Dass es hier in unserem Land eine Art Zeugungsstreik der nicht werden wollenden Väter gäbe, und überhaupt, dass sie sich nicht kümmern würden, das haben wir alles mal gehört. Da gibt es dann Gespräche darüber, “warum wir keine Väter mehr werden wollen.”

Alles Pustekuchen. Da gibt es eine Horde junger Männer, die das ganz großartig finden, die Sache mit dem Vatersein. Die morgens in den Kindergarten fahren, und abends die Welt erklären. Dann sind es die kleinen Abschiede, die schwerfallen – wie bei to01:

Dann sind es die kleinen, ungewöhnlichen Reinigungsmethoden, die unser Herz spontan aufgehen lassen – für Herrn bjoerngrau und seinen Graugnom, das kleine Flusensieb.

Und es sind die vergeblichen Erziehungsversuche, die ghostdog19 seinem kleinen Ad-Mini angedeihen lassen will:

Vermutlich klingt das halt nur schlecht, die Generation Vater. Statt den üblichen Freitag-Taschen könnten sie dann eine Freitag-Wickeltasche mit spuckabwischbaren LKW-Planen tragen und – ach. Braucht es alles nicht, denn es läuft ja auch so. Manchmal wie ein kleiner Staubsauger, aber hey, Dreck reinigt den Magen, an dieser Stelle bitte nicht kleinlich sein.

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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

Wolfgang G. Wettach

Als ‘neuer Vater’ habe ich die carpet-crawler-Phase schon hinter mir, führe aber nachher brav das Pferd meiner großen Tochter bei ihren wöchentlichen Reitbemühungen in der Pumuckel-Stunde und habe für ihren Reitkurs auch selbst Pferdepflege gelernt, übe mit der jüngeren etwas Gitarre, nachdem sie die mütterlich angediente Geige entgültig abgelegt hat.
Morgens hinbringen machen andere, aber abholen gehört bei mir regelmässig auch dazu, stets in der Hoffnung freudig begrüsst zu werden, als Kind einer “Vaterlosen Gesellschaft” und Daddy einer neuen Zeit: Jetzt auch mit Zeit für Kinder.

Gepostet von Wolfgang G. Wettach am 30. Juni 2009 um 12:32.