Auf unserem Lieblingsdienst gab es mal vor Jahren (Kinners, wie die Zeit vergeht!) eine mittelbeliebte Meme mit dem hashtag #lasttweet. Da wurden nicht nur bekannt gewordene letzte Sätze vor dem Ableben legendärer Superpromis  kolportiert – Goethe: „Mehr Tweets.“ – sondern auch Statusmeldungen über Situationen geliefert, die zwangsläufig zu einem mortalen Ereignis führen: „Wieso zieht der Typ jetzt ne Uzi? #mexiko“. So Sachen halt. Lustig. Teilweise.

Das alles war gut und schön, aber was ist das sich den Fakten des Lebens nur unscharf annähernde Gememe gegen diesen nicht gefotoschoppten (Schwur!) Tweet von @freshmango?

freshmango

Denn so sieht es doch in Wahrheit aus: Der letzte Tweet ist das blanke Nichts. Weißes Rauschen. Schweigen im Wald. Ende der Fahnenstange. Nullinger.

Von wegen ewige Jagdgründe, Vollpension auf Wolke 7 inklusive Jungfrauenservice für lau oder Free Hugs from Big Daddy (aka The God). Alles Kindermärchen. Schöne Scheiße für uns Lebenliebenden. Ersatznervennahrung und höchstenfalls Erbauungsliteratur. Stellen wir uns der Realität: Der letzte Tweet wird nicht geschrieben, vielleicht noch gedacht. Dann wird der Hauptschalter umgelegt und wir mineralisieren friedlich vor uns hin – ins weiße Nichts. Vielleicht ist es aber auch schwarz.


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Also ich finde: