Twitkrit

Berufungen

Neben, trotz und vielleicht auch gerade weil @kesslermichael fast jeden Follower einzeln begrüßt und seine Leidenschaft für das Schauspielfach sehr leidenschaftlich und authentisch rübertwittert – also theoretisch und praktisch ein Vollprofi, hört sich wahrscheinlich auch Dieter Bohlen immer wieder gerne seine Vorschläge an:

kesslermichael
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Gute Idee, Michael! Jetzt muss das der Herr Bohlen nur noch lesen…

Ob und wie Dieter Bohlen twittert, muss erst noch durch die Spatzenverifikation. Spatzensprüche kann er ja schon:
“Du hast soviel Stimme wie ein Spatz Fleisch auf der Kniescheibe.”
Oder war das schon Twitterbashing? neeeee.

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Gewittertwittern

gewittertwitter
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Darauf einen Storm!

Es war im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts, an einen Juniabend – so beginnt der damalige Erzähler –, als ich bei starkem Unwetter die berlinischen Straßen entlanglief. Zur Linken hatte ich jetzt schon seit über einer Stunde Dönerbuden, Asia-Imbiße und International-Phonecall-Schuppen, bereits von allen Menschen geleerte Trottoirs, zur Rechten, und zwar in unbehaglichster Nähe, die überquillenden Gullideckel der überforderten Kanalisation; zwar sollte man von hier aus eine U-Bahnstation sehen können; aber ich sah nichts als die trübgrauen Fluten, die unaufhörlich wie mit Wutgebrüll aus den Gullideckeln gurgelten und mitunter mich und das Rad mit schmutzigem Schaum bespritzten; dahinter wüste Dämmerung, die Himmel und Erde nicht unterscheiden ließ, denn auch der halbe Mond, der jetzt in der Höhe stand, war meist von treibendem Wolkendunkel überzogen. Es war schwülheiß, meine verklebten Finger konnten kaum den Lenker halten, und ich verdachte es nicht den Krähen und Tauben, die sich fortwährend krächzend und kreischend vom Sturm gegen die Hauswände treiben ließen. Die Nachtdämmerung hatte begonnen, und schon konnte ich nicht mehr mit Sicherheit die Speichen meines Rades erkennen; keine Menschenseele war mir begegnet, ich hörte nichts als das Donnern der Blitze, wenn die Blitze mich oder die die umstehenden Bäume streiften, und das Toben von Wind und Regen. Ich leugne nicht, ich wünschte mir mitunter in ein sicheres Quartier. Doch das ist dem Kurt egal.

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