Twitkrit

Industriestandort!!!! München???

happyschnitzel
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Ein Tweet, der nach einer Twitkrit schreit. Nein, bettelt. Nein, fleht. Die wunderbare @happyschnitzel, die in, am und aus dem Fernseher lebt, hat ihn direkt in meine Timeline geliefert.
Als norddeutsche Muschelschubse mit Sauerländer Hügelhintergrund und Bazi-Erfahrung fühle ich mich selbstverständlich berufen, diesen Tweet zu interpretieren. Für die Non-Münchener: der Leuchtenbergring zeichnet sich laut Wikipedia durch seine Wirtschafts-Toplagen wie z.B. der Telekom Center München, ein Ensemble von 10 gleichförmigen Hochhäusern aus. Auch die Porn Porr AG nutzt wohl diese Lage.

Also: Das München Pinguine beherbergt ist mir neu, aber ich kann ihren Schmerz nachvollziehen; ich bin da auch weggezogen. Aber nein, im Ernst: ich vermute, daß vor dem Ensemble der gleichförmigen Hochhäuser dieses Telekom Centers die Pinguine wahrscheinlich unfreiwillig in magentafarbenen Fracks von den Fahnenmasten baumeln. Das tut natürlich weh. Uns, den Pinguinen und den Fahnenmasten. Das ein solches Ensemble in München liebevoll industrielle Idylle genannt wird, hängt wohl vor allem damit zusammen, daß es in München gar keine Industrie gibt, sondern eigentlich nur Idylle. Deshalb baut die Porn Porr AG diesen Standort ja auch aus. Wegen dem Blümchensex. Und zur dörflichen Idylle gehören natürlich auch immer Tiere. Aber sach ma, hättens denn net auch Kühe getan???

Hinweis: Bitte keine Eishockey-Verweise. Langweilige Erklärungen sind an diese Stelle völlig unangebracht.

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Zeitunglesen vs. RSS-Reader

Twitter eignet sich wie kaum eine andere Kommunikationsform (auch) zur Medienkritik. Zur kurz gefassten Medienbeobachtung, um genauer zu sein. Hier eine rasche Bemerkung zum TV-Programm, da ein Hinweis auf einen lesens- oder kritikwürdigen Online-Artikel.

Über die Einzelbeobachtung hinaus wird es spannend, wenn kompetente Köpfe – und Steffen Büffel alias @mediaocean ist zweifelsohne so einer – uns eine allgemeine Sicht auf die Dinge geben. Den Medienvergleich wagen. Die Veränderung des Medienkonsums dokumentieren. Und dies tut er mit einem originellen Tweet:

mediaocean

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Worin liegt nun die Medienbeobachtung in dieser microgebloggten Meldung? Die erklärt sich von selbst. Die Leser von Twitkrit sind gewiss nicht auf meine Interpretation des bereits trefflich und hinreichend deutlich Ausgedrückten angewiesen. Und doch lohnt es sich, das kurz aufzudröseln, um den guten Tweet aus dem Twitterstrom des Vergessens herauszuziehen und ihm die Aufmerksamkeit zu widmen, die er verdient.

Den Nachrichten-Konsum via RSS bezeichnen Web 2.0-Didaktiker gerne als die persönliche Zeitung. Man stellt sich seine News – meist im Mix aus privaten und medialen Quellen – zusammen. Diese persönliche Nachrichtenzusammenstellung ist es nun, die @mediaocean mit dem Info-Mix einer Zeitung vergleicht. Doch nicht über den direkten Vergleich Zeitung/RSS-Reader, sondern über den geschickten Umweg, die Zeitungslektüre mit dem Stöbern im Feedreader einer fremden (!) Person gegenüber zu stellen. Die Bewertung, dass es anstrengend sei, dort Interessantes zu finden, besagt nichts anderes, als dass wir die Nachrichtenauswahl einer Zeitung nicht selbst zusammengestellt haben. Das haben andere für uns getan. Wir haben keinen Einfluss darauf, können weder Prioritäten, noch Schwerpunkte setzen. Das System der Nachrichtenaufnahme via Zeitung ist folglich unflexibel. Sind wir unzufrieden mit dieser Auswahl, können wir höchstens die Zeitung wechseln, stehen jedoch auch bei einem anderen Blatt alsbald vor dem gleichen Problem.

