Träume, naja, sind ja nicht so mein Ding.

Meine eigenen finde ich meist eher erschreckend, weil sie zeigen, an welchem Mist meine hinterletzten Hirnwindungen immer noch herumkauen. He, ihr da hinten, das ist alles alter Käse, längst gegessen. Kann vielleicht mal die Löschtaste betätigt werden? Solche Appelle verhallen ungehört, die Jungs hintendrin nehmen mich nicht ernst. Sausäcke.

Träume von den verehrten Mitmenschen sind nicht besser. Meist stottern sie beim Erzählen herum, haben die Hälfte schon wieder vergessen und geben daher nur irgendwelchen Erschütterungen Ausdruck. Mein Beileid.

In Romanen überblättere ich Traumbeschreibungen inzwischen konsequent. Tragen rein gar nichts zur Handlung bei und sollen mir lesendem Deppen in verschwurbelten Bildern die wahre Psyche der Person andeuten. He, Autor, sag es halt graderaus, was da los ist. Was soll diese Fabuliererei? Verquaste Metaphernschleuderei, nichts weiter.

Auch auf Twitter, wie in allen von Menschen bewohnten Höhlen, werden Träume erzählt. Kurzcheck mit Twittersuche ergibt etwa drei pro Tag. Hält sich also im Rahmen. Deshalb ist dieser Tweet von @Kirchberg erwähnenswert.

kirchberg

Au weia! Wie sinnlos verstörend. Da hat man mit seiner Jugend restlos abgeschlossen, mit all diesen pubertären Geschmacksverirrungen. Dann kommt dieses blöde Stammhirn und drückt einem Erinnerungen ins erwachende Guten-Morgen-Bewusstsein, die einfach nur noch wehtun. Sowas macht doch depressiv! Das kann die Evolution nicht gewollt haben!

Fazit: Träume sind doof, nichtssagend, überflüssig.

Da halten wir es doch lieber mit der echten Realität, die uns Twitter ja immer brühwarm liefert. Wie diesen Vorfall in der Badewanne von @russentusse

russentusse

Ich mein, von sowas träumt man doch noch nicht mal.

Letzte Frage: Was war das eigentlich für ein Badezusatz?

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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

Besim Karadeniz

Ich muss zugeben, ich träume gern und finde es immer wieder recht interessant, was da zusammenkommt. Ein paar Ideen zu äußerst schrägen Drehbüchern, die ich in meinem zweiten, dritten oder vierten Leben mal gern verfilmen würde, kommen aus Träumen, ebenso wie mindestens eine Unternehmensidee. :-)

Ich bin aber auch jemand, der gern mal mit Niko Bellic durch Liberty City fahren würde, natürlich mit einem Zwischenstopp im Pub bei seinem Cousin Roman, bevor wir dann ominöse Päckchen ausfahren. ;-)

Gepostet von Besim Karadeniz am 15. September 2009 um 15:27.