Als Pablo Picasso seine Blaue Periode hatte, war er ein wirklich armer Schlucker. Als wiederum Goethe seinen Gedichtzyklus die „Römischen Elegien“ auschrieb, war er ein wohlhabender Mann.

Ganz offensichtlich hat also das Gesetz der Serie nichts mit den finanziellen Verhältnissen zu tun. Womit aber dann?

Jedenfalls immer mit einem Anfang:
fan1
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Ein Anfang, dem ein Quasizauber innewohnt. Und zwar der der Reproduktion.

fran2
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Es gleicht einem unbedingten Verlangen, sich bei gleichzeitiger Variation immer zu wiederholen.

fran3
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Bis er eine eigene Existenz besitzt, die jenseits der vorherigen Erklärungsbedürftigkeit beinahe für sich steht. Siehe: „Überschriften (usw.)“

fran4
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Bis hin zur klar gegliederten und nur noch mit Erkennungszeichen versehenen Folge.

fran5
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Bis sie sich so weit dreht, dass sie bei sich selber wieder ankommt.

Wir nennen solche Serien normalerweise „Meme„. Der Unterschied ist nur, dass manche Meme bereits bei ihrer Entstehung im idealen Wirt nisten. Ob der jetzt Picasso, Goethe oder @fraencko heißt, ist dabei genauso unerheblich, wie die Wahl der Mittel: Leinwand, Buch oder Twitter.


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Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

Micha

… enorm belustigend. Das Fury-Ding macht mich als zugezogenem Hannoveraner natürlich am meisten an. @fraencko ist ab jetzt einer, dem ich mal interessiert folge.

Gepostet von Micha am 28. Januar 2009 um 23:57.