Das Wechselspiel der Geschlechter besteht zum größten Teil aus der verwirrenden Diskrepanz zwischen den Bildern, die sich beide übereinander machen, und den Erfahrungen, die sich im Alltag miteinander ergeben. Dass Männer sich seit 40.000 Jahren ein eher triebgesteuertes Bild von Frauen machen, das ist spätestens seit dieser Woche bewiesen, als man uns ein ebenso altes pornotoy präsentierte, frisch aus schwäbischem Höhlenschlamm gekratzt.

Die Moderne hat uns neben vielen Annehmlichkeiten auch den Genderismus gebracht, den Versuch, die Welt als den Gegensatz der Geschlechter zu begreifen. Da die Welt böse ist, kann sie gut nur werden, wenn wir da mal kräftig was ändern. Frauen sind also neuerdings stark und schlau, Männer schwach und doof. War ja schon immer so, okay, aber gesagt werden musste das mal.

Twitter zeigt uns allerdings, dass die Welt noch eine andere ist. Das alte Spiel gilt offenbar weiter. Besonders an Flughäfen, wie @wilde_amazone berichtet.

Was zu beweisen war: Der moderne Archetypus des Jägers an sich, der ölverschmiert Karossen erlegt und in die Höhle der Sippschaft schleppt, kann sich der betörenden Präsenz schwacher (gespielter?) Weiblichkeit nicht entziehen. Er versagt nach den Regeln des Genderismus, dessen erste Regel lautet: „Vor die Gesetz ist jede gleiche.“

Zurück zur heimischen Geschlechterfront. Ein Streiflicht von @multikulinaria erhellt die Szenerie

Seltsame Sachen – soso. Frau Schatz scheint hin und her gerissen zwischen den Bildern in ihrem Kopf. Irgendwas zwischen angenehm berührt und Kopfschütteln. Die Bilder stimmen nicht mehr, neue überlagern sich, alte kommen wieder hoch. Und doch, das alte Spiel, es gilt noch. Wie schön.


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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

Ole

Bitte immer permalinken, wie sollen wir die Perlen hier denn sonst faven?

Gepostet von Ole am 18. Mai 2009 um 18:27.
Ole

Danke! Nachschauen bei @twitkrit ist ein guter Tipp, das wusste ich nicht.

Gepostet von Ole am 18. Mai 2009 um 18:45.