so.
Vielen Dank für den Hinweis, @luzilla!

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Also ich finde:

Das sagen die Anderen: