Twitterkritische Stimmen in den alten Medien behaupten gern, über den von uns so geschätze Kurznachrichtendienst werden unablässig Belanglosigkeiten in die Welt geblasen. Diese Betrachtungsweise ist eine sehr oberflächliche.

Dass Twitter viel mehr ist, sozusagen die Demokratisierung der People-Magazine, gar eine Art Homestory für jedermann darstellt, wird dabei gern vernachlässigt. Während wir von Dieter Bohlens Oma längst die Lieblingsfarben ihrer Schlüpfer und von Boris Beckers Wäschekammerbekanntschaften die Mundspraymarke kennen, wissen wir über den kleinen Mann von nebenan so gut wie nichts. Das ist eigentlich schade. Daher können wir dankbar sein, dass uns @amselwilli einen interessanten Einblick in sein Privatleben gibt:

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Etwas schüchtern und mit fehlendem Komma kommt dieser Tweet daher. Das wäre überhaupt nicht nötig gewesen. In Wirklichkeit sind es doch die persönlichen Geschichten, die uns zwischen all den Linkschleudern und Marketingtweets interessieren und berühren.

Wie hätten wir ohne Twitter je erfahren, wie @amselwillis Oma heißt — und dass sie gern Kaffee kocht? Vermutlich hätten wir ohne Twitter nicht einmal gewusst, dass @amselwilli eine Oma hat — geschweige davon, dass es @amselwilli überhaupt gibt.

All das macht diesen Tweet so wertvoll, vollkommen unabhängig von der Uhrzeit seines Erscheinens. Interessant zu wissen wäre allerdings, ob Omas Kaffee auch genießbar ist — oder doch bloß die etwas omatypische dünne Plörre, die zudem unnötigerweise noch weiter mit heißem Wasser gestreckt wird.

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Also ich finde: