Was soll man über das Nichts sagen? Kein Wort verlieren über die totale Abwesenheit von irgendwas? Für diese Möglichkeit hat sich @verlassdasauto entschieden in diesem Tweet.

leavecar

Gibt uns ihre Nachricht eine Antwort, was das Nichts sein könnte? Nein. Denn je nach Applikation kann das Nichts weiß sein, wie oben, oder auch schwarz, wie hier unten zu sehen.

leavecar

Diese Unsicherheit verwirrt uns. Und es geht weiter: Das Nichts scheint nicht die totale Abwesenheit von etwas zu sein. Wer glaubt, nichts zu denken, denkt in Wahrheit etwas. Er denkt das Nichts. Insofern scheint das Nichts etwas zu sein, eine Masse zu haben. Oder wie der Volksmund lapidar hinzufügt: Irgendwas ist immer.

Wir finden das gut, dass uns Twitter mindestens einmal am Tag in die philosophische Enge treibt, auch wenn Kritiker des Mediums bemängeln könnten: Wer will schon wissen, wenn jemand nichts denkt? Wir hingegen sind froh, dass überhaupt noch gedacht wird. Das Nichts zu denken ist eine hohe Leistung. Für uns ist das die tägliche Hirnübung, mit deren Hilfe wir das Stadium der finalen Verblödung etwas hinauszögern können.

Und in diesem Fall ist obendrein das Nichts, die Null, mal wieder etwas kleiner geworden. Denn schließlich ist das Nichts das große, schreckliche Unbekannte, das uns erwartet, in dem wir aufgehen, irgendwann.


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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

drikkes

Normalerweise versuche ich nicht darüber nachzudenken, was ich „6 minutes ago“ gemacht habe.

Gepostet von drikkes am 27. Oktober 2009 um 12:52.
baranek

Ja, stimmt, das führt zu nichts.

Gepostet von baranek am 27. Oktober 2009 um 12:58.
Benni

Immerhin wissen wir jetzt, dass das Nichts nicht länger als 118 Zeichen lang ist. Beruhigend.

Gepostet von Benni am 27. Oktober 2009 um 13:51.
peter

Das ist ähnlich nichtswürdig wie @nichts, der seit dem 27. Juli 2008 herumhängt. Oder gar @garnichts, der einen Tweetstand von Null hat. Das Nichtsblog bedankt sich für den Tipp!

Gepostet von peter am 27. Oktober 2009 um 13:57.
baranek

Nichts zu danken.

Gepostet von baranek am 27. Oktober 2009 um 14:13.