vordachpfütze
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Ist das nicht das Schöne an diesem Dazwischen aus Schlaf und Wachsein, diese Vermengung der Sinne? Wer käme denn bei voller Aufmerksamkeit auf die Idee, erhitztes Bratfett an seinem Klang anstelle seines Geruchs auszumachen? Und ist es nicht eben jene Verwirrung des Noch-Nebels in diesen Momenten des Übergangs, die einen auf Gedanken bringen, die nichts mit der sich gerade erhellenden Umwelt zu tun haben, aber doch irgendwie aus ihr stammen?
Dieses Paradox zwingt einen dann zur Suche nach dem Auslöser des halbwachen Gedankens. Eine Suche, deren Ergebnis wie auch im vorliegenden Fall an Präzision meist ihresgleichen sucht. Oder hat sich schon mal jemand außerhalb eines Hörspieltonstudios Gedanken darüber gemacht, wie genau jetzt Regen auf Vordachpfützen klingt?
Überhaupt, Vordachpfützen. Wir kennen Regen, der auf Wellblechdächer prasselt und gegen Scheiben peitscht. Aber eher selten wird über den Klang von Regen, der in Pfützen fällt, berichtet. Aber auch da macht er offenbar nicht einfach platsch. Je nach Pfützen- und Regenart ergibt sich wohl ein eigener Klang. Ohne ein kleines Zutun des alten Morpheus wäre dies für die Vordachpfütze vielleicht nie herausgefunden worden.
Dem Aufwachen und der Formulierungskunst von FrauJ sei’s gedankt, ich habe ein neues Klangbild in der Nase.

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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

matz-o-man

danke für die Perle. Und für die Twitkrit. Sehr schön.

Gepostet von matz-o-man am 13. März 2009 um 12:46.