Die Beschränkung innerhalb der Beschränkung ist die wahre Wortkunst in Zeiten des Microbloggings. Nur ein Wort zu senden, statt der zur Verfügung stehenden 140 Zeichen, bringt ganz spezielle Tweets hervor, die ich gerne mag und von denen ich ein paar vorstellen möchte.

Fangen wir an mit Herrn @Fabeblau. Er lässt uns an einem wichtigen Punkt seiner Tageszeitgestaltung teilhaben, indem er kurz und bündig vermeldet:

fabeblau

[LINK]

Er hätte ja auch ausführen können «Nach einem langen, anstrengenden Tag gönne ich mir jetzt ein Bad» oder so. Aber nein, er schreibt badewanne (kleingeschrieben, mit Punkt) und gut ist. Wir können uns den Rest denken, ihn aus den umgebenden Tweets erschließen oder einfach nur wahrnehmen: «Der Kerl hüpft jetzt in die Wanne».

Weitere Ein-Wort-Tweets sollen hier kurz aufgelistet werden, auch für sie gilt: die Autoren beschränken sich auf ein Wort und schaffen es doch, eine komplette Nachricht zu transportieren. Manchmal vermitteln sie schöne Neuigkeiten, aber auch traurige, herzergreifende, anrührende oder auch neugierig machende. Nachfragen via Reply bei den Ein-Wort-Twitteren («Hey, ich will mehr von Dir dazu hören als dieses eine Wort») sind ja jederzeit erlaubt und manchmal sogar erwünscht:

lucahammer

[LINK]

langenase

[LINK]

solanaceae

[LINK]

rob_log

[LINK]

Ehe ich zum letzten Ein-Wort-Tweet dieses Beitrages komme, möchte ich Euch meine persönliche Twitter-Neuentdeckung dieser Woche vorstellen: die Historical Tweets. In Zeiten, in denen sich Gutes rasch verbreitet, kann davon ausgegangen werden, dass viele von Euch diese Tweetperle schon kennen. Den Twitkrit-Lesern, denen die Historical Tweets wundersamerweise noch unbekannt sind, kann ich sie nur wärmstens empfehlen. Dort könnt Ihr zum Beispiel nachlesen, was Clyde an Bonnie getweetet hat, oder wie Thomas Edisons Tweet weiterging, der mit «Damn candles!…» begann. Natürlich hab ich auch dort mal nachgeschaut, ob es historische Ein-Wort-Tweets zu entdecken gibt, und siehe da: beim ehemaligen US-Präsidenten Herbert Hoover bin ich fündig geworden. Der hatte sich bei seinem Nachfolger Roosevelt mittels Ein-Wort-Tweet-Reply über die Nicht-nach-ihm-Benennung des Hoover-Staudammes beschwert:

herberthoover

[LINK]

Welches sind eure Lieblings-Ein-Wort-Tweets? Hinweise in den Kommentaren wie immer herzlich willkommen.

Kommentieren

Also ich finde:

Das sagen die Anderen:

thomas

#coffee

Gepostet von thomas am 09. Januar 2009 um 14:59.
heinzkamke

@textundblog:
in dieser gesammelten Form wirkt das Wort natürlich nochmal ganz anders…

Gepostet von heinzkamke am 09. Januar 2009 um 15:06.
giardino

“Mandelhörnchen”, “Nickerchen” (beide Merlix, häufiger)
“Tippeditipp” (verschiedene, siehe auf search.twitter.com)

Gepostet von giardino am 09. Januar 2009 um 15:07.
textundblog

@thomas: Kaffee ist ein wichtiges Thema auf Twitter. Allerdings schwer als Ein-Wort-Tweet zu finden.

@heinzkamke: Bei mir kann man auf Monate hinaus zurückverfolgen, wann ich morgens aufgestanden bin (oder zumindest, wann ich mein Moinsen als 1. Tweet des Tages abgesetzt habe). Ich moinse täglich, ohne auch nur einen Tag auszulassen!

@giardino: Ach ja, das wunderbare Tippeditipp, ein moderner Ein-Wort-Klassiker der Twittersphäre.

Gepostet von textundblog am 09. Januar 2009 um 15:12.
heinzkamke

satt. [Edit: Link eingefügt]
(heute, von @michajung)

@textundblog
Schon klar, drum hatte sich der erste Kommentar auch so aufgedrängt.
Mir war nur nicht bewusst, dass das Suchergebnis so eindeutig ist.

Gepostet von heinzkamke am 09. Januar 2009 um 15:18.
Enno

“Eindösing” und “BetagteEmanzenSommer”

Gepostet von Enno am 09. Januar 2009 um 15:44.
Oliver

#coffeeoclock

Gepostet von Oliver am 09. Januar 2009 um 16:07.
r|ob

wortkarg:)

Gepostet von r|ob am 09. Januar 2009 um 17:14.
thomas

Kaffee ist ein wichtiges Thema auf Twitter. Allerdings schwer als Ein-Wort-Tweet zu finden.

also ich schreibe fast immer, wenn ich mit kaffee vorm pc hocke: #coffee :)

Gepostet von thomas am 09. Januar 2009 um 19:02.