Twitkrit

Erektile Dysfunktion

Es ist mir etwas unangenehm, aber irgend jemand muss scheinbar auch auf Twitter Aufklärungsunterricht geben, obwohl: selbst Spammer versuchen sich offensichtlich an dieser Aufgabe. Erfolglos, wie man sieht, denn sie hinterlassen nichts als massive Verunsicherung:

zebramaedchen
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Liebe liebenden Twitterinnen und liebes @zebramaedchen,
die gute Nachricht zuerst: Ja, ihr könnt eine Erektion haben!!! (dabei wird das lütte Ding mit K ganz hart). Erfreulicherweise haben alle gesunden Menschen mehrmals in der Nacht eine Erektion. Die Bezeichnung “gesunde Menschen” schliesst Frauen selbstverständlich mit ein. Die zweitbeste Nachricht gleich hinterher: Ja, ihr könnt sogar ejakulieren!!! (sieht aus wie Eiklar. Ei isch klar, oder?)
Jetzt die schlechte Nachricht: Erektile Dysfunktion (die Unfähigkeit zur Erektion) führt auch bei Frauen zu echter Impotenz. (nicht zu verwechseln mit Frigidität aka Bocklosigkeit, also jetzt die innere). hust.
Hach, das ist mir doch jetzt alles sehr unangenehm.
Ich muss weg.

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Twitterati mit Rat, Tat & klugen Beobachtungen

Es gibt sie, die Twitterati, die uns mit ihren Alltagsbeobachtungen und guten Ratschlägen aus dem Herzen sprechen und zur Seite stehen. Ein solcher Glücksfall der Kurztext-Generierung mit starkem Service-Charakter ist Fabian Pittroff alias @neuezukunft. Drei Beispiele aus seiner Timeline:

neuezukunft1

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Wer kennt das nicht? Es wird gestapelt, bis der Stapel nicht mehr zu halten ist. #alltagsbeobachtung

neuezukunft2

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Ein klug gewähltes Motto, auch vor größeren Schwierigkeiten (…des Alltags? …des Lebens?) nicht die Segel zu strecken. #ratschlag

neuezukunft3

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Es baut sich bei Lektüre dieses Tweets geradezu ein Bild des im Netz versinkenden Menschen auf, der sich beim gedanklichen Verlassen der virtuellen Welt schmerzlich der Körperlichkeit des Analogen bewusst wird. #alltagsbeobachtung

So lang es solche Texte wie die von @neuezukunft gibt, brauchen wir uns um die Zukunft des Twitterns keine Sorgen zu machen. Nein, ehrlich, da haben wir gar keine Angst und empfehlen irgendwas mit a…, zum Beispiel abonnieren. ;-)

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Springtime for hipster

Erinnert sich hier noch jemand an den Helden des Twitter-Adoleszenzromans?
Frank wächst weiter auf in der Timeline und es bleibt eine wahre Freude, im dabei zuzusehen. Wie das halt so ist als Teenager: Ein wenig Spielkonsolenproblemchen hier, ein wenig Nerdfantum da (manche Dinge ändern sich nie) und die allgemeine Abneigung gegen jugendunfreundliche Wochentage.

Hin und wieder aber schleicht sich die erwachsene Fähigkeit zur Selbstkritik in Franks Äußerungen. Zwar kann auch er nicht anders als alle anderen. Auch er will unbedingt der Coolste von der Schule sein und macht deshalb die uniformierten Trends des pubertären Individualismus mit.
Um dann auf einmal in einem sehr hellen Moment zu merken, wie doof das eigentlich ist:

haircut
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Irgendwas ist ja immer.

Es gibt diese Tage, an denen einen die leise Ahnung beschleicht, dass irgendwas im Gange ist. Dass die Welt etwas im Schilde führt. Dass Dinge passieren, die einem leicht spanisch vorkommen. Hier ist doch was. Das müssen doch auch die anderen merken. Dass heute irgendwie nicht alles ist wie sonst.

Die Ursache dafür ist einem erstmal unbekannt, es ist eher so ein unerklärliches Gefühl. Dass irgendwas in der Luft liegt. Die ganze Zeit schaut man sich um, ob nicht jemand hinter einem geht, oder ob nicht gleich irgendwo eine versteckte Kamera auftaucht, und das ganze als einen sehr schlechten Witz mit einer miesen Pointe auflöst.

Vor allem in Berlin sollte man zur Zeit aufmerksam sein, wie @puppiges zeigt:

Es hatte ja auch früher niemand die Absicht, eine Mauer zu errichten. Trotzdem kann sowas jederzeit aus Versehen passieren. Zur Zeit würde es einen ja auch nicht wirklich wundern. Das wäre eine hübsche Idee für Zensursula, diese ganzen Netzaktivisten und anderen digitalen Ferkel hinter ein analoges Stopschild aus Stein zu bringen. In Zukunft lohnt es sich jedenfalls, den Durchsagen des S-Bahn-Fahrers noch etwas genauer zuzuhören.

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Der sich-selbst-twitkritende Tweet

Verdammt, es ist soweit. Das Ende von Twitkrit ist nahe. Niemand hat es kommen sehen, es ist einfach so passiert. Die Welt in der wir leben, wandelt sich so schnell, dass … oh. Jetzt ist schon wieder was passiert.

Auch wenn sich die Geisteswissenschaft und das ihm anhängige, schöngeistige Interieur dem Zeitgeist gegenüber stets immun fühlte, wissen wir, dass sie sich lediglich – oft unter mithilfe der CDU – gegen alle Arten von Veränderungen stemmte. Nichtsdestotrotz musste beispielsweise der “fahrende Barde” erkennen, dass es seit Erfindung des iPods bessere mobile Musikabspielostationen gibt.

Wir bei Twitkrit, die wir neben unserem bildungsbürgerlichen Habitus auch immer unsere modernistische Seite betonen, können also nicht anders, als hiermit unsere eigene Überflüssigkeit einzuräumen. Eine kleine Erfindung reicht eben aus, das weite und bis dato doch so ertragreiche Feld der Twitteraturkritik obsolet werden zu lassen. Anders als die Weber zu ihrer Zeit stürmen wir aber nicht die Maschinen, sondern huldigen dem Erfinder des Sich-Selbst-hinrichtendentwitkrittenden Tweets: @Deef:

deef
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Wer kommt alles zum brcktng09 ?

In weiten Teilen (vor allem im Süden) des Landes war gestern Feiertag. Fronleichnam wurde gefeiert oder als Arbeitspause dankbar hingenommen. Für all jene, die in überwiegend katholisch bevölkerten Landesstrichen der Bundesrepublik leben, bedeutet das gleichzeitig, dass der heutige Freitag ein idealer Brückentag ist, um aus der Geschichte ein verlängertes Wochenende zu machen. Die Spanier, dicht gefolgt von den Südamerikanern, sind sicherlich Weltmeister im Ausnutzen solch kalendarischer Ausspannchancen, und nennen das puente, wir nennen das Brücke. Also ist heute für viele ein Brückentag.

Gestern Nacht, kurz vor Ende des Fronleichnam-Feiertages, gab @stijlroyal für die gläubige oder auch ungläubige Twittergemeinde ein entsprechendes Hashtag für diesen Brückentag vor. Wie es sich für ein im Web 2.0-Umfeld organisiertes Event gehört, schön abgekürzt, um die Vokale beraubt und mit der Jahreszahl drangetackert, #brckntg09:

stijlroyal1

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Tagsdrauf, also heute, lieferte @stiylroyal selbst gleich ein schönes Beispiel für so einen Brückentags-Tweet:

stijlroyal2

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Pfiffige Twitternasen griffen dieses hübsch geformte Hashtag gerne auf, verkündeten munter, als sie zum brcktng09 aufbrachen und wiesen sogar auf das passende Lied zum Tage (hihi) hin.

Auch @tristessedeluxe lässt uns an seinen brcktng09-Erfahrungen partizipieren und berichtet etwa:

tristessedeluxe

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Was den Leuten auf dem #brckntg09-Event sonst noch so alles widerfahren ist, seht Ihr in der Twittersuche. Der Tag ist ja erst zur Hälfte vorbei, Ihr dürft also gespannt sein, was da noch so kommt, bzw. selbst berichten, was Euer brckntg09 so hergibt. Ran an die Tasten, Ihr kommt doch alle, oder?

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