Ich habe neulich gelesen, dass die bunten Schokolinsen, die wir auch ganz gern mit Nüssen oder so drin verzehren, auf eine Erfindung aus dem Bereich der Soldatenverpflegung zurückzuführen sind. Die Kriegerlein sollten die Energiebombe Schokolade möglichst schmierfrei zu sich nehmen können, also kam fürs Vaterland der Zuckerguss über den Kakao und schon schmilzt das Zeug auch im Gefecht im Mund und nicht in der Hand.
Schokolinsen sind also praktisch, haben den Nimbus des Veteranen und schmecken unheimlich gut. Wenn sie dann noch in crazy Farben und mit crazy Fillings daherkommen, sind sie das perfekt emotionaliserte Produkt mit immenser Kundenbindung auch und gerade in Friedenszeiten.
An so eine Ansammlung genialer Features kommen viele Viecher einfach nicht ran. Nehmen wir zum Beispiel den Aal: Geräucht schmeckt der ganz lecker, er ist aber farblich eher langweilig und seine Kriegswichtigkeit ist auch nicht gerade etwas, worüber Hymnen verfasst wurden. Dazu kommt, dass er sich einfach nicht in der industriellen Massenproduktion herstellen lässt.
Unterm Strich also einfach für uns material people in a material world völlig uninteressant. Deshalb gibt es auch so wenig Aalwerbung und ganz selten nur Aalkampf. Und deshalb hat er es zum Beispiel auch schwerer als die Schokolinse:

[Link]







22. Juli 2009 um 18:14
Ich könnte jetzt erzählen, wie Aale früher gefangen wurden. Tue ich aber nicht ;)
22. Juli 2009 um 18:26
Mit blauen M&Ms?
22. Juli 2009 um 18:40
ach, das kennt man doch aus der blechtrommel…
22. Juli 2009 um 18:53
also mit brausepulver? ;-)
22. Juli 2009 um 20:18
Mit Brausepulverresten habe ich gehört. Schlimme Sache das ;)