Selbstvergewisserung ist ja auch so eine Sache.

Twitter ist vor allem ein Medienphänomen, so haben wir spätestens gestern in diesem Medienphänomenbegleitblog gelesen. Gnadenlos in seiner Relevanz überschätzt. Und voller Menschen, die sich gnadenlos in ihrer Relevanz selbst überschätzen, mag manch böswilliger Ignorant dazufügen. Wen interessiert das ganze Gezwitscher denn?

Meine Follower! Und je mehr ich habe desto relevanter bin ich. Oder? ODER? hallo? Nimmt mich jemand wahr? Ihr habt mich doch ganz doll lieb, oder? Twittern ist doch mehr als digitaler Zeichenschrott?! Das ist doch echte soziale Interaktion, da kommt doch emotionale Wärme aus der Virtualität!

Nun, kann mensch sich sicher sein?

Das Böse lauert immer und überall. So wie die schönen Mädchen aus der Parallelklasse dich in der Schule schon verarscht haben, indem sie dir erst schöne Augen machten, um dich dann vor ihren besten Freundinnen bloß zu stellen; so wie der nette Kollege aus der Nachbarabteilung, der dich zwar hin und wieder am Ende langer Überstunden in der Teeküche nagelt, aber nie seine Familie verlassen würde für dich und dich noch nicht mal auf der Betriebsfeier mit dem Arsch anschaut, so gibt es auch bei Twitter mieses Pack, dass Dich mit billiger und vorgetäuschter Anteilnahme abspeist.

Aber:
Die Angst vor der Ignoranz der Anderen kann besiegt werden!
Wem Twitter richtig wichtig ist als Quell der Zuneigung, wer auf keinen Fall nochmal verarscht werden will von den bösen fiesen Web2.0-Geeks, der vermischt einfach sein geschundenes Ego mit der kompletten Negation von Stolz und ein wenig Paranoia und prüft, an wen er sich da online bindet:

autodm
[Link]

Heuchlern keine Chance! Für ein automatisierungsfreies Twitter! Und für Liebe.

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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

Zufall

Natüüürlich haben wir Dich ganz doll lieb! Wenn es ginge, würde ich Dir sogar täglich Blumen twittern. ;)

Gepostet von Zufall am 04. Februar 2009 um 12:33.
Sammelmappe

Und ich habe jetzt wieder eine Ewigkeit gebraucht um zu verstehen, was “a second account” sein soll. Aber stimmt, ganz klar: A second account – um sich vor Enttäuschungen zu bewahren.

Gepostet von Sammelmappe am 04. Februar 2009 um 17:17.