Soeben huschte dieser Tweet über unseren wie immer überfüllten Schreibtisch, der rhetorisch und sprachspielerisch sicherlich nicht erwähnenswert wäre, was ja sehr populäre Kategorien in Twitterland sind. Dafür enthält die Nachricht von @katti alles, wofür wir diesen Dienst so gerne benutzen: Den Buzz, eine wichtige Zusatzinfo und eine starke Meinung.

katti

Zunächst der Buzz. Offenbar reden viele in diesen Tagen über ein Produkt der Süßwarenindustrie, das Yes-Torty. Es muss sich um ein für unser Leben ziemlich relevantes Produkt handeln, weiß doch sogar die Wikipedia einiges darüber zu berichten. Wenn das stimmt, was dort steht, dann hat Katti recht: Zwar hatte das Berliner Sarotti-Werk 2003 die Produktion nach 22 Jahren endgültig eingestellt. Aber bereits 2007 und dann wieder 2008 wurde es jeweils im Oktober wieder angeboten. So wohl auch dieses Jahr. Katti zieht also all die Enthusiasmierten erstmal wieder schön auf den Boden der Tatsachen zurück. Und hat obendrein eine starke Meinung zu diesem Produkt. Es scheint ihr nicht zu gefallen. Sie kann mit der Begeisterung einfach nichts anfangen.

Was lernen wir jetzt daraus? Mit einer Qualitätstwitterin wie Katti erfährt man mehr als das Tagesgespräch. Sie fügt dem Hype eine wesentliche Information hinzu und bietet ihm die Stirn. Wir haben gelernt: Twitter wird ab und zu als hypemachine denunziert, hat aber im Gegenteil das Potenzial zum anti-hype.

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