Twitkrit

Sprühende Grüße aus der Hormonhölle

Es ist Frühling, die Hormone kämpfen gegen Hirnzellen. Deshalb: Ich hab ja gar keine Zeit. Na gut. Also dann:

Aber dennoch sollte sich der Mann von heute vorsehen unter all dem Druck nicht dem Sexismus zu verfallen:
marcel
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Manch einer beginnt ja bereits zu Hadern mit dem Feminismus, wenn auch kryptisch:
nils
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Was uns @nilzenburger wohl damit sagen wollte? Ehrlich gesagt: ich favte ohne es zu wissen. Hört sich doch super an.

Aber schon wenige Stunden später erreichte mich ein Tweet, den man als Schlüssel zum Verständnis mißinterpretieren könnte. Irgendwie:
english
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Urteilt selbst!

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Superhelden? Egal.

Es ist doch so: Jede Zeit braucht und hat ihre ganz speziellen Helden.
Auch heutzutage, in diesen schwierigen Zeiten, sind echte Helden immer willkommen und gefragt: Twitterhelden, die furchtlos dem Wurm entgegentreten; wasserende Flugzeugkapitäne; Freiwillige Geiseln auf Piratenschiffen; der FC Barcelona; Amerikanische Präsidenten als Comic-Helden, ach, man könnte die Liste endlos fortsetzen.

All diese Helden eint, dass sie ganz besondere Fähigkeiten besitzen, etwas ganz Bestimmtes besonders gut können und dies zu einem bestimmten Zeitpunkt auch zeigen und damit anderen Menschen das Leben, das Geld, die Laune oder andere rettenswerte Dinge retten.

@luzilla hat auf den ersten Blick keine besondere Fähigkeit zu bieten.

luzilla
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Aber. Wer könnte nicht mindestens einmal am Tag einen Mirdochegal-Man gebrauchen?
Und überhaupt.
Krise? Mirdochegal-Man!!!!!!!
Arbeiten? Mirdochegal-Man!!!!!!!
DSDS? Mirdochegal-Man!!!!!!!
Fussball? Mirdochegal-Man!!!!!!!
Sonne? Mirdochegal-Man!!!!!!!
Twitter? Mirdochegal-Man!!!!!!!
Politik? Mirdochegal-Man!!!!!!!
Party? Mirdochegal-Man!!!!!!!
Tatort? Mirdochegal-Man!!!!!!!
Sex? Mirdochegal-Man!!!!!!!

@luzilla: Nette Idee. Du wirst viel zu tun haben. Aber. Ach. Egal.

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Karfreitag auf Twitter

Manche schauen am Karfreitag gerne fern:

stijlroyal

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Andere unternehmen lieber was im Zoo:

kleinezeitung

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Schöngeistige Karfreitagsverbringer nehmen lieber ein gutes Buch in die Hand:

djmq

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Möglichkeiten diesen Feiertag zu verbringen, gibt es viele. Karfreitagstweets werden heute en masse in die Timelines der Anderen gespült. Wir haben nur drei ausgewählt; wer’s vollständiger und variantenreicher mag und lesen möchte, was heute noch so zum Thema Karfreitag getweetet wird, der konsultiere die Twittersearch und staune nicht schlecht über die Beitragsdichte und Tweetfrequenz zum Thema. Vor dem Klick auf den Link sei aber gewarnt, es wird – Kalaueralarm! – viel genagelt, auf’s Kreuz genommen und getweetet, was man an diesem Feiertag alles darf und nicht darf, was man Karfreitag hin oder her alles trotzdem macht usw. Muss man nicht (alles) gelesen haben an diesem Karfreitag auf Twitter.

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Verlust veredelt

Der heutige Tweet beweist einmal mehr, dass Kulturkritik eben doch auch in Kurznachrichtenform möglich ist. Sicher, 140 Zeichen reichen nur sehr bedingt aus, um eine Sache dialektisch zu behandeln. Die Begrenzung bringt es mit sich, daß tiefsinnigen Tweets immer etwas elitäres anhaftet. Denn ihr Tiefsinn wird höchstens in ausufernden und bildungsbürgerlich besserwisserischen Twitkrits erhellt. Am Tweet selbst erkennt den Gehalt nur, wer über Wissen zu dem Thema verfügt, das der Tweet pointiert aufnimmt.

Heute haben wir einen solchen Tweet, er berichtet uns in philosophisch klarer Nüchternheit vom Zustand einer Schreibkultur, die zerrieben wird zwischen Regel und Gebrauch:

dasdassdaß
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Die Abschaffung des „daß“ zur sogenannten Rechtschreibreform hat zwar einen international nicht anschlussfähigen Buchstaben aus der Reihe der Konjunktionen verbannt, der semantische Unterschied zwischen den in Schriftbild und Intonation sehr ähnlichen (neuerdings) „dass“ (Konjunktion) und „das“ (Relativpronomen) bleibt aber bestehen. Und wie nicht repräsentative Beobachtungen von mir bekannten Dozenten der Germanistik, gewonnen bei der Korrektur von studentischen Hausarbeiten, zeigen, ist die Verwechslungsgefahr von „das“ und „dass“ spürbar größer, als die von „das“ und „daß“.

Dem Kla4spieler scheint dies offensichtlich auch aufgefallen zu sein und so prophezeit er uns den Einheitsbrei von Pronomen und Konjunktion mit einfachem s. Doch statt ein konservativ-kulturpessimistisches Pamphlet zum Untergang des Abendlandes am Beispiel der deutschen Sprache in der FAZ zu veröffentlichen, sagt er uns wertfrei, wie es sein wird, und verdichtet das Problem zu einem kleinen schriftsprachlichen Kunstwerk.
So scheint etwas Schönes aus dem Untergang, der wohl auch nur ein Wandel ist.

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Twitter und die Lüge

Man sieht sich ja immer wieder genötigt, Twitter gegen journalistische Stimmen zu verteidigen, die da behaupten, all dies in meiner Timeline sei ja gar nicht verifizierte und als solche offiziell anerkannte, mit qualitätsjournalitischem Stempel versehene, Wahrheit. Und wie ich gegen solcherlei Vorurteile kämpfe, jedes mal und immer wieder: „Meine Follower lügen nicht!„, „Ich kann mich jederzeit für den Wahrheitsgehalt eines jeden Tweets verbürgen!“ rufe ich den Kritikern dann entgegen.

Und dann schaut man in seine Timeline und vernimmt ein leises Wimmern. Schreck, Achtung, zack! Man fühlt ja beinahe automatisch mit, mit seinen Pappenheimern.

Aber dann: an der geschilderten Situation scheint etwas faul zu sein! Und überhaupt! Wie hat @Vergraemer eigentlich diesen Tweet schreiben können? Das würde doch niemand schaffen, mit eingecremten Füßen!

vergraemer
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Ich bin tief, tief enttäuscht!

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Es twettert auf Twitter in diesen Tagen

Auffällig, wie es wieder twettert auf Twitter in diesen Tagen. Das Wetter ist ein beliebtes Sujet auf unser aller Microblogging-Dienst. Ein besonders zu beobachtendes Phänomen, wenn sich die meteorologischen Verhältnisse stark verändern, wenn wir von einer Jahreszeit in die andere wechseln. Der sooooo lange ersehnte Wechsel von Winter nach Frühling vollzieht sich dieser Tage auf den Straßen und in den Herzen der Menschen. Hach Frühling, oh Sonne, wie lange haben wir auf Dich gewartet?!

Einen wunderschönen Frühlings-Tweet hat gestern @nudelzebra in die Herzen und Köpfe der ihn Lesenden geschossen. Geschickt wortverspielt mit einem weniger schönen gesellschaftspolitischen Thema der vergangenen Wochen kombiniert und kontrastiert. Für all jene, die es bisher versäumt haben, den Twichter @nudelzebra in ihren persönlichen Twitterstrom aufzunehmen, sei er hier präsentiert:

nudelzebra

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