Als Blogger rettet er unser wunderschönes Erdenrund, indem er sich fleißig die Finger für den Weltfrieden wund tippt. Doch als wäre dies nicht schon genug der beherzten Aufopferung, ist er auch bei Twitter stets in seiner hehren Mission unterwegs, um das Zwitscheruniversum in einzigartiger Weise zu bereichern und beglücken. Wir sind daher sehr stolz, dass er dem Ruf der Harmonie bis in die kuschelige Twitkrit-Redaktion gefolgt ist und uns an seinen Gedanken zur flatterhaften Micro-Blogging-Bevölkerung teilhaben lässt. We heart u too, lieber Nilz!

Wie mir Tweets die Gesundheit versauen

Ich sitze mit einer Schachtel Toffifee vor dem Rechner. Die kleinen Karamel-Pralinen sind im Handumdrehen verschluckt, lange brauche ich nie für eine Schachtel. Dabei schaufel ich die nur unkonzentriert in mich hinein, bis plötzlich alle Fächer in dem goldenen Plastik-Tray leer sind. Das schlechte Gewissen macht sich in mir breit. War das jetzt eine vollwertige Mahlzeit? Hätte ich nicht noch etwas richtiges essen sollen, bevor ich mir den Magen mit einer Schoko-Haselnuss-Karamell-Melasse verdorben habe? Zum Glück gibt es Twitter, zum Glück twittert @mathiasrichel und zum Glück kam sein tweet im richtigen Moment, bevor ich mich aus dem Fenster stürzen konnte. Ich bin gar kein süsskram-fressender Couch Potato! Ich bin jung!

marzipankuchen
[Link]

So beruhigt gehe ich erstmal auf den Balkon um eine Zigarette zu rauchen. Nikotin beruhigt ja (zumindest meine) Nerven. Aber als ich da so stehe, denke ich mir: Sollte ich nicht vielleicht doch aufhören mit dieser elendigen Sucht? Sollte ich nicht alle Kippen aus meinem Leben verbannen? Ist es nicht an der Zeit? Aber wie schlimm wird es dann mit zum Beispiel Toffifee? Werde ich meine persönliche Bestleistung im Blitzverdrücken einer ganzen Packung etwa noch um Weiten einstellen? Und als wäre diese ganze Beunruhigung nicht genung, werde ich auch noch bestätigt von @mspro:

dickwerden
[Link]

Nun gut, denke ich mir. Das muss alles nicht sein. Ich kann ja versuchen eben nicht auf die Süsskramfalle reinzufallen, sondern mich stattdessen mit gesunden Snacks vom rauchen abzulenken. Obst wäre da wohl angebracht. Und damit es nicht immer nur Bananen sind, sollte ich Vielfalt walten lassen. Pah! Welch naiver Gedanke! Der Irrglaube, durch Obst essen Gefahren abzuwehren, kann sehr einfach überführt werden. Und zwar von @eigenart:

osterei
[Link]

Ich seh es ein. Es gibt kaum gefährlicheres als gesunde Ernährung. Ich bleibe lieber jung und verrückt. Bei fast jedem Wetter. Und wer sich über dieses bizarre Schlussfazit wundert, dem sei gesagt das ich das nur gezogen habe, um als Bonus meinen absoluten Lieblingstweet einzubauen. Denn schliesslich haben wir ein Jahr Twitkrit und wo und wann, wenn nicht jetzt und hier, wäre die Gelegenheit dafür. Folgenden Tweet lese ich alle paar Wochen mal wieder und lache jedesmal drüber. Der wurde geschrieben als sich binnen Minuten der Himmel über Berlin zu einer schwarzen Masse zusammenzog, es plötzlich donnerte und schwere Hagelkörner die Passanten erschreckten. In diesen 125 Zeichen steckt alles was einen guten Witz ausmacht: Timing, Ernsthaftigkeit, Absurdität und eine Knallerpointe. Der Mann hat zu Recht so viele Follower. Und ich habe mich schon alleine dafür gefreut, mich jemals bei Twitter angemeldet zu haben:

hagelgewitter
[Link]

Happy Birthday Twitkrit! Aufs nächste Jahr! I heart u.


Kommentieren

Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

Anke

Hehe, ich hatte auch ne Menge Fresstweets in meinen Favoriten, hab’s dann aber doch gelassen, darüber zu twitkritten. Schwein gehabt. Aber als Bonusbonustrack vielleicht doch noch den:
http://twitter.com/hoch21/status/1357298806

Gepostet von Anke am 30. April 2009 um 17:41.