Bleibt zu hoffen, dass unter den verstärkt Twitter für sich entdeckenden Journalisten auch Entscheider aus Zeitungsverlagen sind, und dass diese sich ein paar Gedanken zum Wandel im Medienkonsum machen und die Chance erkennen, die – zumindest für den stark wachsenden Kundenkreis der aktiven Rezipienten – in der flexiblen, personalisierten Newszusammenstellung im Web liegen können. Um es – in Umkehrung des mediaocean’schen Tweets – positiv auszudrücken:

Zeitunglesen sollte genauso angenehm sein, wie in seinem RSS-Reader nach Interessantem zu suchen.

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Dudödeldi

Ach, Twitter erklären… ich habe es aufgegeben. Längst antworte ich auf die durchaus berechtigte Frage nach dem Nutzen von 140-Zeichen-Nachrichten nur noch mit einem “Probier’s aus!”, um nicht sogleich mit halbseidenen Gütesiegeln bedacht zu werden, die Nicht-Kenner doch allzu gerne blind verteilen. Das funktioniert recht gut und unsereins muss sich nicht als verfehlter Missionar gebärden, sobald der Skeptiker seine Zweifel dennoch fest an sich drückt.

Aber seine Gedanken zu Tweets zu notieren? Ja, gar etwas wie Twitterlesungen zu organisieren? Da könnte ich auch gleich versuchen, meine Oma von den immensen Vorteilen eines XING-Accounts überzeugen zu wollen. Mehr als Verwunderung in ihrer reinsten Form erntet man in den meisten Fällen nämlich kaum, wenn man derlei Freizeitaktivitäten beschreibt. Als hätten meine Eltern es versäumt, mir eine ordentliche Ausbildung angedeihen zu lassen und ich würde lediglich digital bohemierend mit rosa verpixelten Augen durch diese weite Welt wandern. Dabei habe ich doch stets…

jodeldiplom

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… und könnte alle jederzeit im zweiten Futur bei Sonnenaufgang alt aussehen lassen. Komisch, dass manche das komisch finden.

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Warum bin ich so fröhlich?

Ich mag @meinekleinefarm. Sehr sogar. Einfach schön, dass in dieser der Natur so entfremdeten Welt der Virtualität jemand ist (und sei es ein Bot), der mich hin und wieder an die wunderbare Welt der Tiere und die Ferien auf dem Bauernhof erinnert. Ist zwar auch nicht Natur pur, sondern mehr so eine domestizierte Version davon, aber. Auch ist @meinekleinefarm nicht nur ein blöder Provinzbauernhof mit ein bisserl Muh und Mäh und Grunz. Das gibt es dort natürlich(!) alles auch, doch darüber hinaus schnattert’s und blökt’s und es gibt exotische Viecher:

tö-rööö
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@meinekleinefarm ist ein Tierpark voller Überraschungen. Fast könnte man meinen, sie sei ein Zoo, aber da spricht die offensichliche Schwerpunktlegung auf „nutztiere“ bei der lautmalerischen Umschreibung des Animalischen gegen.
Vor einigen Tagen machte mich @meinekleinefarm mal wieder besonders glücklich. Denn sie machte deutlich, dass Tiere auch Fremdsprachen können:

kwak
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Und was für welche!

Wir warten auf texanische Mustangs, tibetische Yaks und tamilische Wollschweine. Besonders freuen würde mich auch ein Tweet von einer Zuchtforelle.
Über das Schicksal von den allermeisten Tieren, die auf dem Bauernhof leben, denken wir bei auch bei @meinekleinefarm besser nicht nach.

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Treffpunkte

Wenn sich zwei treffen wollen,

Kosmar
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aber der LHC noch nicht angeworfen wurde und Mehdorn kurzfristig entgleist ist,

mathiasrichel
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findet man sich doch immer wieder in der Timeline von Twitter.
Sozusagen multidimensional im Multiversum.

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