Wir sind angeblich die mit den Umhängetaschen, die morgens Nutella auf ihr Brot schmieren, um danach in unseren Golf zu steigen und in unsere Agentur zu fahren, in der wir “irgendwas mit Medien” machen. Obwohl wir morgens eher nicht frühstücken, und dann mit der Straßenbahn fahren, weil man in der Großstadt sowieso keinen Parkplatz findet und wir uns schon lange nicht mehr das Benzin oder den Golf leisten können. Generation Golf vs. Generation Benzinpreise.

Aber wenigstens die Umhängetaschen, die haben wir noch, irgendwie müssen wir ja die Utensilien für unseren unsteten Lebenswandel mit uns herumtragen. Rucksäcke sind ja schon lange durch, und irgendwie haben wir noch keine Alternative zu Umhängetaschen gefunden. Wir arbeiten ständig an einem Projekt, und die Werbung hat uns da eiskalt erwischt. Mach es zu deinem Projekt, sagt Hornbach. Und noch schöner sagt es HerrSchmitz:

Mach es fertig, bevor es dich fertig macht. Bau dir dein Leben, wie es dir gefällt. Vor ein paar Jahren klang das noch nach “Wohnst du noch, oder lebst du schon?” aus Schweden. Mittlerweile wohnen wir immernoch, wir leben dazu ein bißchen und es klingt wie bei Frollein_M:

Wenn es für das Benzin nicht mehr reicht, um eine ordentliche Generation Golf zu sein, ist wenigstens noch der nächste passende Spruch der Werbeindustrie für uns da. Wir sind die Generation Slogan.

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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

emzo

Da fällt mir ein ganz hervorragender Tweet von Hermsfarm ein:

“wörter die man nicht ohne melodie lesen kann nr. 172: musterhausküchenfachgeschäft”
http://twitter.com/hermsfarm/status/2485278053

Ein wunderbares Beispiel für die Qualen, die unsere Generation erleidet.

Gepostet von emzo am 17. November 2009 um 20:52.