Tagsüber sitzt man da wie ein Hamster in seinem Laufrad, und wenn man ein bisschen Glück hat, steht ein Bildschirm im Käfig. Da kann man dann ein wenig daddeln, während man für den großen Laufradgeber Strom und andere Mehrwerte erzeugt. Das ist ein wenig mühsam, gelegentlich. Manchmal ist es spannend, aber eher selten, und ab und zu denkt man an das Geld auf dem Konto, das einem die Miete, das Essen, das Internet und den Strom für das Internetgerät bezahlt. So geht das ganz gut, und zwischendurch, wenn man das Glück hat, auch im Hamsterrad einen Internetanschluss zu haben, kann man mal schnell das World Wide Web aufmachen und dann nicht nur auf Spiegel.de rumsurfen und auf Bild.de rumklicken. Ne. Man kann auch die aktuellen Befindlichkeiten seiner selbst in seinen Twitterstream herausposaunen.

Spannender als die eigene Befindlichkeit ist dann nur noch das Zusammenspiel mit den anderen anwesenden Arbeitstieren im Käfig. Im Hamsterrad ist man vielleicht alleine, wenn jeder ein eigenes hat; aber im gesamten Käfig wird man meistens mit anderen Tieren zusammengepfercht wie sonst nur die kleinen Brathendl in der Legebatterie. Die lieben Kollegen, das ist ein ähnlich großartiges Twitterthema wie die lieben Nachbarn. Bei manchen liebgewonnen Streamteilnehmern sieht man die Kollegen schon ganz plastisch vor sich, man kennt sie wie die eigenen Käfigbewohner, und manchmal, da sieht man auf der Straße jemanden und denkt: Das ist doch bestimmt der Kollege vom Dingsbums. Gelegentlich, da haben die anderen Käfiginsassen auch noch ihre ganz besonderen Befindlichkeiten. Und davon haben dann alle was, wie der wunderbare Tweet von @eigenart zeigt:

Wunderbarerer als das ist es nur noch, wenn man die anderen Kollegen kennt. Also so per Du. In Wiesbaden, da gibt es ja ein kleines Nest von Leuten, weißte Bescheid, ne. Die leben da alle in kleinen Zweiergruppen mit ihren Hasen zusammen, und tagsüber, da lassen sie die Hasen alleine und gehen zusammen ins Hamsterrad. Das ist besonders schön. Und der @kcpr sagt auch wieso:

Zum Glück ist aber nicht in jedem Hamsterkäfig das lautstarke Abspielen von Popmusik gestattet.


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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

drikkes

Zweiter Glückswunsch an die Schnitzelfröhlichkeit.

Gepostet von drikkes am 19. Mai 2009 um 22:34.
Huck

Wer ist eigentlich der Meister aller Fotzen? Steht das auch in dem Lied oder ist das alles nur hypothetisch?

Gepostet von Huck am 20. Mai 2009 um 00:04.
Daniel

Ganz schön schräg.

Gepostet von Daniel am 23. November 2009 um 19:42